TENNIS: Federer: «Am meisten freue ich mich für Stan»

Was Roger Federer, Stan Wawrinka, Severin Lüthi, Ueli Maurer, René Stammbach und Vladimir Petkovic nach dem historischen Triumph sagen.

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Roger Federer nach dem Sieg gegen Richard Gasquet mit Tränen in den Augen. (Bild: Keystone)

Roger Federer nach dem Sieg gegen Richard Gasquet mit Tränen in den Augen. (Bild: Keystone)

Roger Federer: «Dieser Sieg ist fantastisch für das Publikum, die Fans, den Verband und das Schweizer Tennis. Besonders freut er mich für die Mannschaft und unsere Fans, die uns immer unterstützt haben. Am meisten freue ich mich aber für Stan. Das ist sein Sieg. Er hat in all den Jahren so viel gegeben für dieses Team.»

Stan Wawrinka: «Wir haben ein grossartiges Wochenende erlebt, nach einer nicht einfachen Woche. Wenn wir Probleme haben, dann reden wir miteinander. Vor dem Wochenende dachten die Leute, wir hätten eine Krise, aber wir sind immer ruhig geblieben. Bei den Franzosen war es genau umgekehrt. Roger hat unglaublich gespielt. Wir verstehen uns gut und sind glücklich, wenn wir zusammen spielen können.»

Severin Lüthi: «Ich bin so glücklich, ich kann meine Freude kaum fassen. Es ist einfach verrückt. Auch wenn Roger der ist, der er ist, war es für ihn nach der Verletzung nicht einfach. Ich habe ihm gesagt, er solle sich nicht auf den Sieg fokussieren, sondern Schritt für Schritt nehmen und konzentriert bleiben. Alles ist gut aufgegangen in diesem Jahr, auch wenn es nicht immer einfach war. Wir mussten für diesen Erfolg kämpfen.»

Bundesrat Ueli Maurer: «Das ist ein grossartiger Moment für den Schweizer Sport. Ich bin beeindruckt von den Emotionen, die der Davis Cup in der Öffentlichkeit ausgelöst hat. Alle fieberten mit diesem Team mit. Ich hoffe, dass die Freude und Energie nun genützt werden kann, um das Tennis in der Schweiz weiter zu fördern.»

Swiss-Tennis-Präsident René Stammbach: «Wir sind alle glücklich und erleichtert. Seit ich 2006 Präsident wurde, habe ich auf diesen Sieg hingearbeitet. Es bestand immer ein sehr guter Kontakt zwischen Verband und Spielern, der auf Vertrauen basierte. Ich habe zu Federer immer gesagt, es sei genauso wichtig, dass er die Nummer 1 der Welt sei und Grand-Slam-Turniere gewinne. Jetzt muss ich sagen: Das ist Bullshit! Der Sieg im Davis Cup ist unreplizierbar. Es gab keinen Moment, an dem ich nicht mehr daran geglaubt habe, auch wenn ich natürlich schon wusste, dass es altersmässig irgendwann knapp wird. Nach dem Abstieg 2010 (0:5-Niederlage in Kasachstan; d. Red.) habe ich zwei Stunden mit Federer gesprochen. Er sagte, der Zeitpunkt, da er für den Davis Cup da sei, werde kommen. Er hat sein Versprechen gehalten.»

Fussball-Nationalcoach Vladimir Petkovic: «Ihr habt ein historisches Kapitel in der Schweizer Sportgeschichte geschrieben! Ihr dürft sehr, sehr stolz sein auf eure Leistung und diesen Erfolg. Der Sieg im Davis Cup wurde möglich dank herausragenden Einzelsportlern wie Stan Wawrinka, der nicht nur im ersten Match wichtige Akzente setzte, und Roger Federer, der Rückenprobleme sowie Trainingsrückstand überwand und grossartig fightete. Aber es war und ist ein Sieg des Teams. Trainer, Mitspieler und Staff schufen die Rahmenbedingungen, ohne die ein solcher Erfolg trotz individueller Klasse der Top-Spieler kaum möglich gewesen wäre. In Lille herrschte Stimmung wie bei einem Fussball-Finalspiel, wobei die Schweizer Fans sich auf den Rängen genau so durchsetzten gegen die Franzosen wie die Spieler auf dem Platz.»

