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Tristes Wochenende für den EVZ

Nach der Niederlage gegen Davos verliert der EV Zug auch in Lausanne – 2:4 lautet das Verdikt. Trainer Dan Tangnes ärgert sich nicht nur über sein Team, sondern auch über die Schiedsrichter.
Sven Aregger, Lausanne
Lausannes Dustin Jeffrey (links) erzielt das 2:0, EVZ-Goalie Tobias Stephan ist geschlagen. (Bild: Pascal Muller/Freshfocus (Lausanne, 30. September))

Lausannes Dustin Jeffrey (links) erzielt das 2:0, EVZ-Goalie Tobias Stephan ist geschlagen. (Bild: Pascal Muller/Freshfocus (Lausanne, 30. September))

Der Lausanne HC spielt in dieser Saison in Prilly noch in einer provisorischen Eishalle. Gleich nebenan befindet sich die Baustelle, wo bis 2019 die neue Arena entsteht – ein Stadion, das der Sportstadt würdig sein soll. Immerhin ist hier der Sitz des Internationalen Olympischen Komitees. Spätestens 2019 soll für den Lausanne HC auch eine neue Zeitrechnung beginnen, er will dann zu den Titelkandidaten gehören. Unter dem schwerreichen amerikanischen Besitzer Ken Stickney investiert der Klub schon jetzt viel Geld in Zuzüge, im kommenden Jahr wechselt auch der Goalie Tobias Stephan in die Romandie. Derzeit ist Stephan noch Angestellter des EV Zug, gestern traf er beim Gastspiel auf seinen künftigen Arbeitgeber.

An Stephan lag es nicht, dass die Zuger in der Westschweiz als Verlierer vom Eis gehen mussten. Der 34-Jährige zeigte einige starke Paraden, und bei allen vier Gegentoren war er machtlos. Die Lausanner Verantwortlichen werden das mit Interesse registriert haben. Das Problem war aber aus Zuger Sicht, dass Stephans Vorderleute ihren Job weniger seriös erledigten. Der EVZ präsentierte sich gerade in der Verteidigung fehleranfällig, sowohl beim zweiten als auch beim dritten Gegentor machte die Abwehr keine gute Falle. «Wir können mit unserem Auftritt nicht zufrieden sein, wir haben zu viele schlechte Entscheide getroffen», monierte Trainer Dan Tangnes. «Mit und ohne Puck agierten wir zu langsam.» Und Stephan meinte: «Wir haben zu viele Konter zugelassen, solche Turnovers müssen wir auf ein Minimum reduzieren.»

Stephan reklamiert Goaliebehinderung

Lausanne spielte über weite Strecken schnelles, gradliniges Eishockey – so, wie eigentlich der EV Zug auftreten will. Doch er kam in dieser Partie nicht richtig auf Touren, er musste immer einem Rückstand hinterherlaufen. Die Tore von Captain Raphael Diaz zum 1:2 und von Garrett Roe zum 2:4 waren letztlich nichts mehr als Resultatkosmetik. Das Aufbäumen am Ende der Partie kam zu spät.

Die Zentralschweizer haderten auch mit Entscheiden der Schiedsrichter. Bei Lausannes viertem Tor reklamierte Stephan eine Goaliebehinderung. «Ich wurde mit einem Stock weggedrückt.» Trainer Tangnes ärgerte sich derweil darüber, dass ein vermeintlicher Zuger Treffer zum zwischenzeitlichen 2:4 nicht gegeben wurde. Lausannes Torhüter Sandro Zurkirchen hatte die Scheibe unter dem Schoner begraben. Wischte er sie ins Tor? «Ich denke, sie war drin. Aber vielleicht hatten die Schiedsrichter bei der Videokonsultation die besseren Bilder», sagte Tangnes.

So blieb es also bei der zweiten Niederlage in dieser Saison, am Freitag hatte Zug mit 1:2 gegen Davos verloren. «Es war ein unschönes Wochenende», resümierte Tangnes. Am Dienstag empfängt der EVZ die ZSC Lions, nach dem Playoff-Aus in der letzten Saison hat er mit den Zürchern noch eine Rechnung offen. Tangnes sagte: «Wenn wir diese Partie gewinnen wollen, müssen wir viel besser spielen.»

Lausanne - Zug 4:2 (1:0, 1:1, 2:1)
6226 Zuschauer. - SR Eichmann/Fonselius, Borga/Rebetez. - Tore: 17. Kenins (Herren, Junland/Ausschluss Alatalo) 1:0. 30. Jeffrey (Herren) 2:0. 37. Diaz 2:1. 41. (40:57) Herren (Jeffrey) 3:1. 47. Junland (Jeffrey, Benjamin Antonietti) 4:1. 51. Roe (Alatalo) 4:2. - Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Lausanne, 5mal 2 Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Vermin; Roe.
Lausanne: Zurkirchen; Junland, Grossmann; Genazzi, Lindbohm; Nodari, Frick; Trutmann, Borlat; Kenins, Jeffrey, Herren; Vermin, Mitchell, Bertschy; Simic, Froidevaux, Zangger; Traber, Benjamin Antonietti, Leone.
Zug: Stephan; Stadler, Diaz; Thiry, Alatalo; Zgraggen, Zryd; Haberstich, Morant; Klingberg, Albrecht, Suri; Lammer, Roe, Stalberg; Schnyder, Senteler, Widerström; Martschini, Zehnder, Simion.
Bemerkungen: Lausanne ohne In-Albon, Zug ohne McIntyre und Schlumpf (alle verletzt). - 38. Pfostenschuss Grossmann. - 59:45 Timeout Zug, ab 58:58 ohne Torhüter.

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