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Interview

Thomas Tumler schafft Riesen-Überraschung: «Eine unglaubliche Geschichte»

Als erster Schweizer nach sieben Jahren fährt Thomas Tumler im Weltcup-Riesenslalom aufs Podest. Der Bündner überrascht mit seinem 3. Platz in Beaver Creek alle – auch sich selber.
Mit der Nummer 48 zur Sensation: Thomas Tumler (Bild: KEYSTONE/FR37383 AP/NATHAN BILOW)

Mit der Nummer 48 zur Sensation: Thomas Tumler (Bild: KEYSTONE/FR37383 AP/NATHAN BILOW)

(sda)

Thomas Tumler, Platz drei im Weltcup-Riesenslalom in Beaver Creek. Eine unglaubliche Geschichte.

«Das kann man so sagen. Ich kann noch gar nicht richtig glauben, was da passiert ist. Mit einem guten zweiten Lauf, hatte ich gedacht, dass es vielleicht für eine Klassierung unter den ersten fünfzehn reicht. Dass es nun so ausgegangen ist, ist unbeschreiblich.»

Wann haben Sie erstmals daran gedacht, dass es in der Rangliste weit nach vorne gehen kann?

«Als die letzten fünfzehn Fahrer noch oben waren, als einer nach dem anderen relativ viel Zeit verlor und die Piste immer schlechter wurde, hatte ich gedacht, dass es sich für einen Top-Ten-Platz ausgehen könnte. Irgendwann standen dann nur noch fünf oben - und dann ist es halt passiert. Unglaublich.»

Hier in Beaver Creek fühlen Sie sich besonders wohl. Hier hatten Sie mit zwölften Rängen im Super-G in der letzten Saison und vor drei Jahren Ihre bis dahin zweitbesten Resultate im Weltcup erreicht. Weshalb mögen Sie diesen Berg so?

«Mir liegt das Gelände. Ich mag es, wenn es steil ist. Dazu bin ich heute mit ziemlich viel Frust gefahren nach dem schlechten Abschneiden am Samstag im Super-G. Ich hatte deshalb gedacht, dass das eh nichts wird im Riesenslalom.»

Und dann ist es ziemlich viel geworden. Ein fast schon historisches Resultat.

«Wir haben soeben darüber diskutiert, dass der letzte Podestplatz eines Schweizers, der Sieg von Carlo (Janka) in Kranjska Gora, schon fast acht Jahre zurücklag.»

Es war also Zeit, dass es wieder einmal klappt?

«Ja. Aber ich hätte nicht gedacht, dass ich derjenige bin, dem das gelingt. Das ist einfach unglaublich. Wir haben einen Loïc (Meillard) oder den zur Zeit leider verletzten Justin (Murisier) in der Mannschaft. Beide sind dem Podium schon sehr nahe gekommen.»

Der Podestplatz ist auch Lohn dafür, dass Sie nie aufgegeben haben.

«Das stimmt, ja. Das ist die Belohnung dafür, dass ich den Willen hatte dranzubleiben. Ich habe aber viel ans Aufhören gedacht, vor allem dann, wenn ich wieder verletzt war oder es nicht so lief, wie ich es mir vorgestellt hatte.»

Was hat Sie bei Gedanken an den Rücktritt bewogen weiterzumachen?

«Da gibt es viele Faktoren. Da ist einmal meine Familie, da ist meine Freundin. Da sind aber auch unsere Trainer und die Kollegen. Sie alle haben mich motiviert weiterzumachen.»

Motivierend werden in den letzten Tagen auch die Ergebnisse von Mauro Caviezel gewesen sein, mit dem Sie das Zimmer teilen.

«Ganz bestimmt. Ich dachte, dass ich so ein Bild von der 'Birds of Prey' mit dem Adler (Preis für die ersten drei der Rennen in Beaver Creek) auch haben möchte, und dass mir Mauro ja eines geben könnte, denn er hatte ja zwei. Dass ich jetzt auch eins habe und mir das selber erkämpft habe, ist cool.»

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