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SUPERSTARS: Sie verleihen den Spielen ihren Glanz

In der Nacht auf Samstag werden in Rio de Janeiro die Olympischen Sommerspiele 2016 eröffnet. Dann gehört die grosse Bühne den Athleten – wir haben ein paar Ausnahmekönner ausgewählt, die uns in nächster Zeit in ihren Bann ziehen werden.
Carsten Meyer und Denis Raiser
Die Ausnahmekönner (von links): Usain Bolt, Serena Williams, Neymar, Katie Ledecky sowie Novak Djokovic und Andy Murray. (Bild: Keystone)

Die Ausnahmekönner (von links): Usain Bolt, Serena Williams, Neymar, Katie Ledecky sowie Novak Djokovic und Andy Murray. (Bild: Keystone)

Carsten Meyer und Denis Raiser

Er hält sich für den Grössten – und ist es in der Leichtathletik derzeit auch: Usain Bolt. (Bild: Getty/Robert Beck)

Er hält sich für den Grössten – und ist es in der Leichtathletik derzeit auch: Usain Bolt. (Bild: Getty/Robert Beck)

Usain Bolt: Wider alle Zweifler

Majestätsbeleidigung. Das war also der Vorwurf, den sich US-Sprinter Justin Gatlin anhören musste. Und zwar von niemand Geringerem als von eurer Durchlaucht selbst. Der Grund: Gatlin hatte kürzlich angemerkt, dass er es etwas befremdlich finde, dass der jamaikanische Verband seinem Leichtathletik-Star Usain Bolt eine Art Freifahrtschein ausstelle – während er sich zwingend bei den US-Ausscheidungskämpfen für Olympia qualifizieren müsse. Man kann nicht behaupten, dass er mit dieser Aussage auf viel Verständnis bei Bolt gestossen wäre. Der schüttelte nur leicht den Kopf und erklärte: «Ich habe Jahr für Jahr gezeigt, dass ich der Grösste bin. Ich habe gelacht, als ich davon gehört habe. Und ich war enttäuscht – vor allem von Justin Gatlin.»

Bolt etwas «eingerostet»

Kurz zuvor hatte er noch die kleine Formalie erledigt, die ihm der Verband nach seiner langwierigen Oberschenkelzerrung für die endgültige Olympia-Nominierung auferlegt hatte: Er hatte beim Diamond-League-Meeting in London seine Einsatzfähigkeit unter Beweis gestellt und das Rennen über 200 m gewonnen. In 19,89 Sekunden. Für einen, der glaubt, er könne an einem sehr guten Tag durchaus mal die 19-Sekunden-Schallmauer durchbrechen, nichts Aussergewöhnliches. Er sei etwas «eingerostet» gewesen, gab Bolt also zu Protokoll. Knapp zwei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele könnte man das durchaus als nicht optimal bezeichnen. Aber Sorgenfalten auf der Stirn? Bei Bolt? Dafür hätte es schon etwas mehr gebraucht. «Wir Jamaikaner warten eben bis zur letzten Minute, ehe wir etwas erledigen», sagte er entspannt, «und ich weiss: Ich bin ein starker Wettkämpfer, wenn es darauf ankommt.»

In den Tagen von Rio wird es darauf ankommen. Es werden ja die letzten Spiele des 29-Jährigen werden, zumindest hat Bolt das angekündigt. Und deshalb hat er, wieder einmal, empfohlen, keinen seiner Läufe über 100 m, 200 m oder in der Staffel zu versäumen: «Das wird gross! Ich freue mich, für die ganze Welt eine Show abzuziehen.»

Auf einer Stufe mit Ali

Natürlich wird es gross, darunter macht es einer wie Bolt ja nicht. Längst geht es dabei nicht mehr um die einzelnen Titel, es geht um das Grosse und Ganze. Darum, Geschichte zu schreiben. 2008 und 2012 gewann er Gold über 100 m, 200 m und mit der 4x100-m-Staffel. Nun will er etwas perfekt machen, was mit dem etwas sperrigen Begriff Triple-Triple umschrieben wird. «Wenn mir das gelingen sollte», sagt Bolt, «dann kann ich mich mit Muhammad Ali oder Michael Jordan vergleichen.»

