Unihockey NLA
«Für uns ist der sportliche Wert gleich null»: Ad Astra Sarnen steigt in die Trostrunde

Ad Astra Sarnen startet am Samstag in die Challenge Round. Dort wollen die Obwaldner zeigen, dass sie in die NLA gehören.

Ruedi Burkart
Drucken
Teilen
Captain Roman Schöni wird «sehr wahrscheinlich» zurücktreten.

Captain Roman Schöni wird «sehr wahrscheinlich» zurücktreten.

Boris Bürgisser (Sarnen, 23. Januar 2021)

Mit einem Heimspiel gegen Waldkirch St. Gallen startet das NLA-Team von Ad Astra Sarnen am Samstag in die Challenge Round (18 Uhr, Dreifachhalle), tags darauf treten sie in Thun an (17 Uhr, MUR). Für die Obwaldner geht es in der «Trostrunde» der Teams auf den Ranglistenplätzen 7 bis 12 um nichts mehr. Der Ligaerhalt ist dank der Tatsache, dass auch in dieser Saison kein Team in die Nationalliga B absteigt, bekanntlich seit geraumer Zeit gesichert. «Ja, für uns ist der sportliche Wert der nächsten Spiele gleich null», sagt Sarnens Teamcaptain Roman Schöni. Trotzdem wolle man in den fünf verbleibenden Partien zeigen, dass man es verdiene, im kommenden Herbst die dritte Saison in Folge in der höchsten Liga des Landes zu bestreiten. «Wir wollen beweisen, dass wir in die Nationalliga A gehören.»

Vielleicht kann man sogar das Zünglein an der Waage spielen bei der Vergabe der beiden letzten Playoff-Plätze, welche die Teams auf den Rängen 7 und 8 am Ende der Challenge Round ergattern werden. Dass die Sarner Unihockey spielen können, haben sie gegen Ende der Qualifikation verschiedentlich angedeutet. Und definitiv unter Beweis gestellt, als sie in der Schlussrunde die Stars von Zug United mit 6:5 nach Verlängerung geschlagen haben. Und damit die bisher einzigen zwei Meisterschaftspunkte holten. Bei Ad Astra geht es also ab sofort um die Vorbereitung auf die Saison 2021/22. Diese wird voraussichtlich ohne Captain Roman Schöni über die Bühne gehen. Der 31-Jährige wird «sehr wahrscheinlich», wie er selbst sagt, seinen Rücktritt vom Leistungssport geben. Grund: Seine Prioritäten haben sich verschoben. «Mir wird es künftig nicht mehr möglich sein, vier- oder fünfmal pro Woche in der Halle zu stehen», so Schöni, der eine berufliche Weiterbildung ins Auge gefasst hat. Seinem Klub wird er aber weiterhin die Treue halten. «Ich bin jetzt 22 Jahre bei Ad Astra. Und werde dies auch weiterhin bleiben.» In welcher Funktion, das sei noch offen.