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UNIHOCKEY: Zuger kommen nicht auf Touren

In der ersten Doppelrunde des neuen Jahres holt Zug United nur gerade einen Punkt. Vor allem die Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten schmerzt die Zuger. Bald folgt die Partie beim Leader.
Peter Rohner
Der Zug-United-Spieler Adrian Furger (Mitte) und Torhüter Florian Bär können den Langnauer Treffer nicht mehr verhindern. Obwohl die Zentralschweizer acht Tore schiessen, holen die Emmentaler die drei Punkte. (Bild: Michael Peter (Zug, 6. Januar 2018))

Der Zug-United-Spieler Adrian Furger (Mitte) und Torhüter Florian Bär können den Langnauer Treffer nicht mehr verhindern. Obwohl die Zentralschweizer acht Tore schiessen, holen die Emmentaler die drei Punkte. (Bild: Michael Peter (Zug, 6. Januar 2018))

Peter Rohner

sport@zugerzeitung.ch

3:48 Minuten waren in der Verlängerung im Athletik-Zentrum in St. Gallen gespielt, als beim Heimteam und der Mehrzahl der knapp 500 Zuschauer grosser Jubel ausbrach. Nico Mutter erlöste den UHC Waldkirch-St. Gallen mit einem platzierten Handgelenkschuss und beendete eine Serie von drei Niederlagen. Schon kurz zuvor war der 18-jährige Stürmer aus ähnlicher Position zum Abschluss gekommen, hatte aber nur den Pfosten getroffen. «Über das ganze Spiel gesehen, ist der Sieg für Waldkirch nicht unverdient», gab der einzige Zuger Torschütze Steven Fiechter nach der Partie zu.

Über weite Strecken hatten sich die beiden Teams neutralisiert und nur je einen Treffer in der regulären Spielzeit erzielt. «Wir starteten etwas passiv, waren aber defensiv aufmerksam», so Fiechter weiter. Dass am Ende beide Torhüter als jeweils beste Spieler ihres Teams ausgezeichnet wurden, sagt bereits etwas über das Spiel.

Es war im Direktduell um einen Playoff-Platz zwischen Waldkirch-St. Gallen und Zug United ein zähes Ringen, bei dem der erste Treffer erst in der 45. Minute fiel. Und es war bezeichnend, dass dies im Powerplay passierte. Bei numerischem Gleichstand verfingen sich die Offensivabteilungen in der gegnerischen Defensive – oder scheiterten an zwei sehr gut aufgelegten Torhütern. Den Bann vor knapp 500 Zuschauern brach Julian Alder mit einem schönen Hocheckschuss.

Die Zuger suchten in der Folge vehement den Ausgleich, vermochten sich aber trotz mehr Ballbesitz nur selten wirklich ­gefährlich vor den Hüter der St. Galler Dominic Jud zu spielen. Zupass kam ihnen eine Strafe gegen Roman Mittelholzer, den Topskorer der Ostschweizer. Steven Fiechter traf mit einem wuchtigen Direktschuss und sicherte den Zentralschweizern einen möglicherweise goldenen Punkt gegen einen direkten Konkurrenten. «Wir hatten noch einige weitere Chancen, die wir verwerten müssten», erkannte Fiechter gleichwohl. «So wurde uns ein individueller Fehler in der Verlängerung zum Verhängnis.»

Die Tigers waren viel abgeklärter am Werk

Tags zuvor hatten sich die Tigers als abgeklärter und cleverer erwiesen. Ein erstes Zeugnis lieferten die Emmentaler unmittelbar nach dem 2:0 durch Thomas Grüter, der einen Schuss Manuel Staubs abgelenkt hatte. Johan Samuelsson spielte das Bully nach vorne und Anton Samuelsson verkürzte nur fünf Sekunden nach dem zweiten Zuger Treffer. Überhaupt war das schwedische Brüderpaar die treibende Kraft beim Tabellenzweiten. Nationalspieler Johan Samuelsson war der Taktgeber und Regisseur, der Bruder der kaltblütige Vollstrecker.

Viele Tore und Fehler auf beiden Seiten

Im ersten Spiel im neuen Jahr hatten indes beide Teams noch reichlich Sand im Getriebe, was den Unterhaltungswert der Partie für die knapp 200 Zuschauer freilich anhob. Einzig die Trainer dürften ob der vielen Fehler weniger erbaut gewesen sein. Ein solcher Fehler brachte noch im ersten Drittel die Tigers auch erstmals in Führung. Sie fingen einen Pass auf der Mittellinie ab, und Yannick Glauser traf herrlich in die hohe Ecke. Ein Doppelschlag zu Beginn des zweiten Drittels brachte Zug endgültig in Schieflage. Erst traf Stefan Siegenthaler, vom Zuger Abwehrverbund gänzlich alleingelassen. Nur zwölf Sekunden später reagierte Glauser nach einem hohen Ball am schnellsten. «Wir kamen gut ins Spiel, haben dann aber den Start ins zweite Drittel verschlafen und zu einfache Tore zugelassen», erklärte Staub.