Gleichzeitig würde aber auch die Schar der Ungläubigen weiterwachsen. Denn schon länger sieht sich Bolt immer und immer wieder mit Dopingfragen konfrontiert. Und jedes Mal wischt er sie beiseite wie eine lästige Mücke. Er antwortet dann zum Beispiel: «Ich werde seit Jahren getestet, die ganze Zeit.» Oder: «Ich habe der Welt gezeigt, dass es möglich ist, sauber schnell zu laufen.» Das Gegenteil konnte noch niemand beweisen. Und überhaupt: Zweifler haben im Leben des Usain Bolt ohnehin keinen Platz.

Sie will olympische Rekorde brechen: Serena Williams. (Bild: EPA/Facundo Arrizabalaga)

Sie will olympische Rekorde brechen: Serena Williams. (Bild: EPA/Facundo Arrizabalaga)

Serena Williams: Die Rekord-Jägerin

Wenn Serena Williams irgendwann mal ihre Tenniskarriere beenden wird, wird sie das ziemlich sicher als erfolgreichste Spielerin aller Zeiten machen. Noch nie zuvor hat eine Spielerin derart dominiert wie die aussergewöhnliche US-Amerikanerin. Die schlechte Nachricht für ihre Gegnerinnen: An den Ruhestand denkt die Grande Dame des Tennis noch lange nicht. Auch mit bald 35 ist Williams unumstritten die Beste ihrer Branche und seit dem 18. Februar 2013 wieder die Nummer eins der Weltrangliste. Und sie ist weiter auf der Jagd nach dem maximalen Erfolg und Bestmarken.

Neuer Ansatz «im Kopf»

Dabei hilft ihr eine Art Kurzzeitgedächtnis, im übertragenen Sinne. Sie vergesse immer absichtlich, dass sie gerade eine Bestmarke erreicht habe, erklärt ihr Trainer Patrick Mouratoglou. Diese Klarheit, Erfolge abzuhaken, um sofort nach neuen zu streben, zeichne Champions aus. Doch diese Klarheit kam Williams 2016 zwischenzeitlich abhanden. Sie spielte nicht mehr wirklich frei auf, machte einfache Fehler. «Das war nicht mehr die echte Serena», meint ihr Trainer.

Grund war der Rekord von Steffi Graf in der Profi-Ära (seit 1968), den sie mit ihrem 22. Grand-Slam-Titel mit aller Macht einstellen wollte. Mit jedem ihrer im letzten Moment verpatzten Finals wuchs der öffentliche Druck weiter, der ihr sogar schlaflose Nächte bereitete. Denn sie weiss: «Wenn ich nicht gewinne, ist es eine landesweite Hauptnachricht. Gewinne ich, ist es eine kleine Meldung in der Ecke.» Sie brauchte einen «neuen Ansatz im Kopf», wie sie zugab, und arbeitete vor Wimbledon vor allem mental, um wieder die Alte zu werden – mit Erfolg.

Doch selbst ihren Moment «der grossen Befreiung» hat die frischgebackene Wimbledon-Siegerin bestimmt schon längst aus dem Kurzzeitgedächtnis gestrichen. Schliesslich lassen sich bei den Spielen in Rio weitere Rekorde finden, die sie knacken kann. Als grosse Favoritin hat sie gute Chancen auf das zweite Einzel-Gold nach den Spielen in London 2012. Das schaffte bislang nur Graf 1984 und 1988. Wobei 1984 nur ein bisschen zählt, Tennis war damals Demonstrationswettbewerb. Gemeinsam mit ihrer Schwester Venus kann Serena sogar den vierten Olympiasieg im Doppel nach 2000, 2008 und 2012 erreichen. Das wäre einzigartig bei Olympia. Natürlich.

