Vereins-Jubiläum
Der SV Muttenz hat zu seinem 100-jährigen Bestehen einen Song bekommen: «Zäme stoh, keine ineloh!»

Der SV Muttenz wird in diesem Jahr 100 Jahre alt und feiert das Jubiläum ausgelassen. Ein eigens dafür gegründetes Organisationskomitee plant allerlei Events und Überraschungen. Am Montag präsentierte der OK den eigenen SVM-Song von Almi.

Esteban Waid
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Almi performt zum ersten Mal seinen Song auf dem Muttenzer Margelacker.

Almi performt zum ersten Mal seinen Song auf dem Muttenzer Margelacker.

Bild: Alan Heckel

Es regnet an diesem Montag schon den ganzen Morgen. Auch auf dem Muttenzer Margelacker steht das Wasser auf der roten Leichtathletikbahn. Am Nachmittag beginnt jedoch auf einmal die Sonne zu strahlen. Passend zum Anlass, zu dem der SV Muttenz zu seinem 100-Jahre-Jubiläum eingeladen hat.

Das OK «100 Jahre SVM» hat sich für den Klubgeburtstag viele verschiedene Aktionen einfallen lassen. So soll am 11. Juli das EM-Finale mit einem grossen Public Viewing im Rahmen der grossen «SVM-Familie» zelebriert werden. Hinzu kommen eine publizierte Chronik, ein spezielles Retroshirt und noch viele weitere Geschenke an die Mitglieder des Vereins.

An diesem Montag präsentiert das Organisationskomitee aber seine neuste Aktion: ein eigens für den SV Muttenz produzierter Song. Bei «richtigem Fussballwetter» begrüsst Stephan Gutknecht, Verantwortlicher für die Kommunikation, die eingeladenen Medienschaffenden. Anschliessend erklärt das OK, wie es zu dem Song kam.

«Wir wollten dem Verein und den Mitgliedern ein nachhaltiges Geschenk machen. Keine Gedenktafel, die später niemand mehr anschaut. Es sollte etwas Spezielles sein»,

erklärt Beat Huesler, der den Jubiläumssong sponsert. In der Planung hatte das OK viele Einfälle. Ein Monument war die erste Idee und auch ein Gedicht stand im Raum. Am Ende wurde es aber ein Song, erklärt OK-Präsident Thomas Manger.

Der Sänger und Texter des Songs ist Patrick Allmandinger oder kurz: Almi. Der Comedian, Schauspieler und Produzent wohnt in Muttenz und produzierte den Song zusammen mit Silvio Panosetti. «Es musste ein Ohrwurm sein. Wenn die Spieler auf den Platz kommen, soll es ihnen eiskalt den Rücken runterlaufen und die Fans für das Spiel einstimmen», erklärt Almi. Der Text sei ihm über Nacht gekommen, die Produktion dauerte anschliessend ungefähr zwei Wochen.

