Absage

Verlängerte Sommerferien: Federer macht wieder Pause und steht in Toronto nicht am Start

Roger Federer nimmt sich eine längere Pause: Er wird vom 4. bis 12. August in Toronto nicht am Start sein. Am Turnier in Wimbledon (2. bis 15. Juli) war Federer zuletzt im Einsatz. Dort scheiterte er im Viertelfinal am späteren Finalteilnehmer Kevin Anderson. Zurückkehren dürfte er vom 13. bis 19. August in Cincinnati.

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Gönnt sich eine Pause. Roger Federer steht in Toronto nicht am Start.

Gönnt sich eine Pause. Roger Federer steht in Toronto nicht am Start.

KEYSTONE/EPA AELTC/AELTC/FLORIAN EISELE

Roger Federer kehrt nicht wie erwartet ab dem 6. August in Toronto auf die ATP Tour zurück, sondern voraussichtlich erst eine Woche später in Cincinnati. Federer gönnt sich damit nach seinem überraschenden Viertelfinal-Aus in Wimbledon eine etwas längere Sommerpause. «Es tue ihm leid, denn er habe immer gerne in Kanada gespielt», teilte der Basler, der am 8. August seinen 37. Geburtstag feiert, in einem Communiqué mit. «Aber die Planung ist der Schlüssel für meinen langfristigen Erfolg.»

Federer hat zwar in diesem Jahr wie Rafael Nadal erst sieben Turniere bestritten, war auf Rasen nach seiner fast dreimonatigen Pause aber sehr engagiert. Als einziger der Spitzenspieler absolvierte der Schweizer drei Turniere. Vor einem Jahr erreichte er in Kanada, damals in Montreal, den Final und verliert nun durch den Verzicht in der Weltrangliste 600 Punkte.

Hier konnte Roger Federer zum bisher letzten Mal einen Sieg bejubeln

Es läuft bei Roger Federer: Auch im Spiel gegen Adrian Mannarino gab er keinen Satz ab. Nun steht er im Viertelfinal.
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Roger Federer lässt sich von seinen Fans nach dem Sieg feiern.
Wie eigentlich immer: Der Gegner (heute Adrian Mannarino) gratuliert Roger Federer zum Sieg.
Wimbledon 2018: Roger Federer vs Adrian Mannarino
6:0, 7:5, 6:4 hiess das klare Verdikt zum Schluss. Nun steht Roger Federer ohne Satzverlust im Viertelfinal von Wimbledon.
Stilistisch einwandfrei: Roger Federer schlägt einen Smash im Rückwärtsfallen.
Adrian Mannarino stand zu oft auf verlorenem Posten und streckte sich vergebens.
Roger Federer im Vergleich kam an jeden noch so gut platzierten Ball heran.
Stilstudie von Roger Federers Vorhand.
Nach lockerem Beginn (6:0) kam auch Federer etwas ins Schwitzen. Je ein Break reichte ihm aber zum klaren Dreisatz-Sieg.
Adrian Mannarino hatte Roger Federer nicht viel entgegenzusetzen.
Ein Rückhand-Return von Roger Federer.
Trotz klarem Dreisatz-Sieg musste Roger Federer während des Spiels auch mal sein Shirt wechseln.
Auch mit dem Aufschlag konnte Roger Federer mal um mal gegen Adrian Mannarino punkten.
Perfektes Timing: Roger Federer überzeugte mit seiner Beinarbeit, sodass er immer rechtzeitig an die Bälle herankam.
Mit einem weiteren Aufschlag in den Viertelfinal: Roger Federer.

Es läuft bei Roger Federer: Auch im Spiel gegen Adrian Mannarino gab er keinen Satz ab. Nun steht er im Viertelfinal.

Tim Ireland

Allerdings verletzte er sich 2017 bei der Niederlage gegen Alexander Zverev am Rücken und musste in der Folge für das zweite Masters-1000-Turnier im nordamerikanischen Sommer in Cincinnati Forfait erklären. Auch die Vorbereitung auf das US Open wurde durch die Rückenprobleme beeinträchtigt.

Nun dürfte Federer vom 13. bis 19. August in Cincinnati zurückkehren. Beim Event im Bundesstaat Ohio ist Federer mit sieben Titeln der Rekordsieger. In Kanada hat er hingegen nur zweimal, 2004 und 2006, triumphiert. Es macht deshalb Sinn, die Priorität auf das Turnier in Cincinnati zu legen.

Verpasste Chance

In der Weltrangliste verpasst Federer die Chance, Punkte auf den führenden Nadal gutzumachen. Den zweiten Platz sollte aber bis zum US Open kaum in Gefahr geraten. Trotz deutlich weniger gespielten Turnieren als die Konkurrenz führen Nadal und Federer das Jahresranking an.

Der Verzicht auf Toronto erfolgt auch mit Blick auf die weiteren Einsätze Federers in diesem Sommer. Nach dem US Open, das am 27. August beginnt, wird er vom 21. bis 23. September auch am zum zweiten Mal und diesmal in Chicago ausgetragenen Laver Cup am Start sein, den er mitinitiiert hat.