Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

UNIHOCKEY: Das Ende einer Durststrecke

Ad Astra Sarnen (NLB) gewinnt im Cup-Achtelfinal seit langem wieder einmal ein Derby gegen Zug United (NLA). Gegen die oberklassigen Gäste überzeugte Sarnen mit Tempo und grossem Einsatz.
Ein Abend zum Vergessen für den Keeper von Zug United: Florian Bär musste sich gegen Ad Astra Sarnen neun Mal geschlagen geben. (Bild: Simon Abächerli (Sarnen, 22. Oktober 2017))

Ein Abend zum Vergessen für den Keeper von Zug United: Florian Bär musste sich gegen Ad Astra Sarnen neun Mal geschlagen geben. (Bild: Simon Abächerli (Sarnen, 22. Oktober 2017))

Der Jubel auf der Seite der Sarner nach der Schlusssirene war gross: Endlich wieder einmal konnte ­B-Ligist Ad Astra das Zentralschweizer Derby gegen Zug ­United aus der NLA für sich entscheiden. Dieser Sieg war gleichbedeutend mit dem Einzug in die Cup-Viertelfinals, was die Freude der Sarner zusätzlich steigerte. «Wir hatten gegen Zug eine regelrechte Durststrecke. Es kam mir wie eine halbe Ewigkeit vor, seitdem wir Zug United zum letzten Mal in einem Ernstkampf bezwingen konnten», freute sich der Sarner Center Roman Zurmühle mit einem spitzbübischen Lächeln. «Umso schöner, dass uns dies nun im Cup gelang und wir sie aus dem Wettbewerb werfen konnten.»

Schwache Sarner Phase nach Spielmitte

In der Tat geht der letzte Erfolg der Sarner gegen die Zuger schon relativ weit zurück. Mehr als drei Jahre ist es her, als Ad Astra in einem NLB-Meisterschaftsspiel die Zuger in die Knie zwingen konnte. «Heute waren die Zuger definitiv fällig», meinte Zur­mühle nach Spielschluss trocken. Dass sich die Sarner dies als Motto vorgenommen hatten, war zu spüren. Den zwischenzeitlichen 0:2-Rück­stand drehte das Heimteam innert 90 Sekunden noch vor der ersten Pause in eine 3:2-Führung. Sichtlich in Torlaune, setzten die Sarner im Mitteldrittel dort an, wo sie vor der Pause aufgehört hatten. Ein Doppelschlag durch Liikanen und Amstutz zwang das Zuger Trainergespann in der 25. Minute beim Stande von 5:2 für Ad Astra zu einem Time-out. Dieses verfehlte seine Wirkung nicht: Zug spielte nun aktiver und setzte die Sarner Verteidiger beim Spielaufbau früher unter Druck. Ab Spielmitte führte dies zu weiteren Toren für die Gäste: Starstürmer Billy Nilsson traf zwei Mal – einmal in Überzahl, einmal nach einem Break-away – der andere Schwede Thunvall netzte nach 39 Minuten zum 5:5 ein.

Dann folgte ein Schlüsselmoment in diesem Spiel: Dank einem Sondereffort konnte sich Eronen an der Bande gegen Hietanen durchsetzen und mustergültig für Abegg auflegen, welcher Bär im Zuger Tor aus kurzer Distanz zum sechsten Mal bezwingen konnte. «Dieser Treffer war definitiv sehr wichtig und gab uns für das letzte Drittel ein gutes Gefühl», bestätigte auch Zurmühle.

Vorfreude auf die Viertelfinals

Im Schlussdrittel übernahmen die Sarner wieder das Zepter. Angetrieben vom Publikum kämpften sie aufopfernd, blockten viele Schüsse und erspielten sich selbst immer wieder gute Chancen. Eine davon nutzte Zurmühle in der 43. Minute nach einem schönen Querpass von Captain Roman Schöni zum 7:5. Bis zur 54. Minute erhöhten die beiden ­Schöni-Brüder Marco und Roman auf 9:5. Damit war der Mist geführt. Suter konnte zwar vier Minuten vor Schluss mit seinem zweiten Treffer per Abpraller ­Sarnens starken Torhüter Mario Britschgi zum 9:6 überwinden, in der Folge hielt Sarnen dem Druck der Kolinstädter jedoch Stand. So versuchte Zug in den Schlussminuten ohne Torhüter sein Glück. Mehr als ein weiteres Tor des Schweden Billy Nilsson gelang den Gästen jedoch nicht mehr. «Heute waren wir meiner Meinung nach das bessere Team. Wir konnten über die gesamte Spieldauer mit drei Linien unser Tempo hochhalten. Die Zuger spielten dagegen mehrheitlich mit zwei Linien. Dies war definitiv ein Plus für uns. Zudem hielt Britschgi heute sehr stark», bilanzierte Zurmühle und ergänzte vorausschauend: «Jetzt freuen wir uns auf die Viertelfinals und hoffentlich auf ein weiteres Heimspiel gegen einen attraktiven Gegner.» Auf wen Ad Astra in der nächsten Runde trifft, wird heute ausgelost. (jh)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.