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UNIHOCKEY: Die Zuger begeistern ihre Fans

Das erste NLA-Playoff-Heimspiel in der Geschichte von Zug United ist ein Erfolg. 430 Zuschauer peitschen die euphorisierten Zentralschweizer zum 9:6-Sieg gegen den Favoriten Köniz. Da geht der Trainer gern ein haariges Experiment ein.
Ruedi Burkart
Marcus Thunvall erzielt das erlösende Tor zum 8:6 für die Zuger. (Bilder: Maria Schmid (Zug, 28. Februar 2018))

Marcus Thunvall erzielt das erlösende Tor zum 8:6 für die Zuger. (Bilder: Maria Schmid (Zug, 28. Februar 2018))

Ruedi Burkart

sport@zugerzeitung.ch

Am Schluss gab es kein Halten mehr. Als Markus Grüter 58 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit den Ball ins leere Tor zum 9:6 für die Zuger versenkte, brachen in der Stadthalle die Dämme. Die Akteure umarmten sich unten auf dem Feld, die Fans feierten ihre Helden oben auf der Tribüne mit Standing Ovations und lautstarken Jubelgesängen. Selbst Radim Cepek, der stets zurückhaltend und besonnen wirkende Zuger Assistenztrainer, zeigte für einen kurzen Moment grosse Gefühle. Der 42-jährige Tscheche ballte die Faust und schrie im allgemeinen Trubel auf das Spielfeld.

«Ich habe gewusst, dass wir es schaffen können», freute sich derweil Zug-United-Präsident Patrick Trachsel und blickte stolz auf die gut gefüllten Zuschauerränge. «Schau dir unsere Fans an – grossartig!», sagte er. Fast 430 waren zum ersten NLA-Playoff-Spiel des Vereins gekommen. Vor dem Anpfiff habe er einen 9:6-Erfolg vorausgesagt, so Trachsel weiter. Dass es tatsächlich mit dem Sieg geklappt hat, sei «ein grosses Ding». Die Playoff-Viertelfinal-Serie gegen den Favoriten aus Köniz steht nach zwei Partien 1:1 unentschieden. Wer zuerst vier Spiele gewonnen hat, zieht in den Halbfinal ein. Weiter gehts morgen Samstag in Bern (siehe Box).

6290 Franken für den Nachwuchs

Der erste Höhepunkt aus Sicht der Zentralschweizer ereignete sich bereits vor dem Anpfiff. Dank den 51 Skorerpunkten ihres schwedischen Topskorers Billy Nilsson in der NLA-Qualifikation durften sie von Verbandssponsor Mobiliar einen Check in der Höhe von 6290 Franken entgegennehmen. Geld, das per Definition zwingend in die Ausbildung der Juniorinnen und Junioren investiert werden muss.

Ein spektakulärer Sieg bei der erstmaligen Playoff-Teilnahme, viel Volk in der Halle, Geld vom Verbandssponsor – war das der bisherige Höhepunkt in der 14-jährigen Geschichte von Zug United? «Ich schätze diesen Abend als einen grossen Moment ein. Ob es der grösste überhaupt war, lasse ich offen», bilanzierte der Vizepräsident Hans Bachmann am Morgen nach dem Coup. Wie weit die momentane Euphorie die Mannschaft noch tragen wird, werde man sehen. Gefallen hat Bachmann in erster Linie, wie die Zuschauer die Mannschaft nach vorne getrieben haben. «Bei einem solchen Publikum kann man eigentlich gar nicht verlieren. Die Fans waren unser siebter Mann.»

«Haben vieles richtig gemacht»

Nüchterner analysierte Zugs Trainer Sascha Rhyner den Abend. «Wir haben heute vieles richtig gemacht. Der Sieg ist aufgrund unserer effizienten Spielweise sicher nicht gestohlen.» In der Tat: Die Zuger erzielten in entscheidenden Phasen Tore. Nach 23 Sekunden eröffnete Billy Nilsson das Skore zum 1:0, 40 Sekunden nach der ersten Pause gelang Steven Fiechter das Goal zum 3:2. Und als die Berner im Schlussabschnitt nach einem Doppelschlag ihres 20-jährigen Talentes Jan Zaugg beim Stand von 7:6 vehement auf den Ausgleich drückten, nutzten die Gastgeber die einzige Strafe gegen Köniz zum entscheidenden 8:6 in Überzahl durch Marcus Thunvall (55.). «Wir sind stolz und geniessen den Moment», sagte Rhyner lächelnd und kratzte sich im Gesicht. In guter Tradition der Eishockeyaner lässt sich der Zuger Coach einen Playoff-Bart wachsen. Angenehm sei dieser keineswegs, sagte Rhyner schmunzelnd. «Aber ich hoffe, ich muss ihn noch lange nicht abrasieren.»

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