Unihockey
Die NLA-Teams Zug und Sarnen starten durchzogen in die zweite Saisonphase

Zug United zeigt zum Start der Master Round zwei Gesichter. Ad Astra Sarnen verliert in der Challenge Round beide Spiele.

Ruedi Burkart
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Der Sarner Cornel von Wyl (rechts) gegen den Zuger Luca Graf, aufgenommen im Derby Ende Januar.

Der Sarner Cornel von Wyl (rechts) gegen den Zuger Luca Graf, aufgenommen im Derby Ende Januar.

Bild: Pius Amrein

Diskussionslose 3:6-Niederlage am Samstag gegen Malans, hochverdienter 5:4-Heimsieg nach Verlängerung gestern gegen Rychenberg/Winterthur: Zug United zeigte zum Start der fünf Spiele umfassenden Master Round zwei Gesichter. «Wir haben an diesem Wochenende zwar nur zwei Punkte geholt. Aber rangmässig ist noch nichts entschieden», resümierte Captain Tim Mock die beiden Partien. «Gegen Rychenberg machten wir uns das Leben mit einfachen Gegentoren unnötigerweise selbst schwer. Es hätte den Umweg über die Verlängerung nicht gebraucht.» Mit U23-Nationalstürmer Severin Nigg (Verletzung am Handgelenk) und Nationalverteidiger Luca Graf (Muskelzerrung) fehlten den Zugern zwei absolute Leistungsträger. Verhalten waren für einmal die Leistungen des bisher so treffsicheren Zuger Schweden-Duos: Andrö Andersson holte in beiden Partien drei Skorerpunkte, Alexander Hallén nur einen einzigen. In der Rangliste bleiben die ambitionierten Zentralschweizer auf Rang fünf, am kommenden Samstag geht es mit einem Auswärtsspiel gegen den Tabellenzweiten Wiler-Ersigen weiter.

Positives gibt es aus Zuger Sicht von den «jungen Wilden» zu berichten. Im Spiel gegen Malans zeigte vor allem die dritte Offensivformation mit Jerome Schmidiger (21), Andri Flütsch (19) und Adrian Bachmann (21) während zwei Dritteln eine gute Leistung und war nach 37 Minuten gar für das schönste Tor des Abends verantwortlich: Flütsch schnappte sich weit in der eigenen Platzhälfte den Ball, schaute kurz hoch und lancierte mit einem Laserpass Bachmann, der sich vor dem Malanser Kasten den Ball kurz zurechtlegte und abgezockt zum 4:2 einnetzte. Die ganze Aktion steht sinnbildlich für den Weg der Zuger, die in Zukunft noch stärker auf Spieler aus dem eigenen Nachwuchs zählen wollen. Und das mit gutem Grund: Die U21 gehört zu den besten Juniorenteams des Landes und führte die Rangliste bei Abbruch der Saison verlustpunktlos an.

Sarnens Haudanlampi trifft gleich drei Mal

Frisch und frei kann Ad Astra Sarnen die fünf Partien der Challenge Round absolvieren, die Obwaldner haben dank Corona bekanntermassen keine Abstiegssorgen. «Aber wir wollen zeigen, dass wir unseren Platz in der Nationalliga A verdienen», fasste Captain Roman Schöni die Motivation seines Teams zusammen. Und so legte Sarnen am Samstag im Heimspiel gegen Waldkirch-St. Gallen unbeschwert los, führte nach 13 Minuten bereits mit 3:1, nach 24 Minuten mit 4:2 und eine Viertelstunde vor Ende der regulären Spielzeit mit 5:3. Doch dann schalteten die Ostschweizer einen Gang höher. Die Gäste, die noch um einen Platz in den Playoffs kämpfen, drehten die Partie und gewannen das Offensivspektakel schliesslich in der Verlängerung. St. Gallens Nationalspieler Michael Schiess erzielte in der fünften Minute der Overtime das 6:5. Klar bester Akteur der Sarner war der dreifache Torschütze Tuukka Haudanlampi. Der 19-jährige finnische Nachwuchs-Internationale spielt erst seit Anfang Jahr bei Ad Astra und ist ein grosses Versprechen für die Zukunft.

Im gestrigen Auswärtsspiel gegen Langnau blieben die Sarner vieles schuldig und mussten trotz früher 1:0-Führung mit 4:11 eine zweistellige Niederlage einstecken. Weiter geht es für die Obwaldner am kommenden Samstag mit einem Heimspiel gegen Chur.