Tatjana von Allmen und Andreas Probst haben beim Pilatus Trail freie Bahn

Die Bernerin Tatjana von Allmen und der Aargauer Andreas Probst siegen beim Berglauf Pilatus Trail.

Jörg Greb
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Das Glück von Tatjana von Almen war schier greifbar. «Das ist erst mein zweiter Berglauf des Jahres und gleich kann ich mich als Siegerin feiern lassen.» Das Erfolgserlebnis kam für die Berner Oberländerin aus Steffisburg auf der einen Seite überraschend, auf der andern nicht. Der guten Form war sie sich bewusst. Trotzdem liess sich die 35-Jährige im Gegensatz zu allen anderen Favoritinnen in den zweiten Startblock einteilen – wegen Corona gab es insgesamt deren vier. Die Folge: Von Allmen hatte keinen Gegnerkontakt und war weitgehend auf sich alleine gestellt. Aber, so betonte sie: «Ich hatte freie Bahn und ich profitierte von zwei schnellen Männern, die vor mir als Ansporn dienten.»

Ihr Ziel war eine Zeit unter einer Stunde, ein anspruchsvolles Ziel für die 8,5 km mit den 930 Höhenmetern. Von Allmen reüssierte, indem sie nach 58:18 Minuten über die Ziellinie auf der Fräkmüntegg lief. Mit ihrer Marke entthronte sie die Schnellste von Block 1, Marcketa Maly aus Walchwil. Um 1:07 Minuten schneller war von Allmen.

Schneller Umsteiger

Andreas Probst im Ziel.

Andreas Probst im Ziel.

Manuela Jans-Koch (Luzern, 22. August 2020)

Und es zeigten sich Parallelen zwischen der Frauensiegerin und dem schnellsten Mann. Andreas Probst war das, und auch er lief, ohne sich je bedrängt fühlen zu müssen. Auch er freute sich über das Resultat, allerdings sagte er auch: «Ich war schon letztes Jahr hier und damals belegte ich mit der schier identischen Zeit Rang 3.» Daraus schloss er: «Die Konkurrenz war damals grösser.»

Als schnellster Innerschweizer klassierte sich Curdin Banzer aus Luzern auf Rang 3. Dies, nachdem er 2019 an 13. Position eingelaufen war. Seine alte Bestmarke unterbot der 32-Jährige um nicht weniger als 6:01 Minuten. Der Ruderer hatte sich während des Lockdowns einmal pro Woche mit Kollegen zum Trainingslauf auf ebendieser Pilaturs-Trail-Strecke getroffen. «Der Körper gewöhnt sich eben auch an ungewohnte Belastungen», bilanzierte er. Ob er sich künftig vermehrt an Bergläufen versuchen wird, lässt er offen.

Geplant gewesen war dieser zweite Pilatus Trail ursprünglich auf den 13. Juni. Corona machte einen Strich durch die Rechnung. Jetzt, gut zwei Monate später, zeigte sich trotz Schutzkonzept und daraus resultierenden Konsequenzen, die Richtigkeit des damaligen Verschiebungsentscheids. Rund 300 Läuferinnen und Läufer verschiedenster Leistungsklasse beteiligten sich.

Die Ranglisten finden Sie hier.