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UNIHOCKEY: Zug United kann doch noch verlieren

In der 11. Runde der NLB-Meisterschaft kassierte der Tabellenführer die erste Niederlage. Beim 4:6 gegen den UHC Sarganserland ist den Zugern das Spiel entglitten.
Auch zwei Tore von Adrian Furger reichen nicht für Zug.

Auch zwei Tore von Adrian Furger reichen nicht für Zug.

Nach rund 15 Minuten sah in der Sporthalle Gadretsch in Sevelen alles aus, als würde es den erwarteten Gang nehmen. Die Zuger dominierten die Startphase, liessen Ball und Gegner gut laufen und schossen drei teilweise schön herausgespielte Tore. Ernsthafte Gegenwehr erwuchs dem Leader in der Startphase nicht. Die Physiognomie des Spiels änderte indes schlagartig, als die Gastgeber zum Ende des ersten Drittels zu einem Powerplay und in diesem zu einem ersten Erfolgserlebnis kamen. Und als schliesslich Vojtech Skalik nur elf Sekunden vor der ersten Sirene der Anschlusstreffer gelang, leckten die Sarganserländer definitiv Blut.

Zug missriet in der Folge der Auftakt in das zweite Drittel: Mit einem satten Hocheckschuss aus der Drehung gab Skalik abermals einen Beweis seiner Gefährlichkeit ab und erzielte den Ausgleich. Es kam für die Einheimischen noch besser: Nach einem Zuger Freistoss in der offensiven Ecke eroberten die Sarganser den Ball und lancierten einen ihrer schnellen und stets gefährlichen Konter. Samuel Pfiffner umkurvte gekonnte Petter Nilsson und schob zur erstmaligen Führung für Sarganserland ein. Die Zentralschweizer waren auch fortan mehrheitlich in Ballbesitz, kamen aber erst eine Sekunde vor der zweiten Pause zu ihrem vierten Treffer: Im Powerplay traf Steven Fiechter mit einem herrlichen Direktschuss in die hohe Torecke.

Mit einem Mann mehr schwach

Im Schlussabschnitt drückten die Gäste nun mit zwei Linien vehement auf die Entscheidung. Sie scheiterten jedoch wiederholt an Torhüter Christian Hartmann, an der Torumrandung oder am eigenen Unvermögen. In die Kategorie des Letzteren gehört die schwache Ausbeute im Überzahlspiel. Gleich drei Gelegenheiten liessen sie ungenutzt und kassierten viel mehr gar noch das 4:5 in numerischer Überlegenheit. Skalik, wiederum er, bediente den vor dem Tor völlig frei stehenden Fabio Good. Symptomatisch für die Partie letztlich auch die Entscheidung: Die Zuger agierten zu unpräzis und zu zögerlich. Roman Fehr ging energisch in den Zweikampf, schnappte sich den Ball und bediente in der Mitte den allein gelassenen Björn Ludwig. Zug versuchte in den letzten zweieinhalb Minuten mit der Brechstange und ohne Goalie, die erste Saisonniederlage noch abzuwenden. Doch die leidenschaftlich kämpfenden Gastgeber brachten den Vorsprung ohne grössere Probleme über die Zeit und feierten den nicht unverdienten Sieg.

«Nach dem guten Start kämpften wir bis zum Ende, aber Sarganserland hielt sehr gut dagegen», erklärte Thomas Grüter nach dem Spiel. «Wir waren aber in einigen Situationen nicht so clever. Wir spielten nicht mehr unser Spiel, sondern liessen uns auf ihr Konterspiel ein. Der Gegner war dabei sehr effizient, und wir nutzten unsere Chancen nicht.»

Sascha Rhyner

Sarganserland - Zug 6:4 (2:3, 2:1, 2:0)

Sporthalle Gadretsch, Sevelen. – 159 Zuschauer. – SR Kronenberg/Kronenberg. – Tore: 10. Poletti (Suter) 0:1. 11. Furger (Hietanen) 0:2. 14. Furger (Rantala) 0:3. 18. 1:3. 20. 2:3. 21. 3:3. 27. 4:3. 40. Fiechter (Hietanen) 4:4. 51. 5:4. 54. 6:4. – Strafen: 6-mal 2 Min. plus 1-mal 10 Minuten gegen UHC Sarganserland; 1-mal 2 Minuten gegen Zug United.

Sarganserland: Hartmann; Schnyder, Stucki; Hardegger, Singer; Dietrich, Bischofberger; Ludwig, Fehr, Skalik; Pfiffner, Fabio Good, Rupp; Grass, Kocherhans, Marco Good.

Zug: Petter Nilsson; Staub, Yannick Schelbert; Menon, Hietanen; Uhr, Laely; Poletti, Thomas Grüter, Suter; Meier, Rantala, Furger; Janssen, Blöchliger, Fiechter.

Bemerkungen: Zug ohne Müller, Joshua Schelbert, Stutzer, Markus Grüter und Billy Nilsson (alle verletzt). – 25. Poletti verletzt ausgeschieden. 57:40 Time-out Zug, anschliessend bei Ballbesitz ohne Torhüter.

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