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TENNIS: Roger Federer träumt schon von Down Under

Roger Federer kann seine grandiose Saison nicht krönen. Trotzdem: Nach der Halbfinal-Niederlage bei den ATP-Finals in London will sich der Schweizer Superstar nicht allzu lange mit der Vergangenheit aufhalten.
Ulrike Weinrich (sid), London
Schaut angriffslustig auf die kommende Saison: Roger Federer. (Bild: Julian Finney/Getty (London, 18. November 2017))

Schaut angriffslustig auf die kommende Saison: Roger Federer. (Bild: Julian Finney/Getty (London, 18. November 2017))

Ulrike Weinrich (SID), London

sport@luzernerzeitung.ch

Auf Anna Wintour als Trostspenderin musste Roger Federer am Samstag in London verzichten. Die kultige Chefin der Modebibel «Vogue» war zwar im erweiterten Sinne in Sachen Tennis unterwegs, aber die Britin weilte am Wochenende bei der pompösen Hochzeit der ehemaligen Weltranglistenersten Serena Williams in New Orleans.

Ohne seinen Edelfan Wintour in der Box verpasste es der amtierende Australian-Open- und Wimbledon-Sieger Federer beim ATP-Finale, seine grandiose Comeback-Saison mit Titel Nummer acht zu krönen. «Es ist schon enttäuschend, das Jahr jetzt so zu beenden. Aber alles, was heute passiert ist, erscheint weniger wichtig, wenn ich die gesamte Saison betrachte, mit der ich extrem glücklich bin», sagte Federer nach dem 6:2, 3:6, 4:6 im Halbfinal der inoffiziellen WM gegen David Goffin.

Der vierfache Vater Federer wollte sich nicht allzu lange mit Vergangenem aufhalten und blickte schon wieder angriffslustig in die Zukunft. «Ich kann es kaum erwarten, nach Australien zurückzukommen», verriet der 36-Jährige mit Blick auf den Start in Down Under und sagte über 2018: «Ich möchte annähernd an die Erfolge von dieser Saison herankommen, aber das wird nicht einfach.» Zumal die Langzeitverletzten Novak Djokovic, Andy Murray, der sich von seinem Trainer Ivan Lendl trennte, und Stan Wawrinka zurückkommen.

Ferien bis Anfang Dezember

Bereits am 30. Dezember beginnt für Federer in Perth die neue Runde mit dem Hopman-Cup an der Seite von Belinda Bencic. Erstes Highlight sind dann die Australian Open (ab 15. Januar), in die der Baselbieter als Titelverteidiger startet. Auf die Federers warten nach dem London-K.-o. jetzt aber erst einmal Ferien. «Ich werde zwei Wochen frei machen. Das brauche ich, aber das brauchen auch meine Frau und meine Kinder. Das ist die wertvollste Zeit für uns alle», sagte der 19-fache Grand-Slam-Rekordsieger.

Anfang Dezember geht dann für Federer das Training in Dubai wieder los. Seine Vorbereitung wird diesmal allerdings wesentlich kürzer sein als die vergangene. 2016 hatte er nur bis Anfang Juli gespielt und sein Tennisjahr danach aus Verletzungsgründen (Knie, Rücken) vorzeitig beendet. Die lange Auszeit bekam Federer aber prächtig. Der globale Superstar spielte 2017 seine beste Saison seit Jahren und beendete seine viereinhalbjährige Durst­strecke ohne Grand-Slam-Titel. Neben den Majors in Melbourne und Wimbledon holte er sich fünf weitere Turniersiege und gewann insgesamt 52 seiner 57 Matches. Die Quote von 91 Prozent gewonnenen Spielen sind eine Marke, die er in seiner Karriere nur in den Jahren seiner grössten Dominanz (und bevor Nadal auf der ATP-Tour Fuss fasste) von 2004 bis 2006 erreichte. Herausragend ist auch die Bilanz gegen Spieler aus den Top Ten: 14 Siege, nur 2 Niederlagen (gegen Alexander Zverev im Final von Montreal und gegen Goffin).

Federer und Nadal dominieren

Seit Januar erlebte der Tennissport dank der wiedererstarkten Federer und Rafael Nadal (31), der jetzt 16 Grand-Slam-Titel auf seinem Konto hat, eine Renaissance. «Rafa und ich haben wahrscheinlich beide selber nicht daran geglaubt, solch eine Saison zu spielen», meinte Federer, die Nummer zwei im Ranking hinter dem spanischen Branchenführer Nadal. Erstmals seit sieben Jahren teilten der Schweizer und der Spanier sämtliche vier Grand-Slam-Coups untereinander auf. «Hier sind wir – Roger und ich!», sagte Nadal nach seinem US-Open-Triumph.

Auch «Vogue»-Chefin Anna Wintour ist verzückt von der Entwicklung. «Alle nennen sich Roger-Fans, ich betrachte mich als Groupie», schrieb die Modepäpstin jüngst in einer Kolumne. So ganz scheint der grosse Roger aber nicht nach der Pfeife der 68-Jährigen zu tanzen: «Ich würde immer wieder gerne mit ihm über Tennis diskutieren. Aber Roger will mehr über Mode sprechen», verriet Wintour.

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