Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

UNIHOCKEY: Zug holt einen Punkt beim Serienmeister

Zug United (NLA) hat sein Punktekonto am Wochenende mehr als verdoppelt. Vor allem beim Spiel gegen Wiler-Ersigen zeigen die Zuger Charakter und kämpfen sich zurück.
Die dritte Zuger Linie mit Adrian Uhr (von links), Ondrej Vosta, Joshua Schelbert, Peter Flütsch und Matthias Müller freuen sich über ein Tor. (Bild: Michael Peter (Zug, 14. Oktober 2017))

Die dritte Zuger Linie mit Adrian Uhr (von links), Ondrej Vosta, Joshua Schelbert, Peter Flütsch und Matthias Müller freuen sich über ein Tor. (Bild: Michael Peter (Zug, 14. Oktober 2017))

Peter Rohner

sport@zugerzeitung.ch

Wie schnell es im Unihockey gehen kann, erlebten die 362 Zuschauer im Sportzentrum Zuchwil am späten Sonntagnachmittag. Der elffache Schweizer Meister Wiler-Ersigen führte gegen Aufsteiger Zug bereits nach knapp acht Minuten 3:0. «Das war ein Weckruf. Wir waren zu Beginn des Spiels überhaupt nicht da», sagte Verteidiger Aki Hietanen nach der turbulenten Partie. Zugs Trainer Sascha Rhyner nahm früh schon sein Time-out und erzielte damit Wirkung, auch wenn Joel Krähenbühl noch das 4:0 gelang (15. Minute). «Nach dem Time-out spielten wir besser und konnten Wiler herausfordern», so Hietanen weiter.

Allerdings bedurfte es auch der Unterstützung des Schweizer Meisters und der Unparteiischen. Eine Strafe nutzte Hietanen per Abpraller zum ersten Zuger Treffer, und Billy Nilsson verwertete einen streng gepfiffenen Penalty zum 2:4. Und weil nur sechs Sekunden später Marcus Thunvall den dritten Treffer Zugs erzielte, ging Wiler-Ersigen mit nur einem Tor Vorsprung in die Drittelpause.

Die United zeigt im Mitteldrittel Charakter

Im zweiten Spielabschnitt präsentierte sich Zug in der Tat verbessert. Wohl liess Wiler weiterhin den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren, doch die Abschlüsse fanden nur selten den Weg an den aufopfernd blockenden Zuger Verteidigern vorbei. Und im Tor hielt Florian Bär, was auf sein Gehäuse kam. Oder er hatte das Glück des Tüchtigen. So prallte ein Ball hinter ihm von Pfosten zu Pfosten und wieder ins Feld. Auf der anderen Seite erwiesen sich die Zuger Stürmer für einmal als effizient. Billy Nilsson, Peter Flütsch und Thomas Grüter drehten bis zur Spielmitte die Partie: Und Zug führte 6:4. Wiler-Ersigen blieb jedoch stets gefährlich – vor allem Deny Känzig erwies sich als permanenter Gefahrenherd, der auf Fehler in der Zug-United-Defensive wartete. So traf er noch im zweiten Drittel zum 5:6 und glich zu Beginn des Schlussabschnitts die Partie wieder aus. Die Wende war dieser Treffer aber nicht – noch nicht.

Billy Nilsson legte für die Gäste abermals vor. Diese Führung hielt indes nicht lange. Andrin Hollenstein erwischte Bär 33 Sekunden später mit einem verdeckten Schuss in der nahen Ecke. Und Matthias Hofbauer, im Slot vergessen und von Krähenbühl ideal bedient, brachte das Heimteam scheinbar wieder auf Kurs. Das letzte Wort in der regulären Spielzeit war dies aber noch nicht. Thunvall sicherte mit dem 8:8 drei Minuten vor dem Ende dem Aufsteiger einen kaum erwarteten Punktgewinn.

