UNIHOCKEY: Playoff-Rennen auf der Zielgeraden

Drei Runden stehen in der Qualifikation der NLA aus, und noch rechnen sich fünf Teams Chancen auf die zwei verbleibenden Playoff-Plätze aus – darunter auch Zug United und der Gegner vom Sonntag.
Peter Rohner
Die Zuger mit Simon Abt (am Ball) wollen einen grossen Schritt in Richtung Saisonziel machen. (Bild: Christian H. Hildebrand (Unterägeri, 14. Januar 2018))

Die Zuger mit Simon Abt (am Ball) wollen einen grossen Schritt in Richtung Saisonziel machen. (Bild: Christian H. Hildebrand (Unterägeri, 14. Januar 2018))

Peter Rohner

sport@zugerzeitung.ch

Drei Runden vor dem Ende der Qualifikation in der NLA herrschen einzig ganz zuoberst und ganz zuunterst in der Tabelle klare Verhältnisse. Dem SV Wiler-Ersigen ist der Qualifikationssieg kaum noch zu nehmen, und der UHC Thun wird angesichts seines happigen Restprogramms kaum mehr vom letzten Platz wegkommen. Dazwischen kämpfen im Prinzip zehn Teams um eine möglichst gute Ausgangslage für die Ausmarchung im Championat. Mittendrin steht auch Zug United. In den verbleibenden Runden treffen die Zentralschweizer gleich auf zwei direkte Konkurrenten, die mit dem Rücken zur Wand stehen und auf Punktezuwachs dringend angewiesen sind, um den Sprung in die Playoffs im letzten Moment doch noch zu realisieren.

Am Sonntag spielen die Zuger bei den Kloten-Bülach Jets, die derzeit auf dem zweitletzten Platz stehen und sechs Punkte Rückstand auf den Strich aufweisen (18.00, Ruebisbach, Kloten). In der Flughafenstadt ist die Devise für die verbleibenden Saisonspiele deshalb «verlieren verboten», soll es nicht ein unerwartetes Grounding geben.

Hoffen auf den Höhenflug

Die Klotener waren in den vergangenen Jahren stets mit einem Höhenflug zum Ende der Qualifikation noch rechtzeitig über den Playoff-Strich gesegelt. In diesem Jahr steht der Jet jedoch noch auf der Startbahn. In den letzten fünf Partien blieben die Zürcher viermal ohne Zählbares und punkteten einzig gegen Schlusslicht Thun. Vor allem offensiv passte – mit Ausnahme des Thun-Spiels – wenig zusammen; weniger als zwei Tore erzielte Kloten im Schnitt (sowie zehn gegen Thun). Chefpilot Arto Riihimäki, der während zwei Saisons auch die Geschicke von Zug United leitete, braucht nun ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber dringend drei Punkte, um zumindest rechnerisch die Chancen auf die Playoffs aufrechtzuerhalten. Immerhin haben die Zürcher Unterländer mit drei direkten Konkurrenten das vermeintlich leichteste Schlussprogramm aller Strichkandidaten.

Dazu konzentrierten die Klotener in den letzten Partien ihre ausländischen Kräfte in einer Linie – angeführt vom finnischen Topskorer Mikko Immonen. Nicht minder gefährlich ist jedoch auch die Formation um den abschlussstarken Fabian Zolliker, Routinier Daniel Dürst und den jungen Verteidiger Tobias Heller, dessen Rushes ihn bis ins Nationalteam gebracht haben.

Im Qualifikationsfinish können die Klotener in der finalen Phase auf ihre Heimstärke hoffen: Am Ruebisbach sammelten sie die Mehrzahl ihrer Zähler und punkteten auch in den letzten drei Heimspielen. Dem stehen fünf Auswärtsniederlagen de ­suite gegenüber. Nach Zug empfangen die Zürcher zum Abschluss noch den UHC Uster. Dazwischen steht das Auswärtsspiel in Chur auf dem Programm.

Auch die Zuger gewannen zu Hause deutlich mehr Punkte als in fremden Hallen und haben auch dank ihrer Heimstärke die beste Ausgangslage im Rennen um einen der begehrten Playoff-Plätze. Derzeit hat das Team von Sascha Rhyner und Radim Cepek drei Punkte Reserve auf den Strich sowie den Vorteil des besten Torverhältnisses.

Die Special Teams als Schlüssel

Das Hinspiel zwischen den beiden Teams war eine hart umkämpfte Partie, die die Zuger dank eines effizienten Konterspiels im Mitteldrittel auf ihre Seite zwangen. Und just als die Klotener einen Weg zurück in die Partie gefunden hatten, kassierten sie in einem Powerplay das 4:6, statt selbst den Ausgleich zu erzielen. Ein sich wiederholendes Problem bei den Zürchern: Bereits vier Shorthander mussten sie den Gegnern zugestehen – so auch zuletzt gegen die Grasshoppers mit spielentscheidendem Charakter. Allerdings schwächelte zuletzt auch das Überzahlspiel der Zuger.

Nationalliga A

Rangliste (alle 19 Spiele): 1. Wiler-Ersigen 47. 2. Köniz 43. 3. Langnau 40. 4. Grasshoppers 37. 5. Malans 19/32 (123:105). 6. Rychenberg Winterthur 19/32 (125:121). 7. Zug 24. 8. Uster 19/21 (107:126). 9. Waldkirch-St. Gallen 19/21 (102:145). 10. Chur 18. 11. Kloten-Bülach 15. 12. Thun 12.

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