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UNIHOCKEY: Zug United hält bei Premiere lang mit

45 Minuten lang hat der NLA-Aufsteiger dem HC Rychenberg Paroli geboten, ehe der Favorit letztlich souverän mit 9:4 siegte. Tags darauf ist United hingegen erfolgreich.
Peter Rohner

Peter Rohner

sport@zugerzeitung.ch

Der Aufsteiger Zug United zeigte zum Start in die zweite NLA-Saison der Vereinsgeschichte lang eine starke Leistung. Nach zwei Dritteln stand es zwischen dem HC Rychenberg Winterthur und den Zentralschweizern 3:3. Und es kam noch besser: Kurz nach Beginn des Schlussabschnitts fing der Schwede Billy Nilsson einen Pass seines Landsmanns Rasmus Sundstedt ab und hob den Ball nach einem fulminanten Sprint elegant über Keeper Ruven Gruber. Zug United führte nach knapp 41 Minuten vor 650 Zuschauern gegen den Favoriten. Doch das Team von Rolf Kern – und insbesondere die Linie mit dem für das letzte Drittel eingewechselten Sundstedt – stemmte sich in der Folge mit aller Heftigkeit und Klasse gegen die Niederlage. Die Winterthurer drängten die Zuger zusehends in die eigene Platzhälfte und kamen zum Erfolg. Linard Parli, Tobias Studer und Fredrik Holtz trafen innert nur 71 Sekunden und stellten von 3:4 auf 6:4.

Aus dieser Schieflage vermochte sich Zug trotz Time-out und aggressiverem Forechecking nicht mehr zu manövrieren. Vielmehr kassierten die Zentralschweizer noch drei weitere Treffer, sodass das Verdikt am Ende deutlich ausfiel. «Es schien, als wären wir mit der Führung nervös statt selbstsicher geworden», sagte Manuel Staub nach dem Rennen. Der United-Captain Sandro Poletti ortete noch weiteres Steigerungspotenzial: «Wir haben in der ganzen Partie zu wenige Zweikämpfe gewonnen – oder sind auch zu wenig in die Zweikämpfe gegangen.» Es war nach saisonübergreifend 23 Siegen die erste Niederlage für Zug United in einem Pflichtspiel seit dem 19. November 2017.

Zwei Drittel lang war es ein zäher Kampf zwischen den beiden Teams mit leichten Vorteilen für die Gastgeber gewesen. Die Verhältnisse wurden durch Sundstedts Eingreifen deutlich verändert. Rychenbergs Star betrat nach vierwöchiger Verletzungspause das Feld. Die Impulse des schwedischen Internationalen belebten das Spiel der ersten Formation der Gastgeber, die letztlich acht der neun Treffer realisierte.

Geknorze im Schweizer Cup

Tags darauf ging es für Zug United im Cup nach Bellinzona. Der Gegner im Sechzehntelfinal war ein alter Bekannter: Mit Ticino Unihockey hatten sich die Zen­tralschweizer in den letzten Jahren in der NLB wiederholt duelliert – unter anderem fünfmal ­allein in der letzten Spielzeit. ­Der nun unterklassige Kontrahent präsentierte sich als gut organisiertes Team, das jedoch Mühe hatte, selber Chancen zu kreieren. Die gefährlichsten Aktionen boten sich den Tessinern, wenn sie nach einem Fehler der Zuger das Spiel schnell wenden konnten.

Vorerst schien aber alles der Papierform zu entsprechen. Billy Nilsson brachte sein Team mit 1:0 in Führung. Doch in der Folge begann das Spiel auf Seiten der Gäste zu stocken, und die Tessiner fanden besser ins Spiel und den Ausgleich. Als Jiri Koutny auf der Strafbank sass, glich Isaia Schneeberger mit einem Schuss aus der Distanz aus. Immer wenn sich die Zuger ihrer Qualitäten besannen, kamen sie auch zu Chancen. So schloss Marco Laely eine schöne Kombination der dritten Formation zu neuerlicher Führung ab.