Grosser Druck auf schmalen Schultern: Brasiliens Neymar. (Bild: AP/Eraldo Peres)

Grosser Druck auf schmalen Schultern: Brasiliens Neymar. (Bild: AP/Eraldo Peres)

Neymar: Lichtblick in der Finsternis

Es ist ja nicht so, dass sich die Brasilianer gar nicht für olympischen Sport interessieren würden. Im Gegenteil. Sobald zwei Mannschaften mit je elf Akteuren einem Ball hinterherjagen, flippen sie komplett aus. Vor allem, wenn dann noch er eingreift. Er, Neymar. Der 24-Jährige ist der grösste Olympiastar der Brasilianer, auf seinen schmalen Schultern ruhen die Hoffnungen einer ganzen Nation.

Hitzige Debatte der Experten

Sie sind ja völlig fussballverrückt in diesem Land. Und dementsprechend schwere Zeiten durchleben sie gerade. Da war erst dieses historische 1:7 gegen Deutschland bei der WM im eigenen Land vor zwei Jahren. Dann das blamable Vorrunden-Aus bei der Copa América in diesem Jahr. Und in der Qualifikation für die WM 2018 rangieren die Brasilianer gerade nur auf Rang sechs. Wenn sich daran nichts mehr ändert, fehlen sie bei den Titelkämpfen in Russland. Kurz gesprochen: Die Lage ist ziemlich düster. Das sieht der neue Nationaltrainer Tite wohl ähnlich. Er wollte das Amt nur übernehmen, wenn er nicht die Olympiamannschaft betreuen müsse. Denn er weiss: Alles unterhalb der Goldmedaille würde als nationale Schande gewertet werden.

Das zu verhindern ist vor allem Neymars Job. Und seit Wochen liefern sich Experten aller Art eine hitzige Debatte, ob der Mann vom FC Barcelona dieser Aufgabe überhaupt gewachsen ist. «Natürlich», behauptet Rogerio Micale. Aber er muss dieser Meinung sein, er ist schliesslich der Coach von Brasiliens Olympiamannschaft. Der grosse Zico, einst Brasiliens Stratege im Mittelfeld, hat dazu eine ganz andere Meinung. «Es gibt Spieler, die geboren werden, um zu kommandieren, anzuführen und Verantwortung als Captain zu übernehmen», sagt er. Und dann sagt er noch: «Neymar gehört nicht zu diesen Spielern.»

Neymar muss es nun ändern

Neymar selbst nimmt das alles bestenfalls zur Kenntnis. Er gibt sich im Vorbereitungscamp in der Nähe von Rio gelöst – und versucht erst gar nicht, die Erwartungen zu dämpfen. «Ich denke nur an Gold», sagt er wie selbstverständlich, «dieser Titel fehlt mir und dem brasilianischen Fussball noch.»

Das will er nun ändern. Seine Landsleute würden es wohl etwas anders formulieren: Er muss es nun ändern.

Schwimmt allen davon: die 18-jährige Katie Ledecky. (Bild: EPA/Patrick B. Kraemer)

Schwimmt allen davon: die 18-jährige Katie Ledecky. (Bild: EPA/Patrick B. Kraemer)

>Katie Ledecky: Eine neue Dimension

So ganz genau wusste Schwimmstar Ryan Lochte auch nicht, wie ihm da geschah. Es war vor etwas über einem Jahr, als sich ein paar der besten amerikanischen Schwimmer des Landes zum gemeinsamen Training in Colorado Springs trafen. Mit dabei war auch die damals 18-jährige Katie Ledecky. Lochte zog mit ihr gemeinsam seine Bahnen, und als alles vorbei war, fragte er völlig ungläubig: «Verdammt! Was war denn das?» Ledecky war dem zweifachen Olympiasieger doch glatt davongeschwommen. «So was habe ich noch nie gesehen», staunte Lochte, «Katie schwimmt wie ein Kerl.» Und längst in ihrer eigenen Liga, darf man ohne Übertreibung anmerken.

