Trotz Niederlage viel Respekt gewonnen

Trotz Niederlage verdient sich das HCK-Ensemble allen Respekt. Bei der 31:36-Heimniederlage gegen Leader Wacker Thun erarbeiteten sich die aufgrund vieler verletzungsbedingten Ausfällen stark verjüngten Krienser viel Goodwill und Respekt.

Drucken
Teilen
Boris Stankovic war mit acht Treffern erfolgreichster Krienser Torschütze. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Boris Stankovic war mit acht Treffern erfolgreichster Krienser Torschütze. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Das Lazarett des HC Kriens-Luzern war im Spiel gegen Tabellenführer Wacker Thun noch grösser, weil sich Routinier Dani Fellmann auch noch verletzt hatte. So standen Spieler und Namen auf dem Matchblatt, die Anfangs Saison nie und nimmer im Umfeld des NLA-Teams genannt wurden. Die prekäre Kadersituation machte es erforderlich, dass eben diese jungen Spieler nicht nur zum Bänklidrücken dabei waren, sondern viele von ihnen während langen Phasen des Spiels zum Einsatz kamen.

Der Auftritt des extrem jungen HCK-Ensembles hat gezeigt, dass die Krienser durchaus über Spieler mit grossem Potential verfügen. Dieses gilt es behutsam und zielgerichtet weiterzuentwickeln. Umso erstaunlicher war, mit welchem Feuer das junge und auf einigen Positionen völlig neu zusammengesetzte HCK-Team da zu Werk ging gegen den Leader.

Phasenweise war noch Linkshänder Boris Stankovic mit ausnahmslos Juniorenspielern der SG Pilatus auf dem Feld. In der Regel waren es Stankovic zusammen mit Sven Hess, Willisch, Jeremias und Roman Schelbert, welche ein Grüppchen Nachwuchsspieler um sich scharten und den Gast aus dem Berner Oberland zu fordern versuchten.

Und was diese Truppe gegen den favorisierten Leader zeigte, das machte Freude. Und tröstete in der Art über die verlorenen Heimpunkte hinweg. Dass die jungen Spieler an Fehlern vorne wie hinten lernten, gehört genauso zum Entwicklungsprozess wie das Erfolgserlebnis. Und das hatten denn auch viele dieser Jungen: Jonas Buholzer glänzte mit einer 100-Prozent-Quote und wurde verdient Best Player des HCK gewählt. Mit Herrmann, Scherer und Lingg holten sich drei weitere Junge den Eintrag in die Torschützenstatistik, und mit David Wenger tauchte erstmals ein neuer Name bei den Torhütern auf.

KCK/Benedikt Anderes/zim

HC Kriens-Luzern - Wacker Thun 31:36 (15:19)

Krauerhalle Kriens. – 550 Zuschauer. – SR Sager/Styger. – Spielverlauf: 0:1, 1:1, 7:7, 9:13, 11:16, 13:18, 18:19, 18:22, 20:24, 21;27, 22:29, 25:30, 28:33, 29:36, 31:36.

HC Kriens-Luzern: Schelbert/Wenger (ab 47.); Schumacher (3), Häberli, Willisch (5/2), Buholzer (4), Heinimann, Hess Fabio, Hermann (3), Jeremias (1), Scherer (1), Sven Hess (4), Stankovic (8), Lingg (2).

Wacker Thun: Winkler/Merz; Linder (5), Isailovic (8), Franic (3), Lanz (1), Caspar (2), Friedli (3), von Deschwanden (10), Chalkidis (2), Ratgeb (1), Hüsser (1), Studer.

Bemerkungen:Strafen - Kriens 1, Wacker Thun 2. J.P. Chenet Best Player Award: Buholzer (HCK), von Deschwanden (Wacker).