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VAR kein Penalty, AusVARtssiege und VAhRe Tabelle

V-A-R. Diese drei Buchstaben sind spätestens seit diesem Wochenende auch in der Schweiz in aller Munde und ein Steilpass für so manchen Wortwitz. Nur in Zürich und St.Gallen wird über den VAR nicht gelacht. Aus unterschiedlichen Gründen.
Jakob Weber

FCB-Goalie Jonas Omlin macht gerne seine Spässe. Als er am Freitagabend in Sion zum Hauptakteur der VAR-Premiere in der Schweiz wurde, bedanke sich Omlin nach dem Spiel auf Instagram standesgemäss: #thanksvar, #varambrenne #vargut #varkeinpenalty.

Tatsächlich hatte Omlin nach einer Sion-Ecke erst den Ball und dann Sions Zock erwischt. Das sah auch Schiedsrichter Sandro Schärer so und nahm seinen Penalty-Pfiff nach Ansicht der Video-Bilder wieder zurück. VAR eben doch kein Penalty.

Die Szene im Video:

Kollege Fabian Frei nahm Omlins Wortspiel-Steilpass sogleich auf. "Varst super Jonas", schreibt er in die Kommentare. "AusVARtsieg!" ergänzt FCB-Mediensprecher Simon Walter. In Basel varmüsiert man sich nach dem 4:1-Sieg.

Wut in St. Gallen

In St. Gallen ist die Gefühlswelt eine andere. Gleich zweimal griff der Videoschiedsrichter Sandro Schärer - einen Tag nach dem Spiel im Wallis var er in Volketswil als VAR im Einsatz - ein. Zweimal varen die Ostschweizer die Leidtragenden. Erst wurde ein Penalty für die Espen im Nachhinein annulliert. Kurz vor Schluss bekam Luzern dann auch noch einen VAR-Penalty zugesprochen.

Die beiden Szenen gibt es hier im Video:

Beide Szenen sind dank des VAR in der Tendenz richtig bewertet worden. Doch vor allem beim ersten Elfmeter diskutieren Experten und Fans, ob das eine klare Fehlentscheidung war. Nur dann hätte der VAR eingreifen dürfen.

Eine Watson-Umfrage zeigt, wie unterschiedlich die Fans die Situation bewerten. 38 Prozent sagen: "Alles Korrekt vom VAR". 25 Prozent plädieren auf Fehlentscheid und 37 Prozent geben sich schweizerisch neutral und sagen: "Die TV-Bilder lassen keinen klaren Entscheid zu."

So oder so ähnlich wurde in St. Gallen mit Schiri Lionel Tschudi diskutiert. Montage: Watson

So oder so ähnlich wurde in St. Gallen mit Schiri Lionel Tschudi diskutiert. Montage: Watson

Das VARzit nach 5x 90 Minuten (und varhaftig deutlich mehr Nachspielzeit): Die Diskussionen bleiben. Am TV kann der Fan aufgrund der eingespielten Zeitlupenbilder gut nachvollziehen, varum der VAR eingreift und wie es zur definitiven Entscheidung kommt. Doch es gibt auch einen grossen Nachteil. Im Stadion tappen die Zuschauer im Dunkeln. Denn dort werden bislang noch keine Zeitlupen gezeigt.

So müssen die Fans minutenlange unwissend varten und die Entscheidung des Schiedsrichters dann einfach hinnehmen. In St. Gallen und Sion sorgte das für Unmut. Hoffentlich führt der VAR nicht dazu, dass Fans in Zukunft lieber zu Hause als im Stadion Fussball schauen.

Zürich war häufig von Fehlentscheiden betroffen

Beim FC Zürich dürfte man vor der Saison froh gewesen sein, dass der VAR endlich zum Einsatz kommt. Denn kein Team hat in der vergangenen Saison häufiger unter Fehlentscheiden gelitten. Väre der VAR ein Jahr früher installiert worden, väre der FCZ jetzt in der Europa League. Und zwar direkt in der Gruppenphase.

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