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Überragender Harbuz führt Kriens-Luzern zum Sieg

Kriens-Luzern gewinnt gegen Aufsteiger Endingen 32:23. Dem Weissrussen Hleb Harbuz gelingen 12 Treffer. Sein Trainer sagt: «Wir müssen ihn so schnell wie möglich an uns binden.»
Roland Bucher
Hleb Harbuz, der Mann der Stunde bei Kriens-Luzern. (Bild: Eveline Beerkircher (Kriens, 2. Oktober 2019))

Hleb Harbuz, der Mann der Stunde bei Kriens-Luzern. (Bild: Eveline Beerkircher (Kriens, 2. Oktober 2019))

So viel zum Spielverlauf: nach einer Viertelstunde lag der HCK 10:6 vorne. Der Mist war geführt, auch wenn sich ausgerechnet ein Ex-Krienser bockig zeigte: Claudio Vögtli bewies, dass er durchaus einen Platz in Goran Perkovacs Team haben müsste. Doch das war zu wenig, um entschlossen auftretende Platzherren ernsthaft zu fordern. «Wir haben diese Aufgabe resolut gelöst», bedankte sich Perkovac bei seinen Leuten, «ich hätte das in dieser Überzeugungskraft fast nicht zu erwarten gewagt.»

Die Geschichte in dieser Partie schrieb nicht die Spannung, nicht die Emotion. Den Gesprächsstoff lieferte einmal mehr Hleb Harbuz. Der 25-jährige Weissrusse war am Samstagabend überragend – so stark, dass sich die Frage aufdrängt: Ist dieser Mann zu gut für Kriens? 75 Tore hat der Linksaufbauer in diesen zehn Saisonpartien bereits geworfen, in der Bundes­liga, wo mit dem früheren HCK-­Trainer Heiko Grimm als Chef bei Melsungen Insiderkenntnisse vorhanden sind, ist man hellhörig geworden. Nicht, dass Harbuz von heute auf morgen dem Ruf der fetten Tröge erliegt, aber: «Wir müssen aufpassen, wir müssen ihn so schnell wie möglich an uns binden», fordert Perkovac. Der Vertrag zwischen Harbuz und dem HCK läuft im Sommer 2020 aus. Nick Christen, der CEO des Vereins, meint eher unverbindlich: «Wir werden bald die Gespräche mit Hleb aufnehmen.»

Gut zu wissen für Nick Christen ist, dass sein Taktgeber auf dem Spielfeld ein hochanständiger junger Mann ist, der mit stoischer Gelassenheit zu pflegen sagt: «Kriens ist eine gute Mannschaft mit vielen tollen Jungs. Es gefällt mir hier. Ich verschwende im Moment keinen einzigen Gedanken an einen Wechsel.» Er, der vor seiner handballerischen Reise in die Innerschweiz sportlich strube Jahre zu überstehen hatte, sagt schon fast philosophisch: «Ich habe mich in dieser Mannschaft wiedergefunden. Ich bin glücklich, hier will ich bleiben.»

Tomas Piroch mit starkem Auftritt

Von der Ausstrahlungskraft des Weissrussen profitieren bei Kriens alle. Wenn Harbuz, wie gegen Endingen in der zweiten Halbzeit, mit einer Spezialbewachung beim Torwurf entschärft wird, schlüpft er in die Rolle des Einfädlers. Dankeschön sagen durfte gestern vor allem Tomas Piroch. Er, seit zehn Tagen von – so schliessen sich die Kreise – Heiko Grimms Melsungen an Kriens ausgeliehen, lieferte, 19 Jahre jung, ein erstaunliches Reifezeugnis ab. «Ich bin von meinen Teamkollegen super aufgenommen worden», betont der tschechische Jung-Internatio­nale, der womöglich bereits im Frühjahr wieder in die Bundesliga zurückkehrt, «und ich will nichts anderes, als dem Team helfen.» Das tat er mit acht Treffern vorbildlich.

Kriens konnte sich nicht nur auf Harbuz und Piroch verlassen. Goalie Paul Bar lieferte feine 37 Prozent Abwehrquote ab, Blättler feierte seinen stärksten Saisonauftritt, Idrizi (21) verwertete seine Chancen schon fast gewohnt kaltblütig. Es herrscht Freude beim HCK, der sich von der Verletzungsunbill (Hofstetter, Papez, Ramseier, Eicher) nicht unterkriegen lässt. «Ja, das war wirklich eine saubere Sache», bilanzierte Perkovac.

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