Swiss Central scheitert sang- und klanglos im Cup-Viertelfinal

Nach einer ordentlichen ersten Halbzeit geht Swiss Central Basketball in der zweiten Halbzeit im Cup-Viertelfinal gegen Monthey unter.

Daniel Schriber
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Joel Wright von Swiss Central Basketball (links) gegen Noé Anabir.
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Den Korb im Visier: Harding Nana.
Laurynas Samenas mit einem Wurf.
Joel Wright mit einem Wurfversuch.
Michael Plüss versucht sich gegen seinen Gegenspieler durchzusetzen.
Harry Leucio
Ricky Price

Joel Wright von Swiss Central Basketball (links) gegen Noé Anabir. 

Bild: Pius Amrein (Luzern, 10. Januar 2020)

Die einzigen, die sich gestern auf Seiten von Swiss Central das Prädikat «gut» verdienten, waren anwesenden U13-Junioren, die ihre Mannschaft von der ersten bis zur letzten Minuten lautstark anfeuerten. Während es der Rest Halle den unermüdlichen Nachwuchsbasketballern zu Beginn noch gleicht tat, wurde es – je näher die Schlusssirene kam – immer stiller in der Maihofhalle. Es gab für die SCB-Anhänger schlicht und einfach nur sehr wenige Gründe zum Applaudieren.

Hektische Startphase

Dabei war doch eigentlich alles angerichtet für das Spiel des Jahres. Nach der knappen 89:95-Heimniederlage gegen Monthey von vergangener Woche, machten sich Swiss Central begründete Hoffnungen auf einen Cup-Coup gegen denselben Gegner. Entsprechend viel hatten sich Cheftrainer Danijel Eric und sein Team im Hinblick auf das Viertelfinalspiel vorgenommen.

Gebracht hats wenig. Dabei war das Spiel zu Beginn durchaus offen. Dies war jedoch nicht auf eine besonders starke Leistung des Heimteams, sondern vor allem auf den hektischen und fehlerhaften Start beider Mannschaften zurückzuführen. Verpasste Würfe, ungenaue Pässe, Schrittfehler: Die Zuschauer erhielten gestern wahrlich nicht viel für ihr Geld.

Offensiv zu harmlos

Spannend war die Partie in der ersten Halbzeit primär dank Joel Wright, der zwar wie schon in früheren Spielen durch seine wenig motivierende Körpersprache auffiel, der aber allein in der ersten Halbzeit 21 Punkte warf. Ein Wert, der nur selten erreicht wird. Was wie eine gute Nachricht klingt, ist in Tat und Wahrheit ein schlechtes Zeichen für den Rest des Teams. Mit Ausnahme von Wright, der es am Ende vor allem durch seine Einzelaktionen auf 29 Zähler brachte, wusste beim gestrigen Cup-Spiel kein anderer SCB-Spieler zu überzeugen. Ganz im Gegenteil: Das Ausländer-Trio Nana (4 Punkte), Samenas (6) und Price (8) brachte es zusammen auf gerademal 18 Punkte. Ein mehr als dürftiger Wert.

Auch in der Verteidigung vermochte Swiss Central nur phasenweise zu überzeugen. Zwar konnten mit Jankovic und Dunans die Topscorer die beiden Topscorer der vergangenen Woche gut kontrolliert werden – dafür fand die SCB-Abwehr dieses Mal kein Rezept gegen den US-Flügel Marvin Prochet (20 Punkte) sowie den quirligen Spielmacher Victor Desponds (14).

Frust bei Captain und Coach

«Wir haben es leider nicht geschafft, als Team aufzutreten», so ein frustrierter SCB-Coach Danijel Eric nach dem Spiel. Dies liege nicht zuletzt an der Vorbereitung, die aufgrund Verletzungsproblemen nicht optimal verlaufen sei. «Auch die beste Vorbereitung nützt nichts, wenn man nicht in der Lage ist, im entscheidenden Moment seine Bestleistung abzurufen», ergänzte der langjährige Captain Michael Plüss.

Danijel Eric und seinen Spielern bleibt nun weder Zeit zur Erholung noch zur Analyse der Cup-Pleite. Bereits am Sonntag steht das wichtige Auswärtsspiel beim Tabellenelften Nyon auf dem Programm. Sollte SCB beim Kampf um die Playoffs tatsächlich noch ein Wörtchen mitreden wollen, ist ein Sieg im Kellerduell Pflicht. Nach dem gestrigen Auftritt scheint ein Erfolg in Nyon mehr als unwahrscheinlich.

Swiss Central Basketball – BBC Monthey-Chablais 68:88 (36:43)
Schweizer Cup, Viertelfinal, Freitag, Maihof . – Zuschauer: 400

SCB: Nana 4, Mirza Ganic, Früh, Leucio 8, Price 10, Wright 29, Leucio 8, Mirnes Ganic 2, Plüss 7, Obim 2, Samenas 6. – Coach: Eric / Bär. – abwesend: Zoccoletti, Jusovic (beide verletzt).