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Kommentar

Thomas Häberli geht seinen Weg mit der Mannschaft des FC Luzern

Thomas Häberli ist seit fünf Monaten Cheftrainer beim FC Luzern. Nachdem der Seetaler in den letzten 15 Spielen der vergangenen Rückrunde mit der Mannschaft den Ligaerhalt und dann Platz 5 schaffte, mit einem denkwürdigen 4:0 über Meister YB bis in die Vorschlussrunde des Cups kam, stellen sich dem 45-Jährigen nun neue Herausforderungen.
Daniel Wyrsch
Daniel Wyrsch

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Häberli hat sich längst darauf vorbereitet, hat in verschiedenen Bereichen Veränderungen vorgenommen. Dass er kein Verwalter ist, der den Weg des geringsten Widerstands geht, hat er bei der Captainfrage bewiesen. Statt weiter auf Christian Schneuwly zu setzen, der das Amt in der letzten Saison vom Langzeitverletzten Claudio Lustenberger übernommen hatte, übergab der Coach die Captainbinde Pascal Schürpf. Der 30-jährige Basler ist ein Profi, der enorm viel mitbringt: Er zählt im Team zu den Stimmungsmachern, nimmt sich zudem den Neuzugängen an, um diese zu integrieren. Sportlich hat der Linksaussen in den letzten zwei Jahren zu den besten Luzerner Torschützen und Assistgebern gehört. Zudem gilt Schürpf als sehr fleissig und er ist ein sogenanntes Mentalitätsmonster. Es kann für ihn und Luzern schlecht laufen, aber er fightet um jeden Ball, so lange er im Spiel ist.

Häberli liebt diese Aufopferungsbereitschaft. Er ist ein überlegter Trainer, er weiss aus eigener Erfahrung, was es braucht, um ein Team und die einzelnen Spieler weiterzubringen. Talent haben alle auf diesem Niveau. Auf was es dann noch ankommt, ist der eiserner Wille, um unbedingt weiterzukommen. Den bringt Schürpf mit. Häberli setzt auf das Vorbild Schürpf. Sportchef Remo Meyer verlängerte mit ihm bis 2022.

Auf der Torhüterposition hat Häberli seine Ideen ebenfalls umgesetzt. Mit Marius Müller hat er anstelle des FCL-Urgesteins David Zibung einen modernen, sehr gut ausgebildeten Keeper von RB Leipzig mit Erfahrung aus der 2. Bundesliga in Kaiserslautern bekommen. Häberli verzichtete auf das Experiment mit den noch unreifen Simon Enzler und Loïc Jacot plus Notanker Zibung an deren Seite.

Für den frei gewordenen Platz des letzte Saison ausgefallenen Tomi Juric hat er mit dem zentralen Angreifer Francesco Margiotta einen überdurchschnittlichen Super-League-Spieler erhalten. Aufgabe des Trainers wird es sein, den Italiener zu integrieren, damit der bei Juventus Turin ausgebildete Margiotta alles aus sich herausholt.

Für den schnellen Rechtsaussen Ruben Vargas, der für mindestens 3 Millionen Franken zu Augsburg wechselte, wird bald ein Ersatz mit flinken Beinen in Luzern unterschreiben. Wie verschiedene Quellen berichten, soll es sich um einen Senegalesen handeln. Danach werden die FCL-Transferaktivitäten aller Voraussicht nach abgeschlossen sein.

Häberli hat jetzt schon ein Team, das eher einen stärkeren Eindruck macht als in der Vorsaison. Einzig Vargas dürfte vermisst werden. Häberli hat zudem den Staff verstärkt. Michael Müller, Ex-Leiter Fitness und Leistungsdiagnostik beim FC Basel, ist neu im 50-Prozent-Pensum angestellt. Der neue Talentmanager Claudio Lustenberger arbeitet eng mit Häberli zusammen. Kompetente, erfahrene Mitarbeiter bringen einzelne Spieler und das Team weiter. Bleibt der Verwaltungsrat ruhig, ist der FCL auf einem guten Weg. Dann können die Herausforderungen kommen.

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