Eine harte Strafe besiegelt das Zuger Schicksal

Die Zuger hatten nun Blut geleckt und strebten nach mehr. Dieses Streben wurde in Overtime jäh gebremst. Die Schiedsrichter taxierten eine Körpercharge von Billy Nilsson gegen Goalie Christoph Reich als grobes Körpervergehen und schickten den Schweden für fünf Minuten auf die Strafbank. Dieses Überzahlspiel nutzte Nilssons Landsmann Daniel Johnsson zum Siegtreffer. «Nach einem solchen Ende ist man natürlich frustriert», meinte Hietanen. «Aber auswärts bei Wiler-Ersigen ist immer eine schwierige Aufgabe. Deshalb sollten wir zufrieden sein mit dem Punkt, auch wenn heute mehr möglich gewesen wäre.»

Der Punktgewinn am Sonntag rundete ein letztlich geglücktes Wochenende für Zug United ab. Am Samstag bezwangen die Zentralschweizer den UHC Waldkirch-St. Gallen souverän. Zug hatte in diesem Spiel gegen einen direkten Konkurrenten, der ausgezeichnet in die Saison gestartet war, stets die passende Antwort bereit. Sowohl nach dem 1:1-Ausgleich als auch im Schlussabschnitt, in dem die Partie plötzlich hektischer wurde. Kursweisend war die Phase im ersten Drittel, als Hietanen mit einem platzierten Handgelenkschuss den Ausgleich der Ostschweizer 52 Sekunden später mit dem neuerlichen Führungstreffer beantwortete. Kurz vor Drittelsende erhöhte Joshua Schelbert gar auf 3:1. Ähnlich präsentierte sich die Physiognomie im mittleren Spielabschnitt. Die Zentralschweizer waren bemüht, Ball und Spiel geduldig zu kontrollieren und die sich in der Folge bietenden Räume zu nutzen. Tassio Suter nutzte dies zum 4:1. Und nur 80 Sekunden nach dem 4:2 im Powerplay legte Verteidiger Yannick Schelbert mit dem 5:2 wieder vor aus Zuger Sicht. Und sein Bruder Joshua baute die Führung noch vor der zweiten Pause aus. Es war letztlich der spielentscheidende Doppelschlag.

Den Gegner auf Distanz gehalten

In den letzten 20 Minuten jagten die Gäste, zuletzt mit vier Siegen in Folge auf einem Höhenflug, dem Rückstand nach. Vorerst aber ohne Erfolg. Hietanen, Ondrej Vosta und Billy Nilsson erhöhten den Vorsprung sukzessive auf 9:2. Drei Tore in Folge brachten die Gäste wieder zurück ins Spiel. Doch das Heimteam verwaltete den Vorsprung in den verbleibenden Minuten und hatte mit dem Treffer von Marcus Thunvall ins leere Tor auch das letzte Wort in diesem Duell zweier direkter Konkurrenten.

«Wir haben deutlich besser gespielt als in den letzten Partien und hatten keine schlechten Phasen», resümierte Petter Nilsson. Der Keeper trug mit sicheren Paraden vorab im Schlussabschnitt wesentlich dazu bei, dass die Zuger trotz sicherer Führung nicht nochmals in Schieflage gerieten. Der schwedische Keeper behielt während des Spiels und danach die Ruhe: «Wir führten 9:2, da ist es klar, dass der Gegner mehr Risiko eingeht und uns früher unter Druck setzt. Das passiert eigentlich immer in dieser Situation.»

Zug United – Waldkirch 11:6 (3:1, 3:1, 5:4)

