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Nach missglücktem Saisonstart gegen den FCSG: Basel trennt sich von Trainer Raphael Wicky

Die 1:2-Niederlage zum Saisonauftakt gegen den FC St.Gallen und die nicht überzeugenden Leistungen in den Vorbereitungsspielen und in der Champions-League-Qualifikation haben in Basel ein Nachspiel: Trainer Raphael Wicky muss das Feld per sofort räumen. Interimistisch übernimmt U18-Trainer Alex Frei.
Christa Kamm-Sager

(sda) Nun also doch. Zwei Pflichtspiele reichten beim FCB aus, ehe es rumpelte, sich die Vertrauensbekundungen der vorangegangen Tage als nichtig herausstellten. Weil die Basler Führung ein grosses Ziel, das Erreichen eines europäischen Wettbewerbs, bereits schwinden sah, zog er mit der Freistellung von Raphael Wicky die Reissleine.

Die Basler reagierten auf den missglückten Saisonstart mit einer 1:2-Heimniederlage im Meisterschaftsauftakt gegen St.Gallen und einem 1:2 im Hinspiel der Champions-League-Qualifikation bei PAOK Saloniki. Eine Rolle spielten auch die schlechten Resultate in den Vorbereitungsspielen. Vor dem Saisonstart hatte es gegen Aarau ein 1:4 und gegen Feyenoord Rotterdam ein 0:5 abgesetzt.

"Die Leistungen der ersten Mannschaft seit dem Trainings- und Saisonbeginn mit fünf Niederlagen in Serie entsprachen nicht den Erwartungen der sportlichen Leitung", schrieb der Verein in einer Medienmitteilung. Konsequenzen seien deshalb unumgänglich geworden. Sportchef Marco Streller, der Wicky nahesteht und dem der Entscheid gewiss nicht leicht fiel, nahm aber auch das Team in die Pflicht: "Wir erwarten jetzt von der Mannschaft eine positive Reaktion und einen starken Siegeswillen, damit wir unsere Ziele für diese Saison erreichen."

Tatsächlich hinkte der Klub unter Wicky den Erwartungen mit Ausnahme der Sternstunden in der Champions League schon länger hinterher. Nach zuvor acht Meistertiteln in Folge wurde der FCB in der vergangenen Saison in der Super League von den Young Boys um 15 Punkte distanziert. Wie gross Wickys Anteil am Basler Sinkflug ist, wird sich indes erst weisen. Gleichzeitig mit Wicky hatten vor einem Jahr im Zuge eines grossen Umbruchs Präsident Bernhard Burgener und Sportchef Streller das Erbe von Bernhard Heusler und Georg Heitz angetreten und eine radikalen Kursänderung eingeschlagen. Das sportliche Risiko der an sich lobenswerten "Verbaslerisierung" kann nicht Wicky angelastet werden.

Alex Frei soll das Ruder herumreissen

Interimistisch wird die Mannschaft zumindest am Samstag im Meisterschaftsspiel auswärts gegen Neuchâtel Xamax von U18-Trainer Alex Frei, einem ehemaligen Nationalmannschaftskollegen Wickys, geführt. Assistiert wird Frei von Marco Schällibaum, der 1999 bereits einmal interimsmässig FCB-Coach war.

Ob es auch das Duo Frei/Schällibaum ist, das den FC Basel nach dem 1:2 in Griechenland noch ins europäische Geschäft führen soll, ist offen. Frei leite die Geschicke so lange, "bis die Nachfolge von Wicky geklärt ist", liess der Klub wissen. Das Rückspiel gegen Saloniki steht am nächsten Mittwoch im Programm.

Wicky war auf die letzte Saison hin von der U21-Mannschaft des FCB zum Chefcoach befördert worden. Es war die erste Trainerstation des 41-jährigen Wallisers und ehemaligen Nationalspielers auf Profistufe. Mit dem Vorstoss in die Achtelfinals der Champions League zeigte er, dass er ein guter Trainer sein kann. Der Aufstieg von den Junioren zu dem im Umbruch steckenden Fanionteam war aber eben doch ein grosser.

Die Trainer des FC Basel seit 1990

  1. Alex Frei (SUI) Juli 2018 - ?
  2. Raphael Wicky (SUI) Juli 2017 - Juli 2018
  3. Urs Fischer (SUI) 2015 - 2017
  4. Paulo Sousa (POR) 2014 - 2015
  5. Murat Yakin (SUI) 2012 - 2014
  6. Heiko Vogel (GER) 2011 - 2012
  7. Thorsten Fink (GER) 2009 - 2011
  8. Christian Gross (SUI) 1999 - 2009
  9. Marco Schällibaum (SUI) 1999 (interimistisch)
  10. Guy Mathez (SUI) 1998 - 1999
  11. Jörg Berger (GER) 1997
  12. Heinz Hermann/Salvatore Andracchio (SUI/ITA) 1997 (interimistisch)
  13. Karl Engel (SUI) 1995 - 1997
  14. Oldrich Svab (CZE) 1995 (interimistisch)
  15. Claude "Didi" Andrey (SUI) 1993 - 1995
  16. Friedel Rausch (GER) 1992 - 1993
  17. Karl Odermatt/Bruno Rahmen (SUI) 1992 (interimistisch)
  18. Ernst August Künnecke (GER) 1990 - 1992

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