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TENNIS: Raphael Lustenbergers stille Promotion

Der Luzerner Raphael Lustenberger ist hinter Federer, Wawrinka, Laaksonen und Ehrat national die Nummer fünf. Und das ohne jeglichen Wettkampfeinsatz seit dem 3. September des letzten Jahres.
Frank Marti
Führt Seit 2007 das regionale Ranking an: Raphael Lustenberger. (Bild: pd (Luzern, 4. September 2017))

Führt Seit 2007 das regionale Ranking an: Raphael Lustenberger. (Bild: pd (Luzern, 4. September 2017))

Frank Marti

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Die neue nationale Tennis-Rangliste zeigt es in aller Schärfe: Der Regionalverband Tennis Zentralschweiz (TEZ) ist im Männerbereich weiter im Sinkflug. Gerade noch vier regionale Grössen haben in der 175 Namen umfassenden nationalen Spitze (N1 bis N4) Unterschlupf gefunden. Im Vergleich mit den 18 weiteren, grösstenteils kleineren Regionalverbänden und den elf Swiss Tennis Partner-Akademien schneidet Tennis Zentralschweiz (TEZ) unterdurchschnittlich ab. Rein arithmetisch müssten mindestens acht Spieler den N-Status vorweisen können. Noch düsterer sieht es beim Regionalverband Zug Tennis (ZT) aus, bei dem man in beiden Geschlechtern vergeblich nach N-Lizenzierten Ausschau hält.

Raphael Lustenberger, der seit Herbst 2007 ohne Unterbruch das regionale Zepter führt, ist in der abgelaufenen Klassierungsperiode Wundersames widerfahren. Die monatliche Konsultation des persönlichen Rankings liess es zwar erahnen. Doch der Vorstoss im Schweizer Ranking auf Platz fünf hinter Federer, Wawrinka, Laaksonen und Ehrat überrascht dennoch. Dass das beste Ranking des früheren Profis zudem ohne jeglichen Wettkampfeinsatz seit dem 3. September letzten Jahres (Leuchtenstadt Open) zustande kam, ist erstaunlich. Lustenberger dazu: «Offensichtlich verloren meine direkten Konkurrenten zu viele Matches und Punkte.»

Der Ausfall von Turnieren zeitigt fatale Folgen

Diese Tatsache sagt aber auch einiges über das schwache Leistungsvermögen der zweiten Schweizer Tennisgarde aus. Erster Verfolger von Lustenberger ist Adam Moundir, dessen Aktivitäten sich auf Einsätze für das Team der Old Dominion University in Norfolk (Virginia) beschränkten. Ohne einen Ball wettkampfmässig aufzuschlagen, konnte Martin Vacek den N3-Status halten. Der Cheftrainer des TC Horw wird im Übrigen im Interclub neu für Allmends NLB-Team spielen. Freude macht der erstmalige Aufstieg in die N-Klasse des U 16-Junioren Noah Lopez. Der gegenwärtig in Barcelona trainierende Ballwiler bereitet sich auf eine Profikarriere vor. Seine Bühne sind vorderhand vorwiegend ITF-Turniere.

Auf der Suche nach den Gründen dieser Abwärtsentwicklung rückt das Defizit an valablen N-Turnieren ins Spiel. Auf TEZ-Hoheitsgebiet ruhte in der jetzt ablaufenden Hallensaison der Turnierbetrieb praktisch vollständig. In Cham bot einzig der Suzuki-Grand-Prix Wettkampfgelegenheiten an. Aus wirtschaftlichen Gründen sahen sich viele Hallenbesitzer gezwungen, auf die Organisation von Turnieren zu verzichten und die Plätze kommerziell zu vergeben. Die Folge: Die wenigen regionalen Cracks, die nach Höherem streben, waren gezwungen, auswärts N-Turniere zu bestreiten.

