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Swiss Olympic spricht Martin Grab schuldig – der Schwinger wird für zwei Jahre gesperrt

Antidoping Schweiz will Martin Grab für zwei Jahre sperren. Der Rothenturmer Schwinger könnte seinen Kranzfestsieg von Zug verlieren. Grab kann das Urteil noch anfechten.
Robert Betschart

Endlich ist klar, welche Strafe der Zentralschweizer Schwinger Martin Grab für den Dopingfall von 2018 erhält: Grab wird von Swiss Olympic für zwei Jahre gesperrt. Das könnte für den mittlerweile zurückgetretenen Spitzenschwinger zur Folge haben, dass er den Kranzfestsieg von Zug 2018 und den Kranz vom Schwyzer Kantonalen Schwingfest in Sattel verlieren dürfte. Diejenigen zwei Kranzfeste, die er nach dem positiven Dopingbefund von 2018 noch bestritten hatte.

Grab selbst dazu: „Ja, das könnte eine Konsequenz vom Urteil sein. Aber ich möchte betonen, dass das Urteil noch nicht rechtskräftig ist.» Weiter müsste Grab die Verfahrenskosten und die Kontroll- und Analysekosten übernehmen sowie eine Parteientschädigung an Antidoping Schweiz entrichten. Der Gesamtbetrag soll sich auf 6300 Franken belaufen.

Martin Grab beendete seine Karriere nach dem Schwyzer Schwing- und Älplerfest 2018 in Sattel. (Bild: Alexandra Wey/Keystone, 6. Mai 2018)

Martin Grab beendete seine Karriere nach dem Schwyzer Schwing- und Älplerfest 2018 in Sattel. (Bild: Alexandra Wey/Keystone, 6. Mai 2018)

Der 40-jährige Grab erklärt, dass er das Urteil bereits vor einigen Wochen erhielt, die Begründung dazu allerdings erst nach dem Eidgenössischen Schwingfest in Zug. Nun steht dem Rothenthurmer aus rechtlicher Sicht zu, die Begründung zu studieren und das Urteil innerhalb von 21 Tagen allenfalls noch anzufechten. «Ich werde mir die Zeit nehmen, die mir zusteht», so Grab. Das Urteil ist also zu diesem Zeitpunkt noch nicht rechtskräftig.

Urteil wird eventuell angefochten

Die zweijährige Sperre könnte ebenfalls zur Folge haben, dass Grab, sein Amt als Präsident des Schwingklubs Einsiedeln niederlegen müsste. Denn das Urteil betrifft einerseits den aktiven Schwingsport aber andererseits auch Funktionärspositionen. Grab dazu: «Ja es könnte sein, dass ich das Amt als Präsident des Schwingklub Einsiedeln während der Sperre nicht ausüben darf.» Auch gestern nach der Urteilsverkündung war sich Grab noch nicht sicher, ob er nach der 21-tägigen Frist gegen das Urteil noch Berufung einlegen wird oder nicht. «Wir nehmen uns nun die Zeit die Begründung zu studieren.»

Laut Alexander Wäfler, Mediensprecher von Swiss Olympic, seien die zwei Jahre das normale Strafmass für einen Ersttäter mit einer Substanz wie Tamoxifen, welche bei Martin Grab im Dopingtest vorgefunden wurde. Damit widerspricht er der Aussage von Grab gegenüber dem Regionaljournal, dass das Strafmass von zwei Jahren impliziere, dass Swiss Olympic davon ausgeht, dass Grab das Mittel unwillentlich zu sich genommen habe..

Zur Erinnerung: Bei Grab wurde 2018 anlässlich einer Dopingprobe das Medikament Tamoxifen nachgewiesen. Das Medikament wird eigentlich zur Behandlung von Brustkrebs verwendet, kann aber auch im Zusammenhang mit Doping konsumiert werden. Grab selbst beteuerte jedoch stets seine Unschuld und hat bis heute geschworen, er habe nicht wissentlich und willentlich gedopt

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