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Tomi Juric ist ein Thema beim FC Sion

Während Stürmer Tomi Juric Luzern in Richtung Sion verlassen könnte, rechnet FCL-Trainer René Weiler in der Rückrunde weiter mit Mittelfeldspieler Valeriane Gvilia. Im Moment gilt Weilers Fokus dem Heimspiel gegen St. Gallen (Sonntag, 16 Uhr).
Daniel Wyrsch
Es sieht nach Abschied aus: FCL-Stürmer Tomi Juric. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 23. September 2017))

Es sieht nach Abschied aus: FCL-Stürmer Tomi Juric. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 23. September 2017))

Der FC Sion hat gemäss Informationen unserer Zeitung, die Fühler nach FCL-Stürmer Tomi Juric (27) ausgestreckt. Im nächsten Sommer ist der australische Nationalspieler ablösefrei, der Vertrag mit Luzern läuft dann aus. Offenbar wollen die Walliser Juric aber bereits in der Winterpause holen. Sion-Trainer Murat Yakin sucht eine durchschlagskräftige Sturmspitze, der beste Torschütze der Sittener ist der zentrale Mittelfeldspieler Pajtim Kasami (5 Treffer).

Tomi Juric ist in der laufenden Saison wegen Verletzungen nur zu sieben Pflichtspieleinsätzen bei den Profis gekommen; in den 294 Spielminuten erzielte er 1 Tor im Cup (das 2:0 gegen Chiasso) und gab 1 Assist in der Liga. Insgesamt hat der australisch-kroatische Doppelbürger in 63 Ligaspielen für den FC Luzern 15 Tore und 11 Assists erzielt.

Wahrscheinlich keine hohe Transfersumme für Juric

Juric war im Sommer 2016 ablösefrei vom niederländischen Ehrendivisionär Roda Kerkrade zum FCL gekommen. Im Januar 2017 hätte er ein Angebot vom englischen Zweitligisten Reading gehabt, die Briten hätten 2,5 Millionen Franken für den 1,91 Meter grossen Sturmtank geboten. Juric wollte in Luzern bleiben. Sollte er nach dem letzten Vorrundenmatch vom Sonntag (16 Uhr) in der Swisspor-Arena gegen St. Gallen wechseln, kann der FCL allerdings nicht mit einer Millionensumme rechnen. Ein Spieler seiner Klasse im letzten Vertragshalbjahr bringt wohl höchstens einige hunderttausend Franken Ablöse.

FCL-Coach René Weiler wollte sich kurz vor dem Ende der Hinrunde nicht über mögliche Transfers äussern. Weiler verneinte, bisher etwas vom Interesse des FC Sion an Juric zu wissen. Ob er den Aussie, der gestern mit der Mannschaft trainiert hat, in der Winterpause bei einem entsprechenden Angebot abgeben würde, wollte er nicht verraten.

Rund 238'000 Franken dank WM-Teilnehmer Juric

Luzern hat mit Juric in diesem Jahr immerhin schon rund 238 000 Franken verdient. So hoch war die Fifa-Entschädigung für die WM-Teilnahme des FCL-Profis mit Australien in Russland.

Anschliessend wäre Juric in der Sommer-Transferperiode beinahe beim FC Basel gelandet. Der frühere Serienmeister wollte ihn zuerst verpflichten, liess Juric zum Medizin-Check antraben, bevor FCB-Sportchef Marco Streller dem enttäuschten Spieler absagte. Gemäss Juric war nicht eine Verletzung oder seine Physis der Grund für die Absage.

Weiler hat Juric und Gvilia nicht abgeschrieben

Obwohl es im Fall von Juric stark nach einem Abschied riecht, möchte Weiler nicht vorgreifen. «Sportchef Remo Meyer hat ein gewichtiges Wort mitzureden, vor dem letzten Vorrundenspiel gegen St. Gallen möchte ich nicht über Transfers reden. Bestimmt will ich nicht vorgreifen, was mit unserem Stürmer Tomi Juric in der Winterpause passiert.»

Obwohl der «Blick» am Donnerstag berichtet hat, dass die Zeichen bei Mittelfeldspieler Valeriane «Vako» Gvilia (24) auf Abschied stehen und den FCL-Trainer mit wenig schmeichelhaften Aussagen über den georgischen Nationalspieler zitierte, sagt Weiler zu unserer Zeitung klipp und klar: «Ich kann nicht bestätigen, dass Gvilia vor dem Abgang steht. Jeder Fussballer, der nicht oft spielt, ist unzufrieden mit seiner Situation. In der aktuellen Konstellation haben wir viele Spieler im Mittelfeldzentrum, und ich habe auf andere gesetzt.» Er habe nicht das Gefühl, dass Gvilia auf dem Abstellgleis sei. Und: «Er muss uns nicht verlassen.» Tönt eher danach, dass der Coach sich vorstellen könnte, spätestens im Frühling wieder vermehrt auf die Dienste des in seinen ersten Luzerner Monaten positiv aufgefallenen Georgiers zu setzen.

Rodriguez springt wohl ab

Fortschicken will Weiler auch Francisco Rodriguez (23) nicht. Doch beim feinen Techniker stehen die Zeichen überdeutlich auf Abschied: Nur zwei Teileinsätze am Anfang der Saison hatte der Bruder von Nationalspieler Ricardo Rodriguez in der Liga unter Weiler. Dieser bestätigt: «Bei einem anderen Verein Spielpraxis zu holen, wäre für einen jungen Spieler wie Cico sinnvoller.»

Der Coach will nichts davon wissen, dass der 22-jährige Stürmer Blessing Eleke mit seinen 7 Saisontoren der einzige Neuzugang ist, der eine Verstärkung darstellt. «Das kann ich so nicht sagen, die Zusammenstellung einer Mannschaft ist komplexer», erklärt Weiler. Am Montag ziehen er und Sportchef Meyer Bilanz der Vorrunde. Dann wird es kritische Fragen geben. Zum Beispiel zu Tsiy William Ndenge (21), der seit seiner Ankunft in Luzern Ende August aus Verletzungsgründen nie gespielt hat.

Klökler ersetzt Silberbauer als Co-Trainer

Konkret beantwortet der Luzern-Trainer die Frage nach dem Nachfolger von Michael Silberbauer (er wechselt per Januar als Cheftrainer zum Pacific FC aus Vancouver Island in die kanadische Premier League). René Weiler: «Manuel Klökler wird unser neuer Assistenztrainer.» Mit dem 44-jährigen Konstanzer hatte Weiler schon beim 1. FC Nürnberg, FC Aarau und FC Schaffhausen zusammengearbeitet. Aus familiären Gründen ging er im Sommer 2016 nicht mit Weiler zum RSC Anderlecht nach Belgien. «Er kennt den Schweizer Fussball sehr gut, ist der ideale Mann für uns», sagt Weiler über seinen langjährigen Assistenten.

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