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Undankbarer Gegner für Wawrinka

Stan Wawrinka trifft in der ersten Runde am French Open auf den Spanier Guillermo Garcia-Lopez. Sollte der Schweizer verlieren, würde er etwa auf Platz 260 der Weltrangliste zurückfallen.
Jörg Allmeroth, Paris
Stan Wawrinka während des Trainings am French Open. Bild: Claude Diderich/Freshfocus (Paris, 26. Mai 2018)

Stan Wawrinka während des Trainings am French Open. Bild: Claude Diderich/Freshfocus (Paris, 26. Mai 2018)

Die Fallhöhe ist beträchtlich. Wenn Stan Wawrinka am Montag in die French Open 2018 startet, kann er relativ wenig gewinnen – und eine Menge verlieren. Wawrinka, der 33-jährige Romand, war vor einem Jahr noch Finalist des Sandplatz-Grand-Slams, er wurde damals bekanntlich von Matador Rafael Nadal erst im Titelmatch bezwungen. Nun gilt es, im Zuge eines äusserst schwierigen und komplizierten Verletzungs-Comebacks, die erhebliche Summe von 1200 Weltranglistenpunkten zu verteidigen. Oder wenigstens nicht allzu früh auszuscheiden und nicht weiter an Boden zu verlieren. «Ich bin mental wieder stark, glaube auch an mich selbst», sagte Wawrinka einmal in den letzten Tagen, am Rande des ATP-Turniers in Genf. Allerdings schied er im Viertelfinal sang- und klanglos gegen den Ungarn Martin Fucsovics aus, den zweiten von zwei Sätzen verlor er sogar zu Null.

Für die Offenen Französischen Meisterschaften, bei denen er in der jüngeren Vergangenheit oft genug herausragende Leistungen zeigte und sich 2015 sogar zum Sieger aufschwang, ist womöglich schon in Runde eins Ungemach zu erwarten. Der Spanier Guillermo Garcia-Lopez ist ein undankbarer Kontrahent in Wawrinkas gegenwärtig labiler Verfassung.

Praktisch ohne Spielpraxis

Sollte der Schweizer verlieren, würde er etwa auf Platz 260 der Weltrangliste zurückfallen. Bliebe er irgendwann in der ersten Turnierwoche stecken, wäre der Rücksturz kaum sanfter, dann müsste er sich die Top 150 der Charts von draussen anschauen. Übrigens: Garcia-Lopez war der Mann, der Wawrinka 2014 aus den höchsten Grand Slam-Höhen riss. Damals kam Wawrinka als Australian-Open-Champion nach Paris – und scheiterte bitter an Garcia-Lopez. Wawrinka kommt nun auch mit magerer Spielpraxis in die französische Hauptstadt, erst zehn Partien hat er 2018 bestritten, mit einer 4:6-Bilanz.

Anders als Wawrinka kommt Novak Djokovic in Paris durchaus wieder als Störenfried der Weltspitze in Betracht. Der Serbe, der am vergangenen Dienstag seinen 31. Geburtstag feierte, zeigte aufsteigende Form mit einem Halbfinal-Einzug beim ATP Masters in Rom, liess sich dort erst von Rafael Nadal stoppen. Es war der erste echte Hoffnungsschimmer für den langjährigen Weltranglisten-Ersten und zeitweilig absoluten Dominator der Branche – nach einem zuvor ähnlich komplexen Rückkehrversuch aus Verletzungsnot. «Djokovic wird sich bis tief in die zweite Paris-Woche durchschlagen», prophezeit Schwedes Altvorderer Mats Wilander, «bei ihm zeigt der Trend eindeutig nach oben». Djokovic hatte zuletzt wieder vertraute Gesichter an seine Seite geholt, etwa den früheren Coach und Vertrauten Marijan Vajda sowie den österreichischen Fitness- und Ernährungs-Guru Gebhard Gritsch. Djokovic trifft in der ersten Runde auf den Brasilianer Rogerio Dutra-Silva, die Nummer 132 der Welt.

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