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UNIHOCKEY: Kampfgeist ist nicht belohnt worden

Zug United hat auch im fünften Playoff-Viertelfinalspiel den Qualifikationszweiten Köniz gefordert. Die Berner wankten, fielen aber nicht und beendeten mit einem 7:4-Sieg die Saison des Aufsteigers.
Peter Rohner
Die Zuger sind im ersten Moment enttäuscht, letztlich spielten sie aber eine starke Saison. (Bild: Michael Peter (Zug, 4. März 2018))

Die Zuger sind im ersten Moment enttäuscht, letztlich spielten sie aber eine starke Saison. (Bild: Michael Peter (Zug, 4. März 2018))

Peter Rohner

sport@zugerzeitung.ch

Die Zuger stemmten sich in den Schlussminuten gegen die Niederlage und damit das Saisonende. Doch die Könizer agierten abgebrüht und liessen gar keine Torchancen mehr zu. Am Ende hiess es 7:4 zu Gunsten des Favoriten – Zug war ausgeschieden. «Direkt nach Spielschluss ist die Enttäuschung gross», sagte der United-Doppeltorschütze Thomas Grüter im Interview mit dem Schweizer Fernsehen, das diese Partie live übertragen hatte. In den Playoffs würden Details über Sieg und Niederlage entscheiden. «Wir machten im letzten Drittel kleine dumme Fehler. Und nach dem Doppelschlag mit zwei Toren innert zwölf Sekunden wurde es extrem schwierig», so Grüter weiter. Diese 12 Sekunden in der 50. Minute waren auch die Wende in einem engen und umkämpften Spiel. Erst nutzte Manuel Maurer einen Ballverlust der Zuger im Aufbauspiel, und wenig später stand der Schwede Hampus Dargren nach einem Abpraller goldrichtig. Diesem Rückstand rannten die Zuger in den verbleibenden Minuten vergeblich nach.

Grosse Kulisse in grossem Spiel

Über die gesamte Spieldauer war der Sieg des Qualifikationszweiten vor fast 1200 Zuschauern in der Halle verdient. Dennoch gab der Könizer Captain Kaspar Schmocker zu, dass die Serie enger war, als es die Resultate vermuten liessen: «Den Zugern gebührt ein riesiges Kompliment – für die Serie, aber auch für die ganze Saison. Es war für uns sehr harte Arbeit, und deshalb ist auch die Erleichterung jetzt gross.» Nicht nur die Serie, auch das letzte Spiel blieb bis zum letzten Moment spannend. «Die Zuger haben uns vor viele Herausforderungen gestellt, und am Ende waren wir etwas glückhafter», sagte Schmocker. Vor allem im ersten Drittel hatte das Heimteam mehr vom Spiel, die besseren Chancen und führte entsprechend 2:1. Den Zuger Treffer schoss Steven Fiechter mit einer sehenswerten Einzelaktion in Unterzahl.

Die Gäste vergaben die Chance auf einen anderen Spielausgang wohl im mittleren Spielabschnitt. Nach Thomas Grüters Ausgleichstreffer zum 2:2 erspielte sich der kecke Aufsteiger einige hochkarätige Chancen, brachte den Ball aber nicht im Gehäuse unter. «Wenn wir in dieser Serie eine Chance haben wollen, müssen wir unsere Möglichkeiten vorne verwerten. Das haben wir nicht gemacht», sagte Captain Sandro Poletti. «Und da ging ich auch nicht gerade mit gutem Beispiel voran.» Am nächsten kam Poletti einem Treffer mit einem Pfostenschuss Mitte des zweiten Drittels.

Enttäuschung wird dem Stolz weichen

Die Zuger gingen zu Beginn des letzten Drittels gar mit 3:2 in Führung. Abermals zeichnete die stets gefährliche erste Formation dafür verantwortlich. Billy Nilsson spielte von hinter dem Tor den freistehenden Thomas Grüter an, der mit einem platzierten Schuss traf. Der knappe Vorsprung erwies sich als zu gering. Die Könizer wendeten die Partie wie beschrieben mittels eines Doppelschlags – der Anfang vom Saisonende. «Noch ist die Enttäuschung sehr gross, aber mit etwas Distanz wird das sicherlich anders sein», resümiert Poletti. «Wir haben gezeigt, dass wir nicht aus Zufall in die Playoffs gekommen sind», ergänzte Thomas Grüter an. «Wir gestalteten die Serie gegen den Qualifikationszweiten eng.» Poletti lobt auch die Arbeit im Hintergrund: «Es steckt mehr dahinter als nur das, was man auf dem Feld sieht. Es ist im Verein viel passiert, dass wir diesen Schritt machen konnten.»

Köniz – Zug United 7:4 (2:1, 0:1, 5:2)

Weissenstein, Bern. – 1170 Zuschauer. – SR Hohler/Koch. – Tore: 10. Hutzli (Dargren) 1:0. 16. (15:32) Fiechter (Ausschluss Thunvall!) 1:1. 16. (15:42) Maurer (Doza/Ausschluss Thunvall) 2:1. 24. Thomas Grüter (Billy Nilsson) 2:2. 43. Thomas Grüter (Billy Nilsson) 2:3. 50. (49:10) Maurer (Doza) 3:3. 50. (49:22) Dargren (Hutzli) 4:3. 59. (58:23) Bolliger (Doza) 5:3 (ins leere Tor). 60. (59:15) Hutzli 6:3 (ins leere Tor). 60. (59:37) Fiechter (Staub) 6:4. 60. (59:55) Zaugg (Dargren) 7:4 (ins leere Tor). – Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Köniz; 2-mal 2 Minuten gegen Zug United. – Köniz: Eder; Kaspar Schmocker, Simon Müller; Johansson, Castrischer; Herzog, Kuchen; Oliver Schmocker; Maurer, Ledergerber, Michel; Zaugg, Hutzli, Dargren; Bolliger, Doza, Saner. – Zug: Petter Nilsson; Staub, Yannick Schelbert; Menon, Hietanen; Uhr, Markus Grüter; Poletti, Thomas Grüter, Billy Nilsson; Thunvall, Koutny, Fiechter; Flütsch, Abt, Suter; Vosta. – Bemerkungen: Köniz ohne Pillichody, Zug ohne Joshua Schelbert (beide verletzt). 58. Time-out Zug United, anschliessend mehrheitlich ohne Goalie.

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