Dass diesbezüglich Besserung nicht in Sicht ist, belegt ein Blick auf den Turnierkalender für die anbrechende Freiluftsaison: Neben dem von Raphael Lustenberger mit Allmend-Kollegen ins Leben gerufenen Leuchtenstadt Open, das Ende August/Anfang September den Saison-Höhepunkt bilden wird, bietet einzig das Ende dieses Monats auf Ruopigen ausgetragene Luzern Open N-Spielern eine Startgelegenheit. Lido stellt seine prächtige Anlage anfangs September für die 13. Auflage der ITF Luzern Junior Competition zur Verfügung. Der von Philip Horyna, Kiantki Thomas und Marco Keller organisierte Anlass wurde vom internationalen Verband jüngst mit der Grad-4-Etikette ausgezeichnet.

Negative Auswirkungen auf den Nationalliga-Interclub

Die stetig schrumpfende Anzahl an einheimischen N- und R1-Spielern wirkt sich auch auf den Interclub aus. Bei der Zusammensetzung der fünf Nationalligavertretungen der Männer sind die Klubs auf fremde Kräfte angewiesen. Allmends NLB-Mannschaft dürfte wieder auf die Dienste seiner langjährigen Verstärkungen aus dem süddeutschen Raum setzen. Der TC Zug, der seine NLB-Abordnung zurückgezogen hat und neu zwei NLC-Teams stellt, benötigt ebenso zusätzliches Personal. Meggen wird versuchen, den NLC-Status mit mehrheitlich eigenen Kräften zu halten. Ob der TC Luzern Lido, in den Jahren 2000 und 2001 unter Freddy Blatter noch stolzer Schweizer Intercub-Meister, seine drei 1.-Liga-Equipen mit klubeigenen Spielern allein vollwertig besetzen kann, wird sich erst noch weisen. (fm).

Männer Top 50

N1

In Klammern neue nationale Klassierung/Klassierungswert, Wohnort/Klub, bisherige Klassierung

1 Raphael Lustenberger (N1.5/14.313/Luzern/Allmend Luzern, N1.9)

N3

2 Adam Moundir (N3.36/12,747, Luzern/TC Meggen, N2.28)

3 Martin Vacek (N3.43/11.589, Kriens/TC Horw, N3.43)

N4

4 Noah Lopez (N4.143/10.562, Ballwil/TC Sursee, R1.153)

R1

In Klammern Swiss Tennis-Rangierung und Klub.

