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Sutters Flirt hat ein Ende: Er bleibt Sportchef beim FC St.Gallen

Alain Sutter wird nicht Nationalmannschaftsmanager – und bleibt somit Sportchef des FC St.Gallen. Weshalb der 51-Jährige beim Verband nicht zum Handkuss kam, bleibt offen.
Ralf Streule
Alain Sutter kehrt dem FC St. Gallen nun doch nicht den Rücken. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone)

Alain Sutter kehrt dem FC St. Gallen nun doch nicht den Rücken. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone)

Alain Sutter, der Sportchef des FC St.Gallen, war nie weg. Und dennoch: Als der Club am Freitag bekannt gab, dass der 51-Jährige nun doch bei den Ostschweizern bleibt, wirkte es in der Aussenwahrnehmung wie eine Rückkehr. Sutter schien in den vergangenen Tagen der heisseste Kandidat für den neuen Posten des Nationalmannschaftsmanagers. Im FC St.Gallen schmiedete man bereits einen Plan B ohne Sutter, in Kreisen des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) gingen einige davon aus, dass der ehemalige Nationalspieler das Rennen machen würde.

Doch nun gehört Sutter zur langen Liste jener, die für den Posten gehandelt wurden, ihn aber nicht antreten. Kandidaten wie Christoph Spycher oder Andres Gerber hatten schon früh eine Absage erteilt, Peter Knäbel zog sich in den vergangenen Tagen ebenso zurück – offenbar aus eigenen Stücken. Bei Sutter hingegen bleibt die Frage nach dem Warum.

Hüppi: «Das Warum ist für mich nicht entscheidend»

Hat der St.Galler Sportchef dem SFV in letzter Minute eine Absage erteilt? Erhielt Sutter einen Korb? Am Donnerstag hatten Gespräche der Swiss Football League (SFL) mit den beiden übrig gebliebenen Kandidaten, Sutter und Pierluigi Tami, stattgefunden. Die Liga hatte die Aufgabe, ihren Wunschkandidaten zu portieren. Der SFV-Zentralvorstand will am Montag über diese Wahl befinden. Wurde Sutters Rückzug in diesen SFL-Gesprächen besiegelt?

Im Mediencommuniqué des FC St.Gallen äussert sich Sutter nicht – bereits zuvor hatte er sich zur Nationalmannschaftssache beharrlich und konsequent ausgeschwiegen. Und auch seitens SFV und SFL gab es am Freitag in diesen Fragen keine Antwort. Matthias Hüppi, Präsident des FC St.Gallen, sagt: «Weshalb Alain nicht in die Kränze kam, ist für mich nicht entscheidend. Die Hauptsache ist, dass wir uns wieder auf das konzentrieren können, auf das wir uns konzentrieren wollen.» Sprich: auf die neue Super-League-Saison.

Gewerweisst wird im Hintergrund, ob bei Sutters Nichtnomination Finanzielles mitgespielt haben könnte, ob man sich in anderen Rahmenbedingungen nicht einig wurde, ob vielleicht auch der FC St.Gallen ein Zünglein an der Waage gespielt haben könnte. Sutter hat in St.Gallen Vertrag bis 2021, was den Club ebenfalls zu einem Verhandlungspartner machte. Man habe Sutter nie gebremst im Wunsch, die Gespräche mit dem SFV zu führen, sagt Hüppi. Natürlich habe man beim Verband aber unmissverständlich deponiert, dass in St.Gallen ein sportliches Projekt bestehe, das noch nicht am Ziel sei. In den Verhandlungen habe der FC St.Gallen eine klare Position eingenommen. «Wir sind unserer Linie treu geblieben, haben stets offen kommuniziert.» Bedingungen seitens der Ostschweizer waren also da. Bedingungen, die der SFV nicht annehmen wollte? Zurückgepfiffen habe man Sutter keinesfalls, sagt Hüppi. Und Sutter selbst habe ja auch immer gewusst, dass die Weiterführung des «St.Galler Projekts eine hochinteressante Aufgabe» sei.

Sutter hat Arbeit in St.Gallen nicht vernachlässigt

Während Pierluigi Tami nun also zum Kronfavoriten für das Amt des Nationalteammanagers aufgestiegen ist, geht für Sutter in St.Gallen die schwierige Aufgabe weiter, ein Team zusammenzustellen, das in der Super League eine gute Figur macht. Offen sind vor allem noch Positionen im Mittelfeld und in der Defensive. Sutter hat seine Arbeit in St. Gallen in den vergangenen Tagen nicht vernachlässigt, das bescheinigen die Involvierten. «Wir sind froh, dass er bei uns bleibt», sagt Hüppi. Schliesslich wolle man im FC St. Gallen ja vor allem eines: «Kontinuität.»

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