Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

STREETHOCKEY: Startschuss zur WM-Party in Zug

Heute beginnt in Zug die Welt­meisterschaft. Die Schweizer Auswahl gibt sich vorsichtig – doch ihr Trainer Tibor Kapanek hat einen Traum.
Pascal Melliger, der Oberwiler Torhüter im Schweizer Nationaldress, wird im Training in der Zuger Bossard-Arena von seinen Teamkollegen auf die Probe gestellt. (Bild Paolo Foschini)

Pascal Melliger, der Oberwiler Torhüter im Schweizer Nationaldress, wird im Training in der Zuger Bossard-Arena von seinen Teamkollegen auf die Probe gestellt. (Bild Paolo Foschini)

Marco Morosoli

Auf dem der Bossard-Arena in Zug vorgelagerten Platz ist seit gestern Abend fast alles für die Festtage bereit, welche der heute beginnenden Streethockey-Weltmeisterschaft einen würdigen Rahmen verleihen sollen. Derweil trainiert in der Arena die Schweizer Nationalmannschaft zum letzten Mal vor dem heutigen Startspiel gegen die Bermudas. «Wir sind wohl zum ersten und einzigen Mal Favorit», sagt der Schweizer Nationalmannschaftscoach Tibor Kapanek (40/kleines Bild). Der gebürtige Slowake weiss, dass ihn hektische Tage erwarten. Doch auf diese Zeit haben er und sein Team in den letzten Monaten und Jahren hingearbeitet. Kapanek, der auch noch Coach des amtierenden Schweizer Meisters Oberwil Rebells ist, dämpft allenfalls aufkommende Euphorie: «Ein Eröffnungsspiel ist immer schwierig.»

Die Goldfavoriten

Die Schweizer haben an der letzten Weltmeisterschaft vor zwei Jahren in St. John’s (Neufundland, Kanada) den siebten Platz erreicht. Diese Rangierung will Tibor Kapanek in der Heimat unbedingt toppen und sagt: «Wir sind fähig, mit den besten Mannschaften der Welt mitzuhalten.» An der körperlichen Verfassung und der Schnelligkeit werde es sicher nicht fehlen. Die Motivation der Spieler sei sehr gross und der absolute Siegeswille vorhanden.

Auf das Startspiel gegen die Bermudas folgen noch Partien gegen Kanada, Tschechien und Griechenland (siehe Spielplan rechts unten). Zwei der Schweizer Widersacher (Kanada, Tschechien), zählt Kapanek zu den grossen Goldfavoriten. Auch seinen Landsleuten traut er zu, den Titel verteidigen zu können.

Siege gegen den Weltmeister

Wozu die Schweizer Auswahl fähig ist, hat sie in diesem Jahr schon zweimal gegen die Slowaken gezeigt. Kapaneks Team konnte beide Partien für sich entscheiden. Doch auf die Osteuropäer könnten die Gastgeber frühestens in den Viertelfinals treffen. Für die Viertelfinals könnte ein Sieg allenfalls schon ausreichen. Doch Kapanek will nicht den Rechner hervorkramen, sondern immer Vollgas geben. Und der Coach der Schweizer Auswahl hat natürlich ein grosses Ziel: d-ie Halbfinals. «Das ist ein grosser Traum von mir», sagt Kapanek. Und dieser könnte Realität werden: «Wenn sich mein Team von der anfänglichen Nervosität befreit, in wichtigen Augenblicken auch das Glück des Tüchtigen hat, werden wir erfolgreich sein», sagt der Slowake an der Schweizer Bande. Kapanek hofft natürlich auch auf das Publikum. Was das wert sein kann, haben die Schweizer Eishockeyaner an der U-18-Junioren-Weltmeisterschaft im April erlebt, als sie im Halbfinal gegen Finnland in der ausverkauften Bossard-Arena spielen konnten.

Ein Oberwiler ist Schweizer Captain

Froh, dass es endlich losgeht, ist auch der Schweizer Teamcaptain Mathias Beiersdörfer. Auch er gehört zur Organisation der Oberwil Rebells. Diese stellt mit acht Akteuren fast einen Drittel der Schweizer Nationalmannschaft. Die grösste Umstellung sieht er im Belag, auf dem gespielt wird: «Er ist langsamer, als diejenigen, auf denen wir sonst spielen.» Wo im Schlussklassement sieht der 32-Jährige die Schweizer? «Ich kann nur sagen, dass es nicht einfach wird. Das gilt schon für das Spiel gegen die Bermudas.» Gegen dieses Team hätte die Schweiz in der letzten Begegnung vor zehn Jahren nur knapp gesiegt. Doch seither hat sich diese Sportart hierzulande weiterentwickelt.

Beiersdörfer hofft, dass er mit seinem Team möglichst lange im Rennen bleiben kann. «Ein Platz zwischen Rang 4 und 6 ist realistisch», sagt der Schweizer Captain und fügt noch an: «Geträumt werden darf immer. Vielleicht liegt ja ein Exploit unsererseits drin.» Beiersdörfer freut sich aber auch auf das Drumherum. Wer ein Matchticket hat, das gratis ist, kann hernach ebenfalls ohne Obolus das mit vielen Highlights gespickte Showprogramm auf dem Arena-­Platz vor der Spielstätte geniessen. Heute Abend ist die Band Pegasus zu Gast.

Insgesamt nehmen 25 Teams an der diesjährigen Weltmeisterschaft teil. Sieben davon sind Frauenteams. In dieser Kategorie ist die Schweiz ebenfalls vertreten.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.