5 Marc Läuchli (174, Allmend Luzern)

6 David Limacher (206, Horw)

7 Manuel Bernhard (235, Meggen)

8 Andrin Züllig (237, Baar)

9 Yanis Moundir (249, Meggen)

10 Niclas Genovese (253, Zug)

11 Manuel Kropfreiter (291, Luzern Lido)

12 Claudio Christen (306, Allmend Luzern)

R2

13 Marco Geisseler (311, Sursee)

14 Stefan Hornbacher (345, Zug)

15 Vincent Knöss (358, Luzern Lido)

16 Christian Rehefeldt (390, Luzern Lido)

17 Jan Viol (415, Allmend Luzern)

18 Marcel Dörig (429, Sarnen)

19 Yaka Sokolaj (456, Allmend Luzern)

20 Timo Christen (471, Unterägeri)

21 Andrin Casanova (481, Weggis)

22 Christian Schäfer (499, Zug)

23 Bojan Bakovic (530, Allmend Zug)

24 Silvan Lustenberger (538, Sursee)

25 Harald Hahn (553, Zug)

26 Andreas Schläpfer (561, Horw)

27 Alain Biner (570, Horw)

28 Fabio Bärtschiger (617, Rothenburg)

R3

29 Raphael Senn (644, Zug)

30 Donat Auf Der Maur (655, Luzern Lido)

31 Philipp Gloggner (679, Luzern Lido)

32 Röbi Hess (694, Alpnach)

33 Lukas Schoenenberger (715, Horw)

34 Martin Arnet (745, Luzern Lido)

35 Thomas G. Brun (755, Risch)

36 Andreas Lindner (791, Zug)

37 Sandro Müller (801, Seedorf)

38 Mike Christen (813, Allmend Luzern)

39 Roger Erni (832, Allmend Luzern)

40 Eric Berset (852, Neuenkirch)

41 Sandro Jaray (853, Allmend Luzern)

42 Martin Osley (864, Luzern Lido)

43 Cyrill Enz (881, Allmend Luzern)

44 Jakob Bodziony (930, Luzern Lido)

45 Nico Gysi (957, Zug)

46 Gordon Van De Sande (982, Hünenberg)

47 Aaron Terranova (989, Buochs)

48 Meo Trinkler (998, Zug)

49 Sinan Kasap (1003, Meggen)

50 Ramon Senn (1007, Zug)

Frauen Top 50

N3

In den Klammern neue nationale Klassierung/Klassierungswert, Wohnort/Klub, bisherige Klassierung.

1 Jessica Crivelletto (N3.29/13.439, Sursee/Luzern Lido, N3.43)

2 Kristina Milenkovic (N3.32/13.331, Sursee/TC Sursee, N3.33)

3 Corina Mäder (N3.34/13.075, Eich/TC Zofingen, N3.39)

4 Tina Nadine Smith (N3.37/12.950, Meggen/Luzern Lido, N4.49)

5 Kiara Cvetkovic (N3.45/12.191, Geuensee/TC Sursee, N4.53)

N4

6 Karin Hechenberger (N4.52/12.031, Sarnen/TC Sursee, N4.56)

7 Chiara Volejnicek (N4.55/11.810, Gisikon/Luzern Lido, N4.52)

8 Michelle Lanz (N4.72/11.267, Luzern/Luzern Lido, R1.82)

R1

In den Klammern Swiss Tennis-Rangierung und Klub.

9 Sina Amrhein (81, Allmend Luzern)

10 Corinne Erni (85, Horw)

11 Nicole Riner (86, Allmend Luzern)

12 Sarah Schärer (97, Zug)

13 Tanja Grzan (98, Littau)

14 Sarah Radojevic (101, Zug)

15 Samira Giger (102, Luzern Lido)

16 Jeannine Riedo (104, Unterägeri)

17 Corina Christener (132, Sursee)

18 Florence Fischer (141, Horw)

19 Joëlle Lanz (142, Luzern Lido)

R2

20 Selina Kaufmann (193, Allmend Luzern)

21 Isabella Lynch (246, Engelberg)

22 Andrijana Markovic (248, Luzern Lido)

23 Medina Sahinagic (256, Luzern Lido)

24 Karin Hoppler (273, Kriens)

R3

25 Karin Amrhein (312, Küssnacht)

26 Sultana Mavric (325, Alpnach)

27 Vanessa Lindner (329, Zug)

28 Simon Katja Mohrbach (333, Allm. Zug)

29 Esmeralda Brunner (338, Meggen)

30 Sharon Franzo (339, Allmend Zug)

31 Alexandra Wimmer (349, Allmend Luzern)

32 Samira Marty (387, Macumba Ibach SZ)

33 Chantal Prêtre (394, Baar)

34 Nicole Leimgruber (395, Sempach)

35 Alisa Tahiraj (436, Sursee)

36 Conny Christen (471, Littau)

37 Fabienne Schurr (479, Luzern Lido)

38 Carole Julen (492, Allmend Luzern)

39 Tina Moser (508, Küssnacht)

40 Corinne Wicki (509, Ebikon Schindler)

41 Aleksandra Jovanovic (512, Littau)

42 Sarah Moundir (519, Meggen)

43 Siranee Egli (525, Meggen)

44 Doris Lötscher (534, Allmend Luzern)

45 Aurora Zurmühle (548, Sursee)

R4

46 Lisbeth Geisseler (564, Sempach)

47 Ursula Röösli (566, Allmend Luzern)

48 Jelena Dimitrijevic (573, Luzern Lido)

49 Tanja Grieder (574, Engelberg)

50 Angela Grämiger (590, Horw)

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