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UNIHOCKEY: Freudentänze im Emmental

Nach fünf Jahren ist Zug United bei den Männern in die höchste Spielklasse zurückgekehrt. Die Zentralschweizer gewannen die Best-of-7-Serie gegen den UHC Grünenmatt klar mit 4:0.
Sascha Rhyner
Die Zuger können und wollen ihre Freude nicht bändigen. (Bild: Michael Peter/Zug United (Sumiswald, 2. April 2017))

Die Zuger können und wollen ihre Freude nicht bändigen. (Bild: Michael Peter/Zug United (Sumiswald, 2. April 2017))

Sascha Rhyner

sport@zugerzeitung.ch

Der Jubelschrei ist riesig am Sonntagabend um 19.27 Uhr im Forum in Sumiswald. Die Schlusssirene beendet die Serie zwischen Zug United und dem UHC Grünenmatt – damit ist klar: Die Zentralschweizer steigen in die NLA auf. So tanzen und jubeln die Zuger in der einen Spielfeldecke, während sich auf der anderen Seite die Emmentaler nach zehn Jahren wieder aus der NLA verabschieden. Die Erleichterung auf Zuger Seite hängt auch mit der Blamage im Vorjahr zusammen. Damals war man als NLB-Qualifikationssieger bereits im Playoff-Viertelfinal ohne Sieg ausgeschieden – und der Aufstiegstraum war jäh geplatzt.

In dieser Saison durchfuhr der Zuger Playoff-Bus den Pfad Richtung NLA ohne Panne und Ausrutscher. Das Lenkrad, das diesen Bus symbolisierte und nach jedem Spiel weitergereicht wurde, übergab Vorkämpfer Marco Laely in ausgelassener Stimmung Jarkko Rantala – dem Trainer und Baumeister des Zuger Erfolgs. Der scheidende Finne blieb auch im Erfolg bescheiden: «Das Team verdient ein grosses Kompliment, es hat das ganze Jahr sehr gut und sehr hart gearbeitet.»

Eine Niederlage in 32 Meisterschaftsmatches

Die nackten Zahlen verdeutlichen die erfolgreiche Saison von Zug United. In 32 Meisterschaftsspielen kassierten die Zuger lediglich eine Niederlage – am 19. November 2016 beim UHC Sarganserland. Danach reihte Zug 21 Siege aneinander und sicherte sich die Promotion in die höchste Spielklasse – fünf Jahre nach dem Abstieg im Anschluss an die Premierensaison in der höchsten Liga. «Ein Jahr lang auf ein Ziel hinzuarbeiten und dieses zu erreichen, ist ein fantastisches Gefühl», erklärte Billy Nilsson. Der schwedische Star im Team der Zentralschweizer mit der auffälligen Irokesenfrisur blieb im finalen Spiel der Saison ohne eigenen Skorerpunkt, lobte aber seine Teamkollegen: «Es war toll, zu sehen, wie die Jungs sich entwickelt haben. Es machte richtig Spass, ihnen zu helfen, den Aufstieg zu realisieren.» An den Feierlichkeiten nach Spielschluss in der Halle mischten sich Freunde, Fans, Verwandte und Vorstandsmitglieder unter die jubelnden Spieler. «Natürlich ist der Vergleich mit dem Gewinn der schwedischen Meisterschaft, der besten Liga der Welt, schwer. Aber wenn man sieht, wie viele Leute sich im und für den Verein engagieren, dann macht dies den Erfolg schon sehr speziell.»

Dramatisches letztes Drittel

Dass das letzte Spiel umkämpfter war als die vorangegangenen Partien, dürfte die Freude und Erleichterung der Zuger noch verstärkt haben. Wie schon im ersten Spiel der Serie ging der UHC Grünenmatt 2:0 in Führung. Die Zuger fanden im mittleren Spielabschnitt den Weg, die Schief­lage zu korrigieren. Tassio Suter mit einer Doublette brachte United gar in Führung. Dramatisch verlief letztlich der Schlussabschnitt. Grünenmatts Topskorer Simon Flühmann scheiterte erst mit einem Penalty an Petter Nilsson, dann fiel der Ausgleich doch noch. Der Schwede Felix Forsmark war mit einem Distanzschuss erfolgreich.

