UNIHOCKEY: Ad Astra Sarnen schöpft neue Zuversicht im Kampf um den NLA-Aufstieg

Dank des 7:3-Sieges am Ostermontag hat die Ad Astra neue Zuversicht im Kampf um den NLA-Aufstieg geschöpft. Dazu sind aber noch drei weitere Siege Pflicht.

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Konsternierte Thuner und ein jubelnder Marco Schöni (links): Der Sarner hat im vierten Spiel vom Ostermontag soeben die 2:0-Führung für die Obwaldner erzielt. (Bild: Simon Abächerli (Sarnen, 2. April 2018))

Konsternierte Thuner und ein jubelnder Marco Schöni (links): Der Sarner hat im vierten Spiel vom Ostermontag soeben die 2:0-Führung für die Obwaldner erzielt. (Bild: Simon Abächerli (Sarnen, 2. April 2018))

Die Ausgangslage vor der dritten Begegnung in den Auf-/Abstiegs-Playoff NLB/NLA zwischen Ad Astra Sarnen und Thun am Ostermontag war klar. Die Obwaldner mussten gewinnen, um in der Best-of-7 Serie nicht schon vorentscheidend mit 0:3 zurückzuliegen. Ad Astra meisterte diese heikle Mission souverän und besiegte Thun verdient 7:3. «Das war ein eminent wichtiger Sieg. Am Montag haben wir als Team eine starke Leistung gezeigt und uns zurück in die Serie gearbeitet. Defensiv haben wir sehr abgeklärt gespielt und wenig zugelassen und vorne haben wir unsere Chancen endlich konsequenter genutzt», kennt Marco Schöni die Gründe für den Erfolg.

Bereits in den ersten beiden Aufeinandertreffen fehlte den unterklassigen Sarnern wenig zum Erfolg. Erst nach Verlängerung musste sich Ad Astra im Auftaktspiel (3:4) geschlagen geben und auch die Partie in Thun am vergangenen Samstag war enger, als es das Schlussresultat vermuten lässt. «Wir haben in dieser Partie bis zur Spielmitte gut gespielt und 2:0 geführt. Anschliessend haben wir etwas den Faden verloren und Thun konnte das Spiel drehen», so Schöni weiter.

Sarner Zuversicht ist gross

Im Schlussdrittel spielten die Berner den Vorsprung souverän über die Zeit. Die letzten Treffer der Thuner fielen in den Schlussminuten, als die Sarner ohne Torhüter und mit sechstem Feldspieler versuchten, den Rückstand noch wettzumachen. Wie so oft ging dies schief, stattdessen erhöhte Thun zum aus Sarner Sicht brutalen Schlussresultat von 8:2. «Letztlich spielt die Höhe des Resultats absolut keine Rolle. In den Playoffs zählt einzig und allein der Sieg», weiss Schöni.

Betrachtet man den bisherigen Verlauf der Serie, gibt es einige Gründe, welche die Sarner trotz des 1:2-Rückstandes positiv stimmen. Dem stimmt auch der Jüngere der beiden Schöni-Brüder zu: «Wir haben gesehen, dass wir absolut dazu in der Lage sind, mit unseren Mitteln den Thunern Paroli zu bieten und sie in die Knie zu zwingen. Defensiv liegt unser Hauptanliegen klar darin, den Bernern möglichst wenig Gelegenheiten für Konterangriffe zu eröffnen. Damit nehmen wir den Thunern die grösste Waffe», meint der 23-Jährige.

Ein intelligenter Spieler, der das Spiel lesen kann

Dazu leistet Marco Schöni als Center der nominell dritten Sarner Linie einen wichtigen Anteil. Dies bestätigt der Sarner Assistenzcoach Philippe Giesser: «Marcos Qualitäten sieht man nicht in erster Linie auf der Skorerliste. Er ist ein sehr intelligenter Spieler, der das Spiel gut lesen kann. Diese Qualität ist für die Balance in seiner Angriffsformation sehr wichtig. Es macht Freude zu sehen, wie Marco und seine Linienkollegen in bisher jedem Spiel gegen Thun ein Tor erzielt haben aufgrund von hartnäckigem Forechecking, verbunden mit cleverem Stellungsspiel. Mit dieser Fähigkeit machen sie unser Spiel variabler», so Giesser.

Darauf angesprochen bleibt Schöni bescheiden: «Unihockey ist ein Teamsport. Wir gewinnen oder verlieren als Mannschaft und nicht als einzelne Linie oder schon gar nicht als einzelner Spieler. Wenn wir am Wochenende wieder geschlossen als Einheit auftreten und als Team eine starke Leistung zeigen, bin ich überzeugt, dass wir die Thuner wieder besiegen können.» (jh)

Unihockey, Männer

Auf-/Abstieg NLB/NLA (best of 7). 4. Spiel. Samstag: UHC Thun – Ad Astra Sarnen (19.00, MUR). – 5. Spiel. Sonntag: Ad Astra Sarnen – UHC Thun (19.30, Dreifachhalle).

Hinweise: Der Fanclub organisiert einen Fancar ab Sarnen nach Thun und zurück. Alle Infos unter: adastra.ch

Livestream: Das Spiel vom Samstag wird auf swissunihockey.tv kostenlos übertragen.