Frustrierte Konkurrenz

2012 in London war Ledecky noch die jüngste US-Olympiateilnehmerin. 15 Jahre alt, schüchtern, kaum jemand kannte sie – bis Ledecky nach dem Final über 800 m Freistil plötzlich die Goldmedaille um den Hals baumeln hatte. Damals war die Konkurrenz beeindruckt.

Heute ist sie nur noch frustriert. Denn wenn Ledecky ins Wasser steigt, sehen die Gegnerinnen kein Land mehr. Bei der WM im vergangenen Jahr gewann sie als erste Schwimmerin alle fünf Freistil-Titel zwischen 200 und 1500 m inklusive Staffel. Danach erklärte US-Teamdirektor Frank Busch, immerhin auch schon seit 50 Jahren in der Schwimmbranche unterwegs: «Sie macht Dinge, die sind beispiellos im Sport.»

Viermal Gold vor Augen

Und dabei bleibt sie immer freundlich und bodenständig. Als die Dominatorin kürzlich mal auf ihre Goldmedaille von London angesprochen wurde, wäre das wohl ein guter Zeitpunkt gewesen, um unauffällig ein wenig anzugeben. Doch Ledecky sagte tatsächlich: «Das Schönste daran ist das Strahlen in den Gesichtern der Kinder, wenn sie die Goldmedaille mal anfassen dürfen.»

Wenn kein mittelgrosses Sportwunder geschieht, dürfte Ledecky ihre Kollektion an Vorführstücken bald deutlich erweitern. In Rio geht sie über 200, 400 und 800 m Freistil sowie in der 4 x 200 m-Freistil-Staffel an den Start. Sie sagt: «Ich weiss genau, was mich erwartet und was ich tun muss, um erfolgreich zu sein.»

Schön für sie, aber für ihre Konkurrentinnen klingt das mal gar nicht gut.

2013 waren sie noch Freunde, als Murray (l.) den Wimbledon-Final gegen Djokovic gewann. (Bild: AP/Anja Niedringhaus)

2013 waren sie noch Freunde, als Murray (l.) den Wimbledon-Final gegen Djokovic gewann. (Bild: AP/Anja Niedringhaus)

Djokovic gegen Murray: Duell der Freunde von einst

So hatten sich die Freunde des Tennissports das Ganze sicher nicht vorgestellt. Sie hatten sich auf grossartige Duelle der Spitzenspieler in Rio gefreut. Doch daraus wird nichts. Die einen sagen wegen der Angst vor dem Zika-Virus ab (Thomas Berdych), andere interessiert es aus sportlicher Sicht nicht (Dominic Thiem) – und dann gibt es noch die Verletzten wie Roger Federer, die schweren Herzens passen müssen, und die angeblich Verletzten wie Stan Wawrinka.

Aber an Einsamkeit wird der grosse Favorit Novak Djokovic (Serbien) trotzdem nicht leiden. Sein vermutlich stärkster Rivale: Andy Murray (Grossbritannien), der immerhin mit der Empfehlung eines Wimbledon-Sieges nach Rio reist. Die beiden sind seit der Juniorenzeit Freunde – und schon lange Konkurrenten. Ihrer Rivalität ist sogar ein eigener Wikipedia-Eintrag gewidmet. Aktuell steht es 24:10 für Djokovic.

Hochzeit ohne «Djoker»

Und wie das im Sport oft so ist: Zu viel Rivalität schadet der Freundschaft. Noch 2014 machte Djokovic seinen Freund Murray sogar zum Trauzeugen. Doch seit es im Final bei den Australien Open Anfang 2015 zu einem Disput kam, ist die Beziehung deutlich abgekühlt. Bei der Hochzeit des Briten wenige Monate später war Djokovic nicht einmal eingeladen.

Der Vorteil von Murray

Ein Knatsch, den längst auch eine breitere Öffentlichkeit zur Kenntnis nimmt. Jahrelang standen die beiden 29-jährigen im Schatten von Federer und Rafael Nadal. Mittlerweile sind sie die Nummer eins und zwei der Welt. Meist behielt Djokovic in den wichtigen Duellen die Oberhand.

