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T-SHIRT-AUSGABE: Männerstriptease im Frauenzelt

Meistens geht es gesittet zu und her im grossen Zelt der T-Shirt-Ausgabe. Doch keine Regel ohne Ausnahme: passiert im letzten Jahr – vor allem wetterbedingt.
Marlis Jungo
Eine gefragte Helferin: Gabriella Padula, Chefin T-Shirt-Ausgabe und Medaillen. (Bild: Nadia Schärli)

Eine gefragte Helferin: Gabriella Padula, Chefin T-Shirt-Ausgabe und Medaillen. (Bild: Nadia Schärli)

Gabriella Padula (66), Chefin T-Shirt-Ausgabe und Medaillen, muss noch immer schmunzeln: «Es regnete, es war kalt im vergangenen Jahr. Da frage ein Läufer, ob er sich im Zelt der T-Shirt-Ausgabe umziehen dürfe.» Es spreche nichts dagegen, so Gabriella Padula, mit dem Hinweis, dass keine der Helferinnen das Zelt verlassen würde. Und so nutzte in der Folge ein weiteres Dutzend Männer dieses Angebot. Und damit kamen die Frauen in den Genuss einer überraschenden Showeinlage. «Wir haben applaudiert und gepfiffen», blickt die Präsidentin des TV Stadt Luzern schmunzelnd zurück.

Zurück zum Stadtlauf 2017: Nach mehr als 30-jähriger Mitarbeit des Vereins am Stadtlauf läuft vieles automatisch ab. Gabriella Padula sieht seit drei Jahren zum Rechten. Sie hat die Nachfolge von Lisbeth Haufgarten angetreten, die als Präsidentin während 14 Jahren die Läuferschar mit Shirts in allen Grössen und Farben bediente. «Die Rekrutierung von Helfenden bereitet uns noch immer keine Schwierigkeiten.» Sie verteilt den Riegenchefinnen («bei uns sind alles Frauen») die Anmeldeformulare, auf denen die Helferinnen T-Shirt-Grösse und Wunschtermine für ihren Einsatz eintragen können. Dann wird der Schichtplan erstellt, und die Sache ist bereits gelaufen. Die 104 Aktiven des TV Stadt Luzern seien hilfsbereite Menschen. Rita Brönnimann beispielsweise mache seit über 40 Jahren mit. Am Vormittag bereiten sich die 40 Helferinnen auf den Ansturm der Läuferschar vor. Es werden Kisten ins Zelt getragen, deren Inhalt auf langen Tischen ausgebreitet und das Verpackungsmaterial ins Kleiderdepot-Zelt weitertransportiert. Dort dienen sie, an der Zeltwand gestapelt, als Schutz gegen Diebe. Unterstützung beim Schleppen erhalten die Turnverein-Frauen von drei Guuggerinnen.

«Der Stadtlauf ist der grösste Anlass, an dem wir mitarbeiten», sagt die ehemalige Bankerin. Sie berichtet begeistert von leuchtenden Kinderaugen, wenn diese mit grosser Freude das passende Kleidungsstück aussuchen. Bereichernde Begegnungen ergeben sich, wenn Behinderte über ihre Eindrücke am Lauf berichten. «Diese Zeit nehmen wir uns.» Das sei eine Belohnung nebst einem finanziellen Zustupf in die Vereinskasse. Dieser dient dazu, den Mitgliedern an der GV den Apéro und die Getränke zu offerieren. Und das wiederum ist Motivation genug, die Helferinnen im kommenden Jahr wieder zum Mitmachen zu bewegen.

Marlis Jungo

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