SUHR AARAU - KRIENS 33:28: Mit letztem Aufgebot zu knapper Niederlage

Die Krienser Handballer verlieren ihr drittes Auswärtsspiel in Serie beim HSC Suhr Aarau mit 28:33. Die Niederlage war «logisch» weil Kriens mit dem allerletzten Aufgebot anzutreten hatte.

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Neun Tore für Kriens: Christoph Tschannen. (Archivbild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Neun Tore für Kriens: Christoph Tschannen. (Archivbild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Acht Feldspieler hatte der HC Kriens beim Auswärtsspiel gegen den HSC Suhr Aarau noch auf dem Platz. Und dazu zählte Manuel Wymann von der 2. Mannschaft, der sich angesichts der vielen Verletzten zur Verfügung stellte. Zu den Langzeit-Verletzten Portmann, Schlegel, Schmid und Zimmermann kamen zwei weitere Absenzen dazu: Pascal Willisch quält sich seit dem Einsatz mit der U21-Nati über Ostern mit einer schmerzhaften Prellung herum, und Okan Yalciner sass seine Sperre ab.

Bei einem Gegner, der um seine Existenz kämpft und im Kader eine an sich hohe Qualität hat, wird da ein Auswärtsspiel schnell einmal zur «Mission impossible». Genau so schien sich die Partie in der Aarauer Schachenhalle denn auch zu entwickeln. Suhr kämpfte, und Kriens haderte lange mit dem Schicksal verpasster Chancen.

Am Ende fehlte die Entschlossenheit
Nach Abschluss der ersten Hälfte aber stieg beim HC Kriens die Treffergenauigkeit. Plötzlich «hängte» es auch bei Christoph Tschannen so richtig an. Damit hatte der HC Kriens aus dem Rückraum wieder mehr Durchschlagskraft. In der Schlussphase kamen die Innerschweizer wieder bis auf drei Tore her.

Die Schlussphase war sinnbildlich. Suhr siegte verdient, weil bei den Aargauern der Wille, das Schicksal selber zu bestimmen, spürbarer war. Der HCK fand in neuer Zusammensetzung zu spät ins Spiel. Und als er Morgenluft witterte, zeigte Suhr mit viel Coolness, wie sich Entschlossenheit in der entscheidenden Phase ausdrücken kann.

Benedikt Anderes / HC Kriens

HSC Suhr Aarau - HC Kriens 33:28 (17:12)
Schachenhalle Aarau. – 400 Zuschauer. – SR Baumann/Cristallo.

Torfolge: 2:3, 6:4, 7:4, 12:7, 15:9, 17:12; 20:15, 23:17, 25:20, 27:22, 30:26 31:28, 33:28.

Strafen: Kriens 3x2 Minuten, Rote Karte (Ramseier) wegen Fouls im Gegenstoss.

HSC Suhr Aarau: Merz/Wipf; Schmid, Stalder (1), Reichlin (4), Rätz (6), Ramseier (3), Strübin (5), Sutter, Buri (1), Navarin (2/1), Parolo (7/2), Largent, Tallo.

HC Kriens: Schelbert/Hodel (21.-50.); Bislimi (2), Mitrovic, Nyffenegger (6/2), Stankovic (9), Manuel Wymann, Tschannen (9), Müller, von Deschwanden (2).

Bemerkungen: Kriens ohne die rekonvaleszenten Schlegel, Schmid, Portmann und Zimmermann, ohne Yalciner (gesperrt) und ohne Willisch (Prellung aus dem Einsatz mit der U21-Nati über Ostern).