SUHR-KRIENS 28:27: Zittersieg bringt Krienser wieder auf Rang 2

Mit dem Glück des Tüchtigen siegte der HC Kriens-Luzern beim HSC Suhr Aarau ganz knapp. In der Schlusssekunde nämlich entführten die Zentralschweizer beide Punkte.

Drucken
Teilen
Kriens' Boris Stankovic (rechts) erzielte zwei Treffer. (Archivbild Roger Zbinden/Neue LZ)

Kriens' Boris Stankovic (rechts) erzielte zwei Treffer. (Archivbild Roger Zbinden/Neue LZ)

Die Krienser Handballer «belohnten» sich damit für eine nur selten genügende Leistung. Dem aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeber aber blieb am Schluss nur die undankbare Rolle, mit leeren Händen und hängenden Köpfen aus der eigenen Halle zu trotten. Die jungen Suhrer hatten ihr Wettkampfglück in der hektischen Schlussphase aber gleich mit beiden Händen weggeworfen.

Der als Aussenseiter ins Spiel gegangene Tabellenvorletzte aus dem Aargau spielte seriös und liess sich vom favorisierten Gast nie entscheidend distanzieren. Während Suhr-Aarau mit jeder Spielminute ganz offensichtlich mehr an die minime Chance zu glauben begann, blieb bei den Zentralschweizern die Reaktion aus.

Diese erarbeiten sich zwar viele Chancen, vergaben diese aber über weite Strecken sträflich. Gleich reihenweise wurden selbst von Routiniers erstklassige Chancen versiebt. Alleine in den ersten 20 Minuten blieb über ein halbes Dutzend erstklassiger Chancen ungenutzt. Das rächt sich gegen einen kämpfenden Gegner fast immer.

Bei Kriens-Luzern wurde das Nervenkostüm mit zunehmender Spieldauer rissiger. «Nicht schon wieder» mag da im einen oder anderen Kopf in Erinnerung an das Saisonauftaktspiel mitgeflimmert haben. Suhr hielt keck dagegen und übernahm das Spieldiktat. Bis in der hektischen Schlussphase der Gast vor dem eigenen Mut Angst zu bekommen schien. 26:25 in Führung liegend vergaben jetzt plötzlich die Aargauer erstklassige Chancen. Kriens-Luzern «revanchierte» sich und nutzte seinerseits jetzt die sich bietende Möglichkeit, das Spiel noch zu drehen und einen 28:27-Auswörtserfolg festzunageln.

Stark aus Krienser Sicht waren eigentlich nur Tom Hofstetter, der mit 9 Toren erneut eine erstaunliche Leistung als Mittelmann zeigte, sowie pber weite Strecken Beni Steiger und Dani Schmid. Bei vielen anderen bestand an diesem Abend viel Entwicklungspotenzial nach oben.

Benedikt Anderes / HC Kriens

HSC Suhr-Aarau - HC Kriens-Luzern 27:28 (14:12)

Schachen Aarau. 300 Zuschauer. SR Brunner/Salah

Spieverlauf: 3:3, 5:6, 6:9, 9:10, 12.11, 14:12; 14:14, 16:16, 19:18, 21:22, 23:23, 26:25 (55.), 27:28.

HSC Suhr-Aarau: Wipf/Willimann; Affentranger (3), Kaufmann, Navarin (4), Pendic (7), Rätz (5),Reichlin, Schelbert (4), Schmid (1), Stalder (2), Wassner (1), Schweizer.

HC Kriens-Luzern: Aleksejev/Schelbert; Hess, Hofstetter (9), Lengacher, Podvrsic (1), Raemy (1), Schmid (5), Stankovic (2), Steiger (6), Vukelic (1), Yalciner, Zimmermann (3).

Bemerkungen: Kriens ohne Willisch (krank), Schlegel (verletzt), Nyffenegger, Suhr-Aarau ohne Ramseier. Strafen: Suhr-Aarau 8, Kriens-Luzern 8x2 Minuten plus rote Karte Schmid (55.).