Zuletzt dominierte «Djoker» das gesamte Männertennis ja sowieso auf fast schon beängstigende Art und Weise. Sein ehrgeiziges Ziel war der Golden Slam – also der Gewinn aller vier Grand-Slam-Turniere und der olympischen Goldmedaille innerhalb eines Kalenderjahres. Lediglich der Deutschen Ausnahmekönnerin Steffi Graf gelang das bisher 1988.

Die Experten trauten es dem Serben zu. Er war unangefochten und unantastbar. Bis das Turnier von Wimbledon vor gut einem Monat kam. Die krachende Drittrundenniederlage gegen Sam Querrey nach unglaublichen 30 Grand-Slam-Matchsiegen in Serie zeigte nicht nur Federer: «Niemand ist unverwundbar. Man vergisst das leicht, wenn jemand wie Novak siegt und siegt.» Murray nutzte die Gunst der Stunde und gewann das Turnier. Bei Djokovic sass der Schmerz dagegen sichtbar tief. Der eine oder andere witterte schon das Ende seiner Übermacht.

Der ehemalige US-Star John McEnroe sieht das ganz anders: «Das ist Quatsch. Aber es könnte schon sein, dass wir wieder mehr Spannung in der Spitze bekommen.» Für diese Spannung soll bei Olympia vor allem Murray sorgen, auch wenn er weiterhin Aussenseiter ist. Doch nach seinem zweiten Wimbledon-Triumph strotzt er vor Selbstvertrauen. Und er hat einen weiteren Vorteil auf seiner Seite: Im Gegensatz zu Djokovic ist Murray bereits Olympiasieger. 2012 holte er sich in London Gold. Sein Gegner damals im Halbfinal: Novak Djokovic.

