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Tränen statt Meistertitel: Brühl unterliegt im Playoff-Final

Die Frauen des LC Brühl verlieren das entscheidende Playoff-Finalspiel gegen Spono Nottwil 21:25. Die St. Gallerinnen erreichen zu keinem Zeitpunkt der Auswärtspartie ihr Top-Niveau.
Ives Bruggmann, Nottwil
Der Titel ist weg: Grosse Enttäuschung bei den Brühlerinnen nach der verlorenen Finalissima in Nottwil. (Bild: Dominik Wunderli)

Der Titel ist weg: Grosse Enttäuschung bei den Brühlerinnen nach der verlorenen Finalissima in Nottwil. (Bild: Dominik Wunderli)

Die Siegerinnen stemmten in der Platzmitte den Meisterpokal in die Höhe, während die Verliererinnen vom Platzrand aus mit leeren Blicken zuschauten. Mit der Silbermedaille um den Hals zogen sich die Brühlerinnen schnell wieder in die Garderobe zurück. Die St. Gallerinnen wollten den Meisterinnen nicht beim Jubeln zusehen.

Die Spono Eagles sind Schweizer Meister. | Bild: Marc Schumacher / Freshfocus (Nottwil, 22. Mai 2018)
Spono Eagles sind Schweizermeister! | Bild: Marc Schumacher / Freshfocus (Nottwil, 22. Mai 2018)
Mit Champagner wird der fünfte Titel in der Vereinsgeschichte gefeiert. | Bild: Marc Schumacher / Freshfocus (Nottwil, 22. Mai 2018)
Die Spielerinnen von Spono Eagles rennen nach dem Sieg aufs Feld. | Bild: Dominik Wunderli (Nottwil, 22. Mai 2018)
Die Spielerinnen von Spono Eagles rennen nach dem Sieg aufs Feld. | Bild: Dominik Wunderli (Nottwil, 22. Mai 2018)
Spono-Trainer Urs Mühlethaler gratuliert seinen Spielerinnen kurz vor dem Schlusspfiff. | Bild: Dominik Wunderli (Nottwil, 22. Mai 2018)
Brühls Yarima Altherr (Mitte) kann sich gegen die Nottwilerinnen Lisa Frey (links) und Ivana Ljubas durchsetzen. | Bild: Dominik Wunderli (Nottwil, 22. Mai 2018)



Patrizia Ramseier feuert das Publikum an. | Bild: Dominik Wunderli (Nottwil, 22. Mai 2018)


Sponos Ivana Ljubas (rechts) gegen die Mauer von Brühl. | Bild: Marc Schumacher / Freshfocus (Nottwil, 22. Mai 2018)
Spono-Topskorerin Neli Irman (rechts) versucht Brühl-Torhüterin Sladana Dokovic zu bezwingen.
Sponos Xenia Hodel setzt sich gegen die St. Gallerinnen Zerin Oezcelik und Martina Goricanec durch. | Bild: Marc Schumacher / Freshfocus (Nottwil, 22. Mai 2018)
Brühls Marina Schlachter (rechts) kommt gegen Xenia Hodel zu spät. | Bild: Marc Schumacher / Freshfocus (Nottwil, 22. Mai 2018)
Sponos Lisa Frey wehrt sich gegen die St. Gallerinnen Laura Spatz (links) und Laura Oberli | Bild: Marc Schumacher / Freshfocus (Nottwil, 22. Mai 2018)
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Brühler Handballerinnen unterliegen Spono Nottwil im Finale

In der Finalissima waren es einfach zu viele Faktoren, die gegen den Gast aus Brühl sprachen. Vor allem der verschlafene Start in die zweite Halbzeit war am Ende ausschlaggebend, dass sich Spono Nottwil durchsetzen konnte. In knapp fünf Minuten erzielten die Innerschweizerinnen fünf Tore. Die St. Gallerinnen produzierten in dieser Phase zu viele technische Fehler, sodass Spono Gegenstoss um Gegenstoss fahren konnte. Für Brühls Trainer Werner Bösch waren es die Details, die gegen sein Team entschieden. «Es sind die Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen.» Man habe sicherlich zu viele 100-prozentige Tormöglichkeiten ausgelassen. Ansonsten sei die Leistung keinesfalls schlecht gewesen, so Bösch.

Rote Karte gegen Ljubas

In der 38. Minute keimte für Brühl nochmals Hoffnung auf. Die bis dahin bärenstarke Nottwilerin Ivana Ljubas kassierte ihre dritte Zwei-Minute-Strafe, was gleichbedeutend war mit dem Restausschluss. Die St. Gallerinnen fanden aber den Rhythmus nicht mehr. Auch die in der ersten Halbzeit überragende Torhüterin Sladana Dokovic konnte ihrer Equipe im zweiten Abschnitt nicht helfen. Es verstrichen 15 Minuten ohne Parade der Brühler Nationalspielerin. Und vorne scheiterten die Gäste aus der Ostschweiz entweder an ihren Nerven oder am in der zweiten Hälfte starken Rückhalt Sponos: Tamara Aegerter wehrte 45 Prozent aller Würfe ab.

Weil die Brühlerinnen den Anschluss nie mehr ganz schafften, stieg die Stimmung bei den 750 Zuschauern in Nottwil minütlich. Spätestens nach dem 25:20 durch die beste Spono-Spielerin Lisa Frey in der 58. Minute war die Partie entschieden.

«Ein anderes Ende gewünscht»

Bösch war «enttäuscht, aber stolz auf mein Team». Über die ganze Saison sei Nottwil die bessere Equipe gewesen. Er hätte gerne einen erfolgreicheren Abschluss gehabt. «Aber der Sport ist ehrlich und kein Wunschkonzert.»

Ganz anders die Gefühlslage beim Meistertrainer Urs Mühlethaler: «Es macht mich stolz, wie das Team die Rote Karte gegen Ljubas weggesteckt hat.» Das sei genau die Einstellung gewesen, die es brauchte. Zudem hätten seine Spielerinnen im zweiten Abschnitt mehr erfolgreiche Tempo-Gegenstösse lanciert. «Hinten waren wir stark», so ein stolzer Mühlethaler. Und während die Feier bei den einen erst los ging, befanden sich die anderen bereits auf dem Heimweg.

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