Fussball
Trainer Bruno Berner schaltet das Team des SC Kriens auf Jagdmodus

Nichts Neues auf dem Krienser Kleinfeld: Der SCK muss heute (18.15) gegen Schaffhausen dringend punkten.

Turi Bucher
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Der Krienser Helios Sessolo (links) im Zweikampf mit dem Servettien Gael Ondoua.

Der Krienser Helios Sessolo (links) im Zweikampf mit dem Servettien Gael Ondoua.

Marc Schumacher/Freshfocus (Kriens, 14. April 2021)

«Wir sind geflogen. Mehr konnte ich von uns gegen diesen Gegner nicht verlangen», sagte Kriens-Trainer Bruno Berner nach dem 2:3-Cup-Drama vom Mittwoch gegen Servette. «Wir sind gegen eines der besten Teams der Schweiz zweimal verdient in Führung gegangen.» Und Offensivspieler Helios Sessolo, seit Januar in Kriens, meinte: «Jeder von uns ist über seine Grenzen hinausgegangen.»

Seit Donnerstagmorgen und zwei Trainings hat der SC Kriens den Cup-Krimi hinter sich gelassen, konzentriert sich wieder auf den schwierigen Abstiegskampf in der Challenge League. Heute (18.15) kommt Schaffhausen ins Kleinfeld.

Mehr kann von Kriens also nicht verlangt werden? Na, dann aber wenigstens gleich viel, das wäre heute schon eine beträchtliche Menge an Intensität und Fussballspass. «Ja», sagt Berner, «diese gute Energie aus dem Servette-Spiel müssen wir mitnehmen. Ich will jetzt nicht mehr Tiefenanalyse betreiben. Jetzt wollen wir nur unsere Stärken hervorheben. Ich habe meinen Spielern schon vor dem Spiel gegen Servette gesagt, dass ich keine Lust mehr auf gute Spiele ohne Punkte habe und auf Ausrutscher der Konkurrenz zu hoffen.»

Kriens hat zuletzt in Schaffhausen 0:2 verloren

Sondern? «Wir haben», erklärt Berner die Marschroute, «jetzt auf Jagdmodus geschaltet. Wir machen Jagd auf die Punkte, ohne die Defensive zu vernachlässigen.» Und Sessolo ergänzt:

«Es ist Zeit, dass wir uns Siege holen. Nach dem Match gegen Servette sind wir in der Garderobe zum Schluss gekommen, dass wir jetzt den Druck ablegen, genauso frisch im Kopf wie gegen Servette spielen wollen, genauso frech nach vorne. Und uns mit Punkten belohnen.»

Kriens hatte Anfang März in Schaffhausen 0:2 verloren. Seither hat die Mannschaft von Murat Yakin in fünf Spielen nur noch einen Punkt geholt. «Wir waren Aufbaugegner für GC, wir waren Aufbaugegner für Thun, als diese vier Spiele hintereinander nicht gewinnen konnten und dann gegen uns siegten. Das soll sich gegen Schaffhausen nicht wiederholen», so Berner. Kriens hat in den drei Partien nach der 1:2-Niederlage gegen die Grasshoppers nicht mehr verloren (ein Sieg/zwei Unentschieden).

Dem SCK fehlen heute der gesperrte Ransford Selasi sowie der verletzte Enes Yesilçayir. Angeschlagen und deshalb fraglich sind Izer Aliu, Patric Luan und Burim Kukeli.

Was die Konkurrenz macht, ist für Berner irrelevant

Helios Sessolo kennt den heutigen Kriens-Gegner bestens, spielte die letzten drei Jahre für den FC Schaffhausen. In der letzten Vorrunde war Sessolo unter Trainer Yakin plötzlich nicht mehr erste Wahl, nicht einmal mehr zweite Wahl. Ihm wurde sogar die Teilnahme am Mannschaftstraining verweigert. Dies, obwohl Sessolo zuvor zu den besten Torschützen und Assistgebern in Schaffhausen gezählt hatte.

Kriens weiss heute schon vor dem Anpfiff, wie die Konkurrenz im Abstiegskampf gepunktet hat. Chiasso, Neuchâtel Xamax und Wil haben schon am Freitagabend gespielt (siehe Seite 37). Ein Vorteil für die Berner-Equipe? Der Trainer kommentiert das mit einem Wort: «Irrelevant.»

Hinweis
Das Spiel Kriens – Schaffhausen wird im Livestream der Swiss Football League übertragen: www.sfl.ch/challengeleague/matchcenter