USAIN BOLT. - Mit einer prächtigen Party könnten die Sommerspiele in Rio de Janeiro für Usain Bolt zu Ende gehen. Denn am Schlusstag, am 21. August, feiert der Jamaikaner seinen 30. Geburtstag. Vorher will das Gesicht der Leichtathletik seine Dominanz als Sprinter untermauern. Wie schon 2008 und 2012 will Bolt auch in Brasilien über 100, 200 und 4x100 m den Gold-Hattrick perfekt machen. «Ich werde noch fokussierter als sonst sein», kündigte er an. (Bild: AP / Thomas Kienzle)
NOVAK DJOKOVIC. - In Abwesenheit von Roger Federer will sich der zwölffache Gewinner von Grand-Slam-Turnieren bei seiner dritten Olympia-Teilnahme das ersehnte Gold holen. 2008 hatte der Serbe Bronze gewonnen, 2012 scheiterte er im Halbfinal am späteren Sieger Andy Murray und verlor auch noch das Spiel um Platz 3. (Bild: AP / Vadim Ghirda)
KEVIN DURANT. - Nach den Absagen von NBA-Champion LeBron James (Cleveland Cavaliers) und Stephen Curry (Golden State Warriors) wird Kevin Durant die Blicke der Basketball-Fans auf sich ziehen. Der 27-jährige Flügelspieler und ehemalige Teamkollege des Waadtländers Thabo Sefolosha führt das US-Aufgebot zusammen mit New Yorks Carmelo Anthony an. Sie sind zugleich die einzigen Profis, die bereits Olympia-Erfahrung gesammelt und auch Gold gewonnen haben. Durant siegte mit den USA 2012 in London, Anthony 2008 in Peking und ebenfalls 2012. (Bild: AP / James Nielsen)
KATIE LEDECKY. - Es könnten die Schwimmspiele des mittlerweile 19-jährigen Wunderkindes werden. 2012 war noch Katie Ledeckys Landsfrau Missy Franklin mit viermal Gold das Starlet im Becken. Doch nun könnte Ledecky in Rio die grosse Show abliefern. Bei der WM in Kasan bewies sie mit fünf Titeln ihr enormes Potenzial. «Sie schwimmt wie ein Mann», meinte der elfmalige Olympia-Medaillengewinner Ryan Lochte einmal fast ehrfürchtig. «Sie ist so stark im Wasser. Ich habe noch nie in meinem Leben eine Schwimmerin wie sie gesehen.» (Bild: AP / Matt Slocum)
MICHAEL PHELPS. - Kein anderer Sportler war bei Sommerspielen erfolgreicher als der heute 31-jährige US-Amerikaner. 18 Mal schwamm Michael Phelps zu Gold. In Rio will er seine einzigartige Rekordkarriere ausklingen lassen. «Im Stande zu sein, die Sache so zu Ende zu bringen, wie ich es möchte, ist mir ganz wichtig», beteuerte Phelps. Gerade einmal 15 Jahre alt war er, als er 2000 in Sydney über 200 m Delfin sein Olympia-Debüt gab und danach Triumph um Triumph feierte. Nach den Spielen 2012 in London erklärte Phelps seine Karriere für beendet und fiel in ein Loch - Alkoholfahrt und Entziehungskur inklusive. In Rio will er es noch einmal allen zeigen. (Bild: Keystone / Patrick B. Krämer)
SERENA WILLIAMS. - Die dominierende Tennisspielerin seit der Jahrtausendwende will auch in Rio doppelt zuschlagen. Die 34-jährige US-Amerikanerin hat nicht nur die Titelverteidigung im Einzel im Visier, sondern möchte mit ihrer Schwester Venus wie 2000, 2008 und 2012 auch im Doppel triumphieren. Anfang Juli stellte sie mit ihrem siebten Wimbledonsieg Steffi Grafs Rekord von 22 Grand-Slam-Titeln ein. (Bild: AP / Al Behrman)
NEYMAR. - Sein Wirbelbruch im Viertelfinal der Fussball-WM 2014 gegen Kolumbien traf Brasilien bis ins Mark. Ohne ihren Superstar erlebte die Seleção schliesslich im Halbfinal ein 1:7-Debakel im eigenen Land gegen den späteren Weltmeister Deutschland. «Wir werden alles tun, um dem brasilianischen Volk die Freude zurückzubringen», kündigte der Stürmer des FC Barcelona an. Gold wäre ein Stück Wiedergutmachung - und eine Premiere für Brasilien im olympischen Männer-Turnier. 2012 ging der Final gegen Mexiko 1:2 verloren. (Bild: AP / Eraldo Peres)
DIE GROSSEN ABWESENDEN. - Wie Roger Federer (links) und Stan Wawrinka verpassen beispielsweise... (Bild: Keystone / Jean-Christophe Bott)
... auch der fünffache Triathlon-Weltmeister Javier Gomez... (Bild: EPA / Eliseo Trigo)
... und der zweimalige Tour-de-France-Sieger Alberto Contador aus Spanien die Spiele verletzungsbedingt. (Bild: AP / Christophe Ena)
Berühmtester Abwesender in den Reihen der brasilianischen Gastgeber ist César Cielo. Der sechsmalige Weltmeister und Olympiasieger 2008 über 50 m Crawl scheiterte in der nationalen Qualifikation. (Bild: EPA / Larry W. Smith)
Im Team der US-Basketballer fehlen die Superstars Stephen Curry (Golden State Warriors, rechts)... (Bild: EPA / John G. Mabanglo)
... und LeBron James (rechts) vom amtierenden Champion Cleveland Cavaliers. (Bild: AP / Mark Duncan)
Ebenso am Zuckerhut nicht am Start sind die ersten vier der Golf-Weltrangliste: der Australier Jason Day (Bild), Dustin Johnson und Jordan Spieth aus den USA sowie der Nordire Rory McIlroy. (Bild: AP / Tony Gutierrez)
Beim Fussball-Turnier tritt Argentinien ohne Lionel Messi an ... (Bild: EPA / Andreu Dalmau)
... und Schweden muss auf Zlatan Ibrahimovic verzichten. Zudem fehlen bei Deutschland sämtliche Stammkräfte aus dem Weltmeisterteam von 2014 und bei Portugal die Europameister um Superstar Cristiano Ronaldo. (Bild: EPA / Jeremy Lempin)
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Die Superstars und die Abwesenden

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