Australian Open

Roger Federer und Jim Courier beim Platzinterview – das ist Comedy pur

Nach seinem erstklassigen Sieg gegen Berdych gibt Roger Federer noch ein erstklassiges Platzinterview obendrauf. Federers Interviews mit Jim Courier sind längst legendär. Hier sind seine besten Aussagen nach dem Viertelfinal gegen den Tschechen.

Claudio De Rosa
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Nach einer Analyse des eigenen Spiels stellte Courier Federer die Frage, wie er sich heute im Vergleich zu vor einem Jahr fühlt: «Ich habe es lieber, wie es dieses Jahr ist. Dieses Jahr wache ich auf und laufe normal herum. Letztes Jahr wachte ich morgens auf und dachte mir: Oh Gott, mein Rücken, meine Beine, mein Fuss... Alles schmerzte.»

Weiter wollte Jim Courier wissen, wie es sich für Federer anfühlt, wenn er an einem Grand-Slam Turnier teilnimmt, da er schon alle gewonnen hat. Sein Schuh zeigt auch die Zahl der Siege, die er am Australian Open bereits erreichen konnte: «Eigentlich ist die Zahl mit dem Symbol auf dem Schuh, weil es uns nicht erlaubt ist, die Trophäe abzubilden. Aber die Leute mögen es – vielleicht ist es sogar besser als eine Trophäe.»

Darauf fragte ihn Courier, wie sehr er ins Fashionprogramm seines Ausrüsters miteinbezogen wird und Federer meinte lachend: «Ich bin sehr glücklich, dass du das Design auch magst. Es ist wichtig für meinen Schlaf heute Nacht, wenn ich weiss, dass Jim meinen Look gutheisst!»

Zur Frage wann man Federer, wie sein Rivale Nadal, ärmellos sehen wird, antwortete er: «Das wird nicht geschehen! Weil meine Arme halt nicht so sind wie seine – es ist ziemlich einfach. Aber ich liebe seinen Look. Aber als ich diese Caprihosen mal testete... alle dachten: Spielt der jetzt damit?? Da wusste ich, dass das nichts für mich ist.»

Danach kam Courier zu einem seriöseren Thema. Als er ihn nach Rafael Nadals tragischem Ausscheiden nach seiner Verletzung fragte, sagte er: «Ich habe Rafa gestern spät noch geschrieben. Es ist nicht schön einen Freund so sehen zu müssen. Ich wünsche ihm eine gute Besserung. Aber ich bin glücklich, dass die Verletzung nicht schlimm ist.»

Darauf sprach Courier Federer auf die neuen Namen an, die in diesem Turnier weit voranschreiten. Genau der Südkoreaner Chung ist der Gegner des Schweizers im Halbfinal: «Ich habe noch nie gegen Chung oder Edmund gespielt. Aber wir brauchen neue Namen! Es ist sehr beeindruckend wie es die beiden geschafft haben nach vorne zu kommen. Die Bewegungen von Chung sind auch sehr beeindruckend, auch wenn ich ihn noch nicht oft gesehen habe.»

Abschliessend meinte Roger Federer: «Ich freue mich sehr auf den Halbfinal – ich habe nichts zu verlieren!»