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Torhüter Enzler hat beim FCL wenig Kredit – Häberli: «Auf der Goalieposition wird etwas passieren»

Der FC Luzern startet in die Vorbereitung zur neuen Saison. Nach einem Leihjahr beim SC Kriens trainiert Torhüter Simon Enzler (21) wieder mit. Doch Trainer Thomas Häberli will eine starke neue Nummer 1.
Daniel Wyrsch

Beim Trainingsstart ist klar: Die Goaliefrage wird den FCL in den nächsten Wochen weiter beschäftigen. U17-Weltmeister Benjamin Siegrist (27, derzeit bei Dundee United), den der «Blick» in Luzern ins Gespräch gebracht hat, war zum Vorbereitungsauftakt nicht anwesend. Der fast zwei Meter grosse Baselbieter wird hier kaum zu einem ernsthaften Thema. Dafür ist der frühere U21-Keeper Simon Enzler (21) nach einer für ihn erfolgreichen Leihsaison beim SC Kriens auf die Trainingsanlagen der Allmend zurückgekehrt.

Torhüter Simon Enzler (rechts neben Daniel Follonier) zeichnet sich durch ein gutes und präzises Spiel mit den Füssen aus. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 17. Juni 2019))

Torhüter Simon Enzler (rechts neben Daniel Follonier) zeichnet sich durch ein gutes und präzises Spiel mit den Füssen aus. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 17. Juni 2019))

Enzler zeigte in einem internen Trainingsspiel, dass er die Pässe mit den Füssen zentimetergenau auf die Vorderleute spielen kann. Doch der junge Zuger hat sich trotz guten Leistungen in der Challenge League offensichtlich noch keine stabile Position in der Hierarchie beim grossen Krienser Nachbarn erarbeiten können. Wenn man mit FCL-Trainer Thomas Häberli über Enzler spricht, wird klar, dass sich dieser zuerst beweisen muss. «Ich freue mich auf Simon, ich finde es schön, haben wir mit ihm verlängert. Jetzt schauen wir, was die beste Lösung für ihn ist.»

Vielleicht wird Enzler wieder ausgeliehen

Häberli erklärt, dass es immer zwei Komponenten gebe, die zu beachten sind. «Es gibt den FCL und es gibt die Entwicklung des Spielers, diese müssen zusammenpassen. Simon wird zeigen, wie gut er ist. Dann wird man sehen, ob es Sinn mit ihm macht oder nicht.» Möglich sei, dass Enzler wie in der letzten Saison wieder ausgeliehen wird. Offenbar würden ihn die Krienser gerne mindestens eine weitere Saison als Rückhalt im Tor haben.

Heisst das im Umkehrschluss, dass FCL-Urgestein David Zibung (35) unter Häberli erneut zum Handkuss für die Nummer 1 kommt? Der nach drei Wochen Ferien ausgeruhte Coach redet nicht um den heissen Brei herum, sondern spricht wohltuend Klartext: «Wir haben kommuniziert, dass wir bei den Goalies etwas machen werden. Ich will eine klare Rollenverteilung.» Später verdeutlicht Häberli: «Auf der Goalieposition wird etwas passieren.»

Der Trainer sagt, dass Zibung in der vergangenen Saison dem Team geholfen habe, als er ins Tor zurückgekehrt war. «Doch jetzt müssen wir besser planen.» Zibung sei eine Persönlichkeit von altem Schlag, die jeder Mannschaft guttue. «Am Schluss muss er Leistung bringen, er muss spielfähig sein», so Häberli. Das sei er noch, «darum ist er Torhüter bei Luzern».

Plötzlich taucht Custodio in der Swisspor-Arena auf

Wie erwartet nicht anwesend waren am Montag die Mittelfeldspieler Olivier Custodio (24) und Francisco Rodriguez (23), sie werden aller Voraussicht nach zum FC Lugano wechseln. «Die Tendenz deutet bei beiden Profis zum Wechsel nach Lugano», bestätigt Häberli. Custodio tauchte dann plötzlich doch noch auf in der Swisspor-Arena. Häberli: «Olivier war am Knie verletzt, er spielte Ende der letzten Saison mit Schmerzen. In Lausanne muss er sich am Mittwoch behandeln lassen.»

Den umgekehrten Weg von Lugano nach Luzern dürfte der Stürmer Salah Aziz Binous (18) gehen. Er ist allerdings noch nicht im Training mit den Luzernern. Für die Übertritte von Custodio, Rodriguez und Binous sind noch immer Verhandlungen nötig.

Diese Woche haben folgende Luzerner A- und U-Nationalspieler noch Ferien: Otar Kakabadse, Idriz Voca, Shkelqim Demhasaj, Silvan Sidler, Ruben Vargas und Darian Males. Dafür trainieren die Jungprofis Marco Burch und Lars Karrer.

Grippekranker Eleke muss noch passen

Krank gemeldet ist Stürmer Blessing Eleke. Gemäss dem Klub ist der 23-jährige Nigerianer seit Sonntag in der Schweiz. Doch er muss zuerst von einer Grippe genesen, bevor er mittrainieren kann. Nach der Winterpause war Eleke einige Tage länger in seiner Heimat geblieben, weil er angeblich an einem Hochzeitsfest eingeladen war. Diesmal ist Eleke von Teambetreuer Dante Carecci am Flughafen Zürich abgeholt worden. Im FCL-Training mit dabei war zum Auftakt dagegen Mittelfeldmann Marvin Schulz, der wie Eleke und Vargas das Interesse von anderen Vereinen geweckt hat.

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