Trotz guten Resultaten: Beim SC Kriens geht es nach wie vor ums Überleben

Der SC Kriens steht auf Rang 5 der Challenge League. Vor dem Auswärtsspiel gegen GC sagt Bruno Berner: «Wir machen noch lange keine grossen Sprünge.»

Turi Bucher
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Verstärkung im Krienser Mittelfeld: Daniel Follonier. (Bild: Philipp Schmidli (Kriens, 26. Oktober 2019))

Verstärkung im Krienser Mittelfeld: Daniel Follonier. (Bild: Philipp Schmidli (Kriens, 26. Oktober 2019))

Unmittelbar nach dem 2:2-Unentschieden im letzten Spiel daheim gegen den FC Schaffhausen betonte Bruno Berner, der Trainer des SC Kriens: «Ich nehme diesen Punkt gerne. Wir sind Kriens, das darf man nicht vergessen.» Damit wollte Berner sagen: «Für uns ist es eine grosse Büez, sportlich konstante Leistungen zu bringen.» Aber der Coach hat nach diversen Transfers diese Saison eine nominell stärkere Mannschaft zur Verfügung als noch im ersten Jahr nach dem Aufstieg. Berner: «Ich möchte keineswegs tiefstapeln, aber etwas klar festhalten: Unabhängig der Transfers von Follonier und Co. bin ich der Meinung, dass auch die Liga im Vergleich mit der letzten Saison stärker geworden ist. Möglich, dass wir uns punktuell verbessert haben, aber deswegen machen wir noch lange keine grossen Sprünge.» Aufsteiger Stade Lausanne-Ouchy beispielsweise sei besser als Absteiger Rapperswil-Jona, «und Chiasso würde ich sowieso noch nicht abschreiben.» Berner betont: «Ja, wir sind Kriens. Für uns geht es auch diese Saison viel mehr ums Überleben als ums Etablieren.»

Lange wehrten sich die Grasshoppers im Cup-Achtelfinal gegen den FC Luzern, bis sie das Gegentor beziehungsweise die späte Niederlage einstecken mussten. Nun empfangen die GC-Profis den SC Kriens in der Challenge League (heute, 17.30, Letzigrund). «Ich habe registriert, dass GC gegen den FCL von der üblichen Viererabwehrkette auf eine Dreier-Verteidigung umgestellt hat», sagt Berner. «Aber das hat auf uns keinen Einfluss, wir werden sowieso bei unserer eigenen Spieltaktik bleiben.» Wenn wir schon dabei sind: Wird Kriens wie inzwischen fast gewohnt mit drei Verteidigern oder gegen das anstürmende GC neu mit vier Abwehrleuten agieren? Berner: «Da Berisha gesperrt ist, fehlen mir nun total vier Verteidiger (des Weiteren Alessandrini, Urtic und Fanger; Anm. d. Red). Wir werden sehen, wer für Berisha einspringt.»

Ob Kriens gegen den Grasshoppers Club punkten kann? Es darf bezweifelt werden. Nach GC kommt Aufsteiger Ouchy aufs Kleinfeld, in der Folge wartet ein äusserst schwieriges Programm auf den SCK: Winterthur, Lausanne, Wil, Vaduz. «Stade Lausanne-Ouchy dürfen Sie ruhig auch bei den vorher erwähnten Teams einreihen», sagt Berner.

13. Runde. Heute, 17.00: Schaffhausen – Winterthur. SL-Ouchy – Aarau. – 17.30: Grasshoppers – Kriens. – Sonntag, 14.30: Chiasso – Lausanne. – 16.00: Vaduz – Wil.