Sporthalle Zug (Herti). – 295 Zuschauer. SR Hürzeler/Peter. – Tore: 7. Billy Nilsson (Thomas Grüter) 1:0. 12. (11:08) Alder (Schiess) 1:1. 13. (12:00) Hietanen (Suter) 2:1. 19. Jo­shua Schelbert (Flütsch) 3:1. 28. Suter (Koutny) 4:1. 37. Alder (Jeanot Eschbach/Ausschluss Uhr) 4:2. 38. Yannick Schelbert (Billy Nilsson) 5:2. 38. Joshua Schelbert (Flütsch) 6:2. 41. (40:26) Hietanen (Billy Nilsson/Ausschluss Gross) 7:2. 43. Vosta (Flütsch) 8:2. 43. Billy Nilsson (Poletti) 9:2. 46. Gross (Thomas Mittelholzer) 9:3. 47. Schiess (Gross) 9:4. 53. Roman Mittelholzer (Schiess/Ausschluss Joshua Schelbert) 9:5 (WaSa ohne Goalie). 57. Billy Nilsson 10:5. 59. Roman Mittelholzer (Conzett) 10:6. 60. (59:19) Thunvall (Suter) 11:6 (ins leere Tor). – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Zug United. 2-mal 2 Minuten gegen Waldkirch-St. Gallen. – Zug United: Petter Nilsson; Staub, Yannick Schelbert, Menon, Hietanen; Uhr, Vosta; Poletti, Thomas Grüter, Billy Nilsson; Thunvall, Koutny, Suter; Joshua Schelbert, Flütsch, Müller; Crivelli, Laely. – Bemerkungen: Zug United ohne Furger (verletzt) und Fiechter (abwesend). 53. Time-out WaSa. 56. Time-out Zug United.

Wiler-Ersigen – Zug United 9:8 n.V. (4:3, 1:3, 3:2, 1:0)

Sportzentrum Zuchwil. – 362 Zuschauer. – SR Meister/Rimensberger. – Tore: 2. Deny Känzig (Bischofberger) 1:0. 8. (7:11) Deny Känzig 2:0. 8. (7:43) Laubscher (Affolter) 3:0. 15. Krähenbühl (Matthias Hofbauer) 4:0. 17. (16:08) Hietanen (Staub/Ausschluss Tobias Känzig) 4:1. 18. (17:12) Billy Nilsson 4:2 (Penalty). 18. (17:18) Thunvall (Suter) 4:3. 25. Billy Nilsson 4:4. 30. (29:24) Flütsch (Laely) 4:5. 30. (29:56) Thomas Grüter (Staub) 4:6. 34. Deny Känzig (Bischofberger) 5:6. 42. Deny Känzig (Tobias Känzig) 6:6. 45. Billy Nilsson (Menon) 6:7. 46. (45:14) Hollenstein (Laubscher) 7:7. 46. (45:58) Matthias Hofbauer (Krähenbühl) 8:7. 57. Thunvall 8:8. 67. Johnsson (Matthias Hofbauer/Ausschluss Billy Nilsson) 9:8. – Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. 1-mal 2 Minuten, 1-mal 5 Minuten (Billy Nilsson) gegen Zug United. Zug United: Bär; Staub, Yannick Schelbert; Menon, Hietanen; Uhr, Markus Grüter; Poletti, Thomas Grüter, Billy Nilsson; Thunvall, Koutny, Suter; Joshua Schelbert, Flütsch, Laely. – Bemerkungen: SVWE ohne Väänänen (geschont), Zug ohne Furger (verletzt) und Fiechter (abwesend). 8. Time-out Zug.

NLA-Frauen: Giffers – Frauenfeld 3:4. Red Ants Winterthur – Waldkirch-St. Gallen 4:2. Zug – Dietlikon 3:10. Piranha Chur – Bern-Burgdorf 5:4 n. V. Berner Oberland – Emmental Zollbrück 5:3.

NLA-Rangliste: 1. Köniz 7/17 (56:35). 2. Wiler-Ersigen 7/17 (51:36). 3. Grasshoppers 7/15 (64:30). 4. Langnau 7/13 (51:42). 5. Malans 7/12 (45:41). 6. Waldkirch-St. Gallen 7/11 (41:47). 7. Uster 7/9 (40:45). 8. Rychenberg Winterthur 7/8 (43:57). 9. Kloten-Bülach 7/7 (38:44). 10. Zug 7/7 (46:55). 11. Chur 7/7 (39:54). 12. Thun 7/3 (29:57).

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.