Im zweiten Spielabschnitt fiel das einzige Tor unmittelbar nach Wiederanpfiff. Der aufgerückte Verteidiger Aki Hietanen war zum 3:1 erfolgreich. Schneeberger, auf diese Saison neu zu den Tessinern gestossen, brachte zu Beginn des Schlussabschnitts mit dem zweiten Treffer nochmals Spannung in die Sporthalle – bis Thomas Grüter freigespielt wurde. In der Folge erhöhten Tassio Suter sowie Steven Fiechter per Penalty auf das Endresultat von 6:2.

«Das war eines der schlechtesten Spiele, seit ich bei Zug United bin», sagte der Finne Hietanen im Anschluss daran – er bestreitet immerhin schon seine dritte Spielzeit mit den Zentralschweizern. «Das Spiel und die Niederlage gegen Winterthur waren noch in den Köpfen», sah Hietanens Verteidigerkollege Staub als einen Grund für den sehr durchzogenen Auftritt im Tessin.

Winterthur – Zug United 9:4 (1:1, 2:2, 6:1)
Oberseen, Winterthur. – 650 Zuschauer. – SR Wehinger/Zurbuchen. – Tore: 11. Niiranen (Hautaniemi) 1:0. 18. Staub (Thomas Grüter/Ausschluss Conrad) 1:1. 26. Holtz (Conrad) 2:1. 28. Thunvall (Suter) 2:2. 34. Parli (Wöcke) 3:2. 38. Billy Nilsson (Staub) 3:3. 41. Billy Nilsson 3:4. 46. (45:09) Parli (Sundstedt) 4:4. 46. (45:55) Studer (Gutknecht) 5:4. 47. (46:20) Holtz (Conrad) 6:4. 50. Conrad (Parli) 7:4. 53. Sundstedt (Parli) 8:4. 54. Parli (Sundstedt) 9:4. – Strafen: Je 1-mal 2 Minuten.
Rychenberg Winterthur:Gruber; Conrad, Huser; Niiranen, Gutknecht; Parli, Wöcke, Holtz; Hautaniemi, Koskelainen, Schaub; Studer, Sundstedt.
Zug United:Bär; Staub; Hietanen; Menon, Yannick Schelbert; Uhr, Fiechter; Poletti, Thomas Grüter, Billy Nilsson; Thunvall, Koutny, Suter; Joshua Schelbert, Flütsch, Laely.
Bemerkungen:Rychenberg ohne Grunder (abwesend) und Schwerzmann (verletzt), Zug ohne Petter Nilsson (krank), Furger und Crivelli (beide verletzt). 47. Time-out Zug.

Ticino – Zug United 2:6 (1:2, 0:1, 1:3)
Arti e Mestieri, Bellinzona. – 134 Zuschauer. – SR Fässler/Schläpfer. – Tore: 4. Billy Nilsson (Thomas Grüter) 0:1. 6. Schneeberger (Nadir Monighetti/Ausschluss Koutny) 1:1. 14. Laely (Flütsch) 1:2. 21. Hietanen (Poletti) 1:3. 42. Schneeberger (Isabella) 2:3. 46. Thomas Grüter (Staub) 2:4. 52. Suter (Koutny) 2:5. 58. Fiechter 2:6 (Penalty). – Strafen: Je 2-mal 2 Minuten. –
Ticino:Pitozzi; Vapaniemi, Boggia; Fiorina, Schneeberger; Gazzaniga, Schwender; Karlsson, Biffi, Canevascini; Tomatis, Isabella, Nadir Monighetti; Demis Monighetti, Villat, Andreeta; Giammalva, Regazzi.
Zug United:Mück; Staub; Hietanen; Menon, Yannick Schelbert; Uhr, Fiechter; Poletti, Thomas Grüter, Billy Nilsson; Thunvall, Koutny, Suter; Joshua Schelbert, Flütsch, Laely; Müller.
Bemerkungen:Zug ohne Petter Nilsson (krank), Abt (nicht spielberechtigt im Cup), Furger und Crivelli (beide verletzt). 56. Time-out Zug.

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