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UNIHOCKEY: Mit dem Highlander zur Premiere

Manuel Staub (23) spielt nach langen Jahren in Zürich wieder in der Zentralschweiz. Mit Zug United ist der Bauernsohn aus Menzingen auf dem besten Weg in die Playoffs.
Ruedi Burkart
Manuel Staub ist mit einem Schweizer-Meister-Titel im Gepäck in den Kanton Zug zurückgekehrt. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 9. Februar 2018))

Manuel Staub ist mit einem Schweizer-Meister-Titel im Gepäck in den Kanton Zug zurückgekehrt. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 9. Februar 2018))

Ruedi Burkart

sport@zugerzeitung.ch

Zwei Schritte noch, dann ist es vollbracht. Nach dem jüngsten 8:5-Auswärtssieg gegen die Kloten-Bülach Jets sind die Zuger NLA-Unihockeyaner dem erstmaligen Einzug in die Playoffs ganz nah. «Jetzt schaffen wir’s», ist sich der Verteidiger Manuel Staub vor der abschliessenden Doppelrunde vom kommenden Wochenende sicher, «das lassen wir uns nicht mehr nehmen». Ein Punkt aus den beiden Partien gegen Köniz und Chur reicht.

Dass die Zentralschweizer gleich in ihrem ersten Jahr nach dem Wiederaufstieg den Sprung unter die Top 8 des Landes schaffen dürften, hängt auch mit den Leistungen des 23-Jährigen zusammen. Der gelernte Stürmer hält als Verteidiger nicht nur die gegnerischen Stürmer unter Kontrolle, er ist auch immer wieder für entscheidende Treffer zuständig. Wer weiss, vielleicht entpuppt sich ja Staubs Game-Winning-Goal zum 5:4 in der vorletzten Runde gegen Thun (8:4-Sieg) als das wichtigste Tor der Saison überhaupt. «Manu hat seinen offensiven Drive aus früheren Tagen sehr gut konservieren können», lobt Zugs Chefcoach Sascha Rhyner.

Sein Unihockey-ABC erlernt hat Klein Manuel bei den Zuger Highlands. Sein Talent war schnell einmal offensichtlich. Dass er schon in frühen Jahren in die Nachwuchsabteilung der Grasshoppers wechselte, goutierten längst nicht alle im Verein. Nun denn, Staub entschied sich für eine Luftveränderung und reifte bei GC zu einem torgefährlichen Stürmer heran.

Eine Rückkehr in die Nationalmannschaft?

Die Erfolge stellten sich ein: Mit 18 Jahren gab er sein Debüt in der NLA, an der U19-WM in Deutschland holte die Schweiz Silber, und Staub schaffte es ins Allstar-Team. Doch plötzlich war Schluss mit der offensiven Unbekümmertheit. Der Menzinger wurde bei GC zum Verteidiger umfunktioniert – mit weitreichenden Folgen. Während sein früherer U19-Sturmpartner Joel Rüegger, der aktuelle NLA-Topskorer, mittlerweile auch in der A-Nationalmannschaft eine feste Grösse ist, schaffte es Staub bisher noch nicht ins Notizbuch von Nationaltrainer David Jansson, trotz des Meistertitels 2016 mit den Stadtzürchern. «Ich gönne Joel den Erfolg, ganz klar. Sollte auch ich für die Nati aufgeboten werden, würde ich mich freuen. Wenn nicht, dann ist es auch okay», gibt sich Staub pragmatisch.

Diese Einstellung gefällt Staubs Trainer. «Was die Nati anbelangt, ist der Zug für Manu sicher noch nicht abgefahren», sagt Sascha Rhyner. «Wenn in der Nati ein Platz für einen Verteidiger mit offensiver Ausrichtung frei wird, kann es für Manu durchaus klappen.» Die Losung heisse: konsequent weiterarbeiten und gute Leistungen zeigen. Im Zuger Team ist Staub mit aktuell 4 Toren und 17 Assists drittbester Skorer.

Unaufgeregt kommentiert Staub seinen Wechsel zurück an den Zugersee im Sommer 2016: «Bei GC hat es mir gefallen. Aber wenn du als Junior schon in einem Verein gespielt hast, bleibst du auch als NLA-Akteur immer irgendwie der Nachwuchsspieler.» Zudem wollte Staub auf dem Feld mehr Verantwortung übernehmen, statt wie bei den Stadtzürchern in der Meistersaison gerade mal in der zweiten oder dritten Defensivlinie zu spielen. Da war passend, dass Zug United nach dem Debakel im NLB-Playoff 2015/16 – Out im Viertelfinal gegen Davos – die Rückkehr in die Beletage des Schweizer Unihockeys mit aller Konsequenz anstrebte. Zug United trat an den «verlorenen Sohn» heran und überzeugte diesen zu einer Rückkehr – nicht nur mit einem Jobangebot im KV-Bereich. «Mit Jarkko Rantala wurde ein ausgewiesener Trainer und mit Billy Nilsson ein internationaler Topstürmer geholt. Da wusste ich: Das kann was werden.» Dass zeitgleich auch noch mit Staubs GC-Kumpel Thomas Grüter ein ehemaliger Einhorn-Hünenberg-Junior an den Zugersee wechselte, machte das sportliche Glück komplett.

Cup-Out gut weggesteckt

Der Rest ist Geschichte: Zug United tänzelte leichtfüssig durch die letztjäh­rige NLB-Meisterschaft und bodigte in den Aufstiegsspielen auch NLA-Ver­treter Grünenmatt diskussionslos. Nun steht das Team als Aufsteiger kurz vor dem vorzeitigen Ligaerhalt, sprich: der Qualifikation für die Playoffs. Das überraschende Cup-Aus gegen B-Ligist Sarnen Ende Oktober wurde relativ locker weggesteckt. Staub: «Wir haben im Team eine unglaublich positive Stimmung, jeder will sich weiterentwickeln. So können wir noch viel erreichen und in den Playoffs ein unangenehmer Gegner sein.»

Apropos: Dürfte der Menzinger einen Wunsch anbringen, würde er die Qualifikation gerne auf Rang sieben abschliessen. «Dann könnten wir Wiler-Ersigen aus dem Weg gehen.» Gegen Köniz oder die Tigers aus Langnau rechnen sich die Zuger ein paar Prozent grössere Chancen auf eine Überraschung im Viertelfinal aus als gegen den elffachen Meister und aktuellen Titelverteidiger.

Hinweis Der Bericht über das jüngste Spiel folgt auf der Seite 42.

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