Zwar keimte beim Heimteam im letzten Drittel nochmals Hoffnung auf. Aki Hietanen und Sandro Poletti verkürzten nochmals auf 7:8. Doch nur 17 Sekunden und einen weiteren Konter später hatten die Tigers Spielgeschehen und Resultat wieder unter Kon­trolle. «Gegen Spitzenteams wird es sehr schwierig, wenn sie vorlegen können», weiss Staub aus eigener Erfahrung. «Fehler werden sofort bestraft. Acht Tore sollten zum Sieg reichen, aber elf Gegentore sind eindeutig zu viel», sagt Staub. Und Fiechter ist nach dem Wochenende – und vor der kommenden Partie gegen den souveränen NLA-Leader Wiler-Ersigen – klar: «Wir müssen uns steigern.»

Zug United – Tigers Langnau 8:11 (3:4, 1:2, 4:5).

Sporthalle Zug (Herti), Zug. – 195 Zuschauer. SR Fässler/Schläpfer. – Tore: 9. Koutny (Poletti) 1:0. 10. (9:02) Thomas Grüter (Staub) 2:0. 10. (9:07) Anton Samuelsson (Johan Samuelsson) 2:1. 13. Guggisberg (Kropf) 2:2. 16. Fiechter (Thunvall) 3:2. 17. Anton Sa­muelsson (Johan Samuelsson) 3:3. 19. Glauser (Strohl) 3:4. 24. (23:58) Stefan Siegen­thaler (Johan Samuelsson) 3:5. 25. (24:10) Glauser 3:6. 34. Yannick Schelbert (Poletti) 4:6. 41. (40:52) Stefan Siegenthaler (Johan Samuelsson/Ausschluss Thomas Grüter) 4:7. 43. Poletti (Abt) 5:7. 47. Johan Samuelsson (Anton Samuelsson) 5:8. 50. (49:07) Hietanen (Billy Nilsson) 6:8. 51. (50:00) Poletti (Staub) 7:8. 51. (50:17) Steiner (Guggisberg) 7:9. 52. Glauser (Flühmann) 7:10. 54. Thunvall (Thomas Grüter) 8:10. 59. Anton Sa­muelsson (Aeschlimann) 8:11 (ins leere Tor). – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Zug United. 2-mal 2 Minuten gegen Tigers Langnau. – Zug United: Bär (Petter Nilsson für 1 Penalty); Staub, Hietanen; Markus Grüter, Yannick Schelbert; Menon, Furger; Thunvall, Thomas Grüter, Fiechter; Poletti, Koutny, Suter; Flütsch, Laely, Abt; Müller, Billy Nilsson. – Bemerkungen: Zug United ohne Joshua Schelbert und Uhr (beide verletzt). 46. Petter Nilsson hält Penalty von Beer. 59. Time-out Zug, danach ohne Torhüter.

Waldkirch-St. Gallen – Zug United 2:1 n. V. (0:0, 0:0, 1:1, 1:0.

Athletik-Zentrum, St. Gallen. – 485 Zuschauer. SR Preisig/Schaffter. – Tore: 45. Alder (Schiess/Ausschluss Suter) 1:0. 57. Fiechter (Staub/Ausschluss Roman Mittelholzer) 1:1. 64. (63:48) Mutter 2:1. – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Waldkirch-St. Gallen. 4-mal 2 Minuten gegen Zug United. – Zug United: Petter Nilsson; Staub, Yannick Schelbert; Menon, Hietanen, Markus Grüter, Furger; Thunvall, Thomas Grüter, Abt; Poletti, Koutny, Suter; Flütsch, Laely, Fiechter; Müller. – Bemerkungen: WaSa ohne Conzett und Sonderegger, Zug ohne Billy Nilsson, Joshua Schelbert und Uhr (alle verletzt).

NLA-Tabelle: 1. Wiler-Ersigen 17 Spiele/ 41 Punkte. 2. Tigers Langnau 17/37. 3. Floorball Köniz 17/36. 4. GC 17/34. 5. Alligator Malans 17/29. 6. Rychenberg Winterthur 17/26. 7. Zug United 17/21. 8. Waldkirch 17/21. 9. Chur 17/18. 10. Uster 17/15. 11. Kloten 17/15. 12. Thun 17/12.

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