Trainer der Zentralschweizer Basketballer: «Theoretisch sind die Playoffs noch möglich»

Nach der enttäuschenden Vorrunde hofft Danijel Eric, Trainer von Swiss Central Basketball, auf eine Trendwende. Wir haben mit ihm gesprochen.

Interview: Daniel Schriber
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Swiss Central Basketball Trainer Danijel Eric.

Swiss Central Basketball Trainer Danijel Eric.

Philipp Schmidli

Herr Eric, Swiss Central Basketball steht mit einem Sieg aus 12 Spielen am Tabellenende der NLA. Wie lautet Ihr Zwischenfazit nach der Vorrunde?

Danijel Eric: Diese Bilanz ist für mich und das Team enttäuschend. Wir haben uns zu Beginn der Saison einiges mehr vorgenommen.

Vor der Saison haben Sie von den Playoffs gesprochen. Dieses Ziel liegt in weiter Ferne. Wie kam es so weit?

Wir hatten in dieser Saison sehr viel Pech. Das fing an mit US-Center Randy Phillips, der auf dieser Schlüsselposition nicht zu überzeugen vermochte und uns in der Zwischenzeit verlassen hat. Und es ging weiter mit zahlreichen Verletzungen von Schlüsselspielern.

Ist das Kader nicht breit genug, um den einen oder anderen Ausfall kompensieren zu können?

Das muss man so sagen, doch das war uns schon vor der Saison bewusst. Von Playoffs oder ähnlichen Zielen können wir nur dann reden, wenn wir komplett auftreten können. Das war in dieser Spielzeit kaum der Fall. Besonders in der Verteidigung und bei den Rebounds fehlt uns die dringend nötige Konstanz. Je mehr Spieler fehlen, desto mehr müssen wir improvisieren.

Was meinen Sie damit ­konkret?

In den vergangenen zwei Monaten mussten unsere U20-Spieler enorm viel Verantwortung übernehmen. Einerseits profitieren die jungen Spieler natürlich von der Spielpraxis, andererseits fehlt ihnen verständlicherweise die nötige Erfahrung, um zuverlässig auf hohen Niveau mitspielen zu können. Auch deshalb, weil die NLA aus meiner Sicht dieses Jahr stärker ist als noch die Saisons zuvor.

Heisst das, Sie haben das Saisonziel, die Playoffs, bereits abgeschrieben?

Theoretisch sind die Playoffs noch immer möglich. Aber nach der durchzogenen Vorrunde wird es natürlich sehr schwierig, tatsächlich noch einen Platz unter den ersten acht Teams zu erreichen. Aufgeben werden wir deshalb trotzdem nicht.

In den kommenden Tagen treffen Sie gleich zweimal zu Hause auf Monthey – zuerst in der Meisterschaft, danach im Viertelfinal des Schweizer Cup. Wie schätzen Sie diesen Gegner ein?

Der Schweizer Meister von 2017 verfügt auch dieses Jahr über ein starkes Team. Monthey spielt mit vier ausländischen und weiteren Schweizer Profis. Nominell sind sie uns damit klar überlegen. Dass wir vor Heimpublikum spielen können, spricht hingegen für uns. Versprechen kann ich, dass mein Team nach der Festtagspause topmotiviert in die Halle zurückkehren wird.

Hinweis: Basketball, NLA-Männer. Samstag. 16.00: Swiss Central – Monthey-Chablais (Maihofhalle).

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Chancen- und Ideenlos: Swiss Central verliert das letzte Spiel des Jahres gegen die Starwings mit 60:84. Während Ricky Price in der 25. Minute verletzt ausscheidet, wird der Litauer Laurynas Samenas in der 29. Minute nach zwei technischen Fouls disqualifiziert.
Daniel Schriber