Als sich die 356 Zuschauer und wohl auch beide Teams schon mit dem Gedanken an eine Verlängerung befassten, fiel das 4:3 für Zug. Adrian Furger traf den Ball nicht ideal, und die komische Flugbahn verwirrte Keeper Pauli offensichtlich; der Ball landete im Netz. In den letzten 181 Sekunden suchte Grünenmatt ohne Goalie und mit zusätzlichem Feldspieler den erneuten Ausgleich. Das Risiko zahlte sich nicht aus – Daniel Meier erzielte das letzte Tor der Saison ins leere Gehäuse zum 5:3. Danach stand der Aufstieg von Zug United in die NLA fest.

Zug United – Grünenmatt 9:3 (3:1, 3:1, 3:1)

Schönenbüel, Unterägeri. – 475 Zuschauer. SR Schüpbach/Studer. – Tore: 4. (3:13) Rantala 1:0 (Penalty). 4. (3:53) Meier (Rantala) 2:0. 14. Arm (Zydel) 2:1. 20. (19:57) Poletti (Staub) 3:1. 24. Flühmann (Malkamäki) 3:2. 30. (29:37) Poletti (Schelbert) 4:2. 30. (29:43) Meier (Uhr) 5:2. 36. Rantala ­(Billy Nilsson/Ausschluss Weber) 6:2. 49. Poletti (Billy Nilsson/Ausschluss Rösch) 7:2. 53. Malkamäki (Rösch) 7:3. 59. Fiechter (Billy Nilsson/Ausschluss Malkamäki) 8:3. 60. (59:17) Fiechter (Thunvall) 9:3 (ins leere Tor). – Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Zug United; 4-mal 2 Minuten gegen Grünenmatt.

Zug United: Petter Nilsson; Staub, Yannick Schelbert; Uhr, Furger; Menon, Hietanen; Markus Grüter; Poletti, Thomas Grüter, Billy Nilsson; Thunvall, Blöchliger, Fiechter; Meier, Rantala, Suter; Laely.

Grünenmatt: Locher (ab 30. Pauli); Rösch, Malkamäki; Forsmark, Gfeller; Flühmann, Aebersold, Weber; Arm, Danis, Zydel; Eyer, Ruch.

Bemerkungen: Zug ohne Müller und Stutzer, Grünenmatt ohne Härkönen (alle verletzt). 57. Pauli hält Penalty von Rantala. 30. Time-out Grünenmatt; in den letzten fünf Spielminuten wiederholt mit zusätzlichem Feldspieler anstelle des Goalies.

Grünenmatt – Zug United 3:5 (2:1, 0:2, 1:2)

Forum Sumiswald. – 356 Zuschauer. – SR Fässler/Schläpfer. – Tore: 6. Flühmann (Eigentor Blöchliger) 1:0. 17. Flühmann (Herren/Ausschlüsse Petter Nilsson; Weber) 2:0. 19. Hietanen (Poletti/Ausschluss Ruch) 2:1. 29. Suter (Rantala) 2:2. 33. Suter (Menon) 2:3. 54. Forsmark (Danis) 3:3. 57. Furger 3:4. 60. Meier (Thomas Grüter) 3:5 (ins leere Tor). – Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen Grünenmatt; 2-mal 2 Minuten plus 1-mal 10 Minuten (Petter Nilsson) gegen Zug United.

Grünenmatt: Pauli; Rösch, Malkamäki; Forsmark, Gfeller; Herren, Hutzli; Flühmann, Aebersold, Weber; Arm, Danis, Zydel; ­Künzli, Eyer, Ruch.

Zug United: Petter Nilsson (15. bis 27. Bär); Staub, Yannick Schelbert; Uhr, Furger; Menon, Hietanen; Markus Grüter; Poletti, Thomas Grüter, Billy Nilsson; Thunvall, Blöchliger, Fiechter; Meier, Rantala, Suter; Laely.

Bemerkungen: Zug ohne Müller und Stutzer, Grünenmatt ohne Härkönen (alle verletzt). 47. Petter Nilsson hält Penalty von Flühmann. 58. Time-out Grünenmatt; anschliessend ohne Goalie und mit zusätzlichem Feldspieler.

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