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TURNEN: Giulia Steingruber bereits im «Rio-Feeling»

Giulia Steingruber ist der Auftakt geglückt. Die 22-jährige Ostschweizerin absolviert keine fehlerfreie, aber eine solide Quali. Die Übungen am Sprung und am Boden gelingen vorzüglich.
Christian Finkbeiner (sda), Rio De Janeiro
Starke Leistung von Giulia Steingruber in der Bodenübung. (Bild: Keystone/Laurent Gilliéron)

Starke Leistung von Giulia Steingruber in der Bodenübung. (Bild: Keystone/Laurent Gilliéron)

Christian Finkbeiner (SDA), Rio De Janeiro

Bereits bevor die letzten beiden von fünf Abteilungen zu ihrem Wettkampf angetreten waren, hatte sich abgezeichnet, dass Steingruber neben dem Mehrkampf-Final auch am Boden und am Sprung in der Rio-Olympic-Arena noch einmal wird antreten dürfen. Nachdem sie 2012 in London aufgrund eines Sturzes den Sprung-Final als Neunte noch knapp verpasst hatte, schaffte Steingruber in Rio de Janeiro ihr erstes Zwischenziel – und dies auf souveräne Art und Weise: die Qualifikation für zwei Gerätefinals.

Sturz am Schwebebalken

«Ich bin mehrheitlich zufrieden», sagte die Doppel-Europameisterin von Bern. Dass Steingruber nicht ganz zufrieden war, lag daran, dass sie am Schwebebalken einmal mehr stürzte. Bereits im Training hatte sie mit diesem Element Mühe bekundet. Trainer Zoltan Jordanov sprach von einem «dummen Fehler», welcher letztlich aber kaum ins Gewicht fiel, da die Qualifikation für den Mehrkampf-Final der besten 24 für eine Athletin vom Kaliber Steingrubers nur eine Formsache ist.

Wesentlich wichtiger war für Steingruber der Auftakt des Wettkampfs am Boden und am Sprung gewesen, als es für die St. Gallerin an ihren Paradegeräten um die Finalteilnahme und somit um alles oder nichts ging. Steingruber hielt dem Druck souverän stand, auch wenn ihr die schwierige Übung am Boden nicht ganz so gut wie vor zwei Monaten in Bern gelang. Dass sie mit 14,666 Punkten eine relativ tiefe Note bekam, lag auch daran, dass die Kampfrichter die Athletinnen streng bewerteten. «Es gibt Verbesserungspotenzial», sagte Steingruber, die sich immer besser an die Unterlage gewöhnt hat. «Der harte Boden geht in die Beine. Man muss attackieren.»

Am Sprung vor der Weltmeisterin

Eine ausgezeichnete Vorstellung gelang Steingruber danach am Sprung, an dem sie für den Tschussowitina 15,600 Punkte erhielt. Und der Jurtschenko mit der Doppelschraube gelang ihr so gut, dass sie sich sogar vor der russischen Weltmeisterin Maria Paseka klassierte. Kraft und Motivation hatte Steingruber auch aus ihrem Auftritt als Schweizer Fahnenträgerin an der Eröffnungsfeier geschöpft. «Ich habe es sehr genossen und bin so richtig ins Feeling der Olympischen Spiele gekommen.» Trainer Jordanov sprach von einer «Once in a Lifetime»-Erfahrung seiner Athletin.

Der Trainer ist erleichtert

Der Ungar mit britischem Pass zeigte sich nach dem Erreichen des Zwischenziels erleichtert. Eine gewisse Nervosität hatte auch der 63-Jährige vor dem Auftritt seiner Athletin am Boden verspürt. «Boden und Sprung waren die wichtigsten Geräte.» Der Ärger über den Patzer am Schwebebalken hielt sich deswegen in Grenzen. Im Mehrkampf-Final am Donnerstag erwartet Jordanov aber eine deutliche Steigerung: «Sie kann es viel besser machen.»

Spektakuläres Bild von Giulia Steingruber in Aktion (Bild: Keystone / Laurent Gilliéron)
Am Sprung zeigte sie den Tschussowitina... (Bild: Keystone / Laurent Gilliéron)
... und den Jurtschenko mit einer Doppelschraube ohne Fehl und Tadel und erhielt dafür die drittbeste Wertung. (Bild: Keystone / Laurent Gilliéron)
Auch am Boden... (Bild: Keystone / Laurent Gilliéron)
... und am Mehrkampf schaffte sie den Finaleinzug souverän. (Bild: EPA / How Hwee Young)
Steingrubers Aufführung auf dem Schwebebalken (Bild: Keystone / Laurent Gilliéron)
epa05461776 Giuilia Steingruber of Switzerland competes on the Beam during the Women's Qualification of the Rio 2016 Olympic Games Artistic Gymnastics events at the Rio Olympic Arena in Barra da Tijuca, Rio de Janeiro, Brazil, 07 August 2016. EPA/TATYANA ZENKOVICH (Bild: Keystone / Laurent Gilliéron)
Bereit für grosse Taten: Giulia Steingruber mit ihrem Trainer Zoltan Jordanov. (Bild: Keystone / Laurent Gilliéron)
Switzerland's Giuli (Bild: Keystone / Laurent Gilliéron)
Konzentriert blickt die 22-jährige St. Gallerin auf dem Balken an die Hallendecke. (Bild: Keystone / Laurent Gilliéron)
10 Bilder

Spektakuläre Sprünge von Giulia Steingruber

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