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Ob in Houston oder woanders -
Capela wird reich

Die Houston Rockets scheitern am Titelverteidiger Golden State Warriors. Nun steht auch der Schweizer Clint Capela (24) vor Wochen der Ungewissheit.
Nicola Berger
Der Houston-Schweizer Clint Capela punktet gegen die Golden State Warriors. Bild David J. Philip/AP (Houston, 28. Mai 2018.

Der Houston-Schweizer Clint Capela punktet gegen die Golden State Warriors.
Bild David J. Philip/AP (Houston, 28. Mai 2018.

Die Houston Rockets verlangten dem besten Team der NBA alles ab: Die Golden State Warriors wankten. Aber sie fielen nicht. Mit 2:3 Siegen hatte der Titelverteidiger im Final der Western Conference zurückgelegen. Und im entscheidenden siebten Spiel führten die Rockets zur Halbzeit mit elf Punkten. Doch am Ende fehlten dem Herausforderer die Klasse, die Fortune und die Gelassenheit, er verlor deutlich mit 92:101.

Unter dem Cheftrainer Mike D’Antoni hat Houston in dieser Saison die NBA revolutioniert. Nie zuvor hatte eine Mannschaft so viele Dreipunktewürfe versucht und verwandelt. Doch im entscheidenden Moment versagten den Rockets die Nerven. Zwischen dem dritten und vierten Viertel versuchte das Team um die Führungsfigur James Harden 27 Dreipunktewürfe. Und traf nicht ein einziges Mal. Das ist Playoff-Rekord in der NBA. D’Antoni sagte: «Das hat uns das Genick gebrochen.»

Die Rockets waren dadurch handicapiert, dass ihr nach Harden zweitwichtigster Spieler Chris Paul wegen einer Oberschenkelverletzung die Spiele 6 und 7 verpasste. Ohne den Routinier schien dem Team der Glaube an die Sensation zu fehlen. Und Golden State nutzte das mit seinen Stars Kevin Duran, Stephen Curry und Klay Thompson unbarmherzig aus. Einmal mehr machte das Trio im dritten Viertel mit Leistungen jenseits dieser Welt den Unterschied aus.

Der bestbezahlte Schweizer Teamsportler

Es bleibt die Frage, was für Houston mit einem gesunden Paul möglich gewesen wäre. Doch es kann sein, dass es darauf nie eine Antwort geben wird. Denn Pauls Vertrag läuft aus, es ist unsicher, ob die Zusammenarbeit verlängert wird. Denn der 33-Jährige ist teuer. Und der finanzielle Spielraum der Rockets ist beschränkt. Der Manager Daryl Morey steht für einen stürmischen Transfersommer – bei dem auch der Schweizer Center Clint Capela eine entscheidende Rolle spielen wird. Die Darbietungen von Capela (24) waren in der Serie gegen die Warriors wechselhaft, doch dem Genfer gelang die beste Saison der Karriere. Und er wird im Juli zum am besten bezahlten Schweizer Teamsportler der Geschichte aufsteigen. Es zeichnet sich ab, dass er in den nächsten vier Jahren zwischen 80 und 109 Millionen Dollar verdienen wird. Fragt sich nur, ob in Houston oder anderswo.

Der Manager Morey hat wiederholt gesagt, er wolle Capela halten. Und bestimmt ist das nicht gelogen. Nur steht Morey vor diffizilen Entscheidungen. Das von ihm zusammengestellte Kader 2017/18 hatte eine einzige Bestimmung: die Phalanx der Warriors zu beenden. Das hat nicht funktioniert. Also muss Morey sein Team irgendwie aufwerten. Am einfachsten wäre das, sollten die Gerüchte sich bewahrheiten, dass LeBron James sich vorstellen kann, nach Houston zu wechseln.

Keiner hat so viel Macht wie LeBron James

LeBron James (33) hat gerade die Cleveland Cavaliers quasi im Alleingang in den NBA-Final geführt. Seine Addition würde bedeuten, dass man die NBA-Saison in der Western Conference eigentlich gar nicht ausspielen müsste, weil der Final sowieso Houston versus Golden State hiesse. James hat so viel Macht wie kaum ein Spieler je zuvor. Solange er nicht über seine Zukunft befindet – neben Cleveland und Houston machen sich auch die Los Angeles Lakers und Philadelphia 76ers Hoffnungen –, werden die Rockets sich nicht bewegen können. Und mit ihnen eigentlich die ganze Liga.

Doch vorerst wird sich Houston in Geduld üben müssen. Die Rockets sind nach ihrem bitteren Aus dazu verdammt, zu Hause vor dem TV-Bildschirm auf das Saisonende zu warten. Immerhin: Es könnte schnell so weit sein. Wenn in der Nacht auf Freitag die Finalserie beginnt, startet Cleveland als derart krasser Aussenseiter, dass schon nur ein einziger Sieg eine kleine Sensation wäre.

NBA-Basketball. (NBA). Playoffs (best of 7). Halbfinals. Western Conference. 7. Spiel: Houston (1. der Qualifikation/mit Capela/20 Punkte, 9 Rebounds) – Golden State (2.) 92:101; Endstand 3:4.

Final (best of 7): Golden State – Cleveland.

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