Stephan Lichtsteiner, Fussball-Internationaler (via Twitter): «Sensationelles SCHWEIZER Team. Kompliment an das ganze Team vorallem an Federer und Wawrinka! Wir sind stolz auf euch!»

Grenzenloser Jubel nach dem Gewinn der hässlichsten Salatschüssel der Welt. (Bild: Keystone)
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Empfang der Davis-Cup-Helden in einem Nebenraum im Stadion Pierre Mauroy von Lille. (Bild: Keystone)
Es gibt viel zu lachen: Stan Wawrinka (links) mit Roger Federer, beobachtet von Marco Chiudinelli (rechts) und Severin Lüthi. (Bild: Keystone)
Roger Federer (link) und Stan Wawrinka werden von den Fans empfangen. (Bild: Keystone)
"Riesig" sei dieser Triumph, meinte Roger Federer noch auf dem Platz. (Bild: Keystone)
Er hätte nochmals eine "unglaubliche Partie" gespielt, so Federer weiter. (Bild: Keystone)
Er fügte auch noch an, dass nicht alles optimal gelaufen sei. Aber bemerkt hat das ausser Perfektionist Federer gewiss niemand. (Bild: Keystone)
Severin Lüthi, Roger Federer, Marco Chiudinelli, Stanislas Wawrinka und Michael Lammer mit der Trophäe. (Bild: Keystone)
Das gesamte Team feiert den Triumph. (Bild: Keystone)
Roger Federer mit Tränen in den Augen. (Bild: Keystone)
Roger Federer macht mit den 3000 mitgereisten Fans die Welle (Bild: Keystone)
Roger Federer nach dem grandiosen Sieg gegen Gasquet am Boden, erster Gratulant ist Coach Severin Lüthi. (Bild: Keystone)
Gross die Freude bei Severin Lüthi und Roger Federer. (Bild: Keystone)
Bild: Keystone
Roger Federer geht nach seinem Sieg zu Boden. (Bild: Keystone)
Roger Federer berät sich mit seinem Team. (Bild: Keystone)
Federer auf Sand in Topform (Bild: Keystone)
27432 Zuschauer sind im Stadion. (Bild: Keystone)
Richard Gasquet (links) mit Captain Arnaud Clement. (Bild: Keystone)
Roger Federer in seinem Einzel gegen Richard Gasquet. (Bild: Keystone)
Ueli Maurer verfolgt die Partie von Roger Federer. (Bild: Keystone)
Roger Federer (ATP 2) gegen Richard Gasquet (ATP 24) (Bild: Keystone)
Roger Federer liess kein Break zu (Bild: Keystone)
Einmarsch des Schweizer Staffs ins Stadion. (Bild: Keystone)
Schweizer Fans verfolgen die Partie in Genf auf Grossleinwand. (Bild: Keystone)
Die französische Box: Coach Lionel Roux und die Spieler Julien Benneteau und Trainer Michael Llodra watch Switzerland. (Bild: Keystone)
Hopp Schweiz. (Bild: Keystone)
Rund 3000 Fans aus der Schweiz sind im Stadion. (Bild: Keystone)
27432 Zuschauer sind im Stadion. (Bild: Keystone)

Grenzenloser Jubel nach dem Gewinn der hässlichsten Salatschüssel der Welt. (Bild: Keystone)

Martina Hingis, ehemalige WTA-Nummer 1 (via Twitter): "Switzerland wins the Davis Cup!!! Gratulation an Roger & Stan.. Was für ein historischer Sieg.. Hopp Schwiiz!!!»