Tennis
Sursees Frauenteam zieht sich aus der NLA zurück

Die NLA-Tennis-Interclub-Meisterschaft geht ohne Sursee über die Bühne. Es fehlt an eigenen Spielerinnen.

Theres Bühlmann
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Eine der verbliebenen Spielerinnen: Die 19-jährige Kristina Milenkovic.

Eine der verbliebenen Spielerinnen: Die 19-jährige Kristina Milenkovic.

Bild: Pius Amrein

Sursee wurde 2017 NLB-Interclub-Meister, schaffte 2018 als Aufsteiger in der ersten NLA-Saison mit dem zweitletzten Platz den Ligaerhalt, platzierte sich 2019 und 2020 auf dem letzten Rang. Da nur fünf Equipen teilnahmen (2019) und wegen der Coronakrise (2020), gab es keine Absteiger.

Im Fokus bei den Surentalerinnen standen die vereinseigenen Spielerinnen Kiara Cvetkovic (17) und Kristina Milenkovic (19), um ihnen die Möglichkeit zu geben, im Interclub gegen höher eingestufte Akteurinnen Erfahrungen zu sammeln. Ergänzt wurde das von Michael Birner trainierte Team jeweils mit Zuzügen. Im letzten Jahr waren dies die beiden Tschechinnen Brenda und Linda Fruhvirtova, Leonie Küng (Schaffhausen) als Nummer 1 sowie deren Schwester Lisa. Da nun Kiara Cvetkovic nicht mehr bei Sursee trainiert und nur noch Kristina Milenkovic zur Verfügung steht, hat sich der Verein entschlossen, die NLA-Mannschaft zurückzuziehen.

Es sei Sursees Bestreben, möglichst mit eigenen Akteurinnen solche Meisterschaften zu bestreiten, «aber im Moment erreichen wir unsere Vorgaben nicht», sagt Präsident Markus Niffeler. Die NLA-Heimspiele stiessen in Sursee auf viel Interesse. «Sie waren aber ein Kraftakt, und haben uns in der Saison rund 15000 Franken gekostet. Dies konnten wir nur stemmen, indem wir viele grosszügige Sponsoren gewinnen konnten», so der Präsident. An die tennisbegeisterten Freunde des Clubs gehe im Nachhinein ein grosses Dankeschön.

Ein Mitmachen in der NLB kam nicht in Frage, «weil auch dies mit grossem Aufwand verbunden ist», sagt er. «Und für ein NLC-Team haben wir zu wenig junge Spielerinnen, das dauert noch etwas.»