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UNIHOCKEY: Schwedische Inputs für die Surseer

Die Surseer lassen im 2.-Liga-Derby gegen Schüpfheim nichts anbrennen: Mit von der Partie beim 8:1-Sieg ist auch Fabian Lischer, der für zwei Lehrjahre nach Schweden auswanderte.
Ruedi Vollenwyder
Die Schüpfheimer, hier Gian Willa (links) im Zweikampf gegen Pascal Dissler, konnten die Surseer über die gesamte Spielzeit nie aus dem Tritt bringen. (Bild: Philipp Schmidli (Sursee, 19. November 2017))

Die Schüpfheimer, hier Gian Willa (links) im Zweikampf gegen Pascal Dissler, konnten die Surseer über die gesamte Spielzeit nie aus dem Tritt bringen. (Bild: Philipp Schmidli (Sursee, 19. November 2017))

Ruedi Vollenwyder

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Die Geschichte des 2.-Liga-Derbys zwischen Sursee und Schüpfheim ist schnell erzählt. Die Gäste aus dem Entlebuch (vier Punkte) hatten keine Siegchance und mussten mit einer 1:8-Kanterniederlage vom Feld. 0:3 stand es nach dem ersten Drittel, gar 0:7 nach dem zweiten Spielabschnitt. Immerhin gelang Jan Bucher für die in allen Belangen überforderten Entlebucher mit dem Tor zum 1:7 der Ehrentreffer.

Der Frust ob dieser Klatsche war bei Schüpfheim riesig. Trainer Samuel Vogel wollte nicht reden. Dafür stand Captain Armin Stadelmann für eine knappe Analyse Red und Antwort: «Wir fanden zu keiner Zeit ins Spiel. Im Derby-Rückspiel wollen wir es dann besser machen.» Nach dieser Niederlage rutschte Schüpfheim, das den Ligaerhalt als Saisonziel nennt, mit nur einem Sieg auf den letzten Tabellenplatz ab.

Die Surseer unter Trainer Michael Egli, welche in der letzten Saison noch an die Aufstiegstüre zur 1. Liga klopften, kamen bisher ebenfalls nicht auf Touren. «Dieser Derby-Sieg war für uns die letzte Chance, um noch das Saisonziel Playoffs, die Ranglistenplätze eins und zwei, anzupeilen. Doch die acht Punkte Rückstand auf Black Creek Schwarzenbach sind schon happig», weiss Trainer Egli die Ausgangslage realistisch einzuschätzen.

Fahrt über 1300 Kilometer an einem Wochenende

Für Defensivspieler Fabian Lischer ist dieser Derby-Sieg «gleichwohl ein Aufsteller. Wir haben gezeigt, zu was die Mannschaft spielerisch eigentlich fähig ist.» Er weiss, über was er spricht. Denn der jetzt an der Uni Bern Wirtschaft studierende 21-jährige Fabian Lischer hat als Unihockey-Jungspund einen nicht alltäglichen Weg eingeschlagen, um Studium und seinen Lieblingssport «unter einen Hut zu bringen». Er lebte als Austauschschüler die letzten beiden Jahre in Schweden. Dank dem Kontakt eines früheren Trainers fand er in der zweiten Mannschaft beim Klub Gamia Stan IBC Unterschlupf und hatte auch Teileinsätze im Fanionteam. «Ein toller Verein, bei dem ich viel lernen konnte», zieht er zufrieden Bilanz. Er vergleicht das spielerische Niveau in dieser Liga mit demjenigen eines im Mittelfeld spielenden Schweizer NLB-Klubs. Doch die Unterschiede waren für ihn schon happig. «Ich brauchte schon eine gewisse Anlaufzeit, um mich an den intensiveren Unihockey-Alltag zu gewöhnen», meint er lachend.

Das Tempo sei höher, die Hallenböden schneller und auch der Körpereinsatz im Spiel sei viel härter gewesen. Dazu kam die Reiserei zu den Spielen. «Der nächste Spielort war knapp unter zwei Stunden Carfahrt erreichbar. An einem Weekend mit zwei Partien waren 1300 zurückgelegte Kilometer nichts besonderes», nennt er markante Unterschiede zur hiesigen Meisterschaft.

«Smäller det, sa smäller det ordentligt

Was hat er aus diesem Schweden-Abstecher mit nach Hause genommen? Fabian Lischer: «Meine Stocktechnik ist viel besser geworden, auch im taktischen Bereich habe ich dazugelernt, und die Zweikampfhärte ist ausgeprägter geworden.» Unter dem Motto: «Smäller det, sa smäller det ordentligt», was auf Schweizerdeutsch übersetzt heisst: «Wenn’s chlöpft, denn chlöpft’s rechtig». Auch in der Trainingsgestaltung versucht er, nach Absprache mit Trainer Michael Egli, einige in Schweden gesammelte Inputs einzubringen.

Als Teammitspieler sieht er seinen UHC Sursee, vom Spielniveau her betrachtet, in naher Zukunft in der 1. Liga. Sein persönliches sportliches Ziel setzt er aber höher an: «Einmal in einem Klub in der NLB oder NLA zu spielen, das wäre schon geil.»

Männer, 2. Liga

Grossfeld, Gruppe 3: Sursee – Schüpfheim 8:1. Schwarzenbach – Waldenburg 7:6 n. V. Burgdorf – Schüpbach 4:5 n. V. Brugg – Herzogenbuchsee 8:5. Biel-Seeland – Aargau United 8:9.

Rangliste (alle 8 Spiele): 1. Waldenburg 22. 2. Schwarzenbach 19. 3. Burgdorf 18. 4. Brugg 12. 5. Sursee 11 (34:34). 6. Schüpbach 11 (37:39). 7. Aargau United 10. 8. Herzogenbuchsee 9. 9. Biel-Seeland 4 (35:52). 10. Schüpfheim 4 (24:48).

Sursee – Schüpfheim 8:1 (3:0; 4:0; 1:1)

Kottenmatte. – 100 Zuschauer. – SR Schaad/Dürrenmatt. – Tore: 13. Setz 1:0, 17. Kaufmann 2:0, 18. Bieri 3:0, 23. Wechsler 4:0, 23. Georg Bucher 5:0, 35. Feucht 6:0, 40. Setz 7:0, 56. Jan Bucher 7:1, 58. Wirth 8:1.

Grossfeld, Gruppe 3: Uri – Mendrisiotto 7:5 (2:2, 3:1, 2:2). Grasshoppers – Sarnen 6:3. Eschenbach – Weggis-Küssnacht 8:2 (3:1, 4:0, 1:1). Wangen-Brüttisellen – Dübendorf 7:5. Sarnen – Dübendorf 4:8. Hünenberg – Buochs 8:4.

Rangliste: 1. Dübendorf 21. 2. Wangen-Brüttisellen 21. 3. Uri 18 (61:42). 4. Einhorn Hünenberg 17 (52:25. 5. Eschenbach 13 (42:42). 6. Grasshoppers Zürich 11. 7. Ad Astra Sarnen II 10 (41:45). 8. Mendrisiotto-Ligaornetto 6. 9. Weggis-Küssnacht 6 (32:66). 10. Pover Wave Buochs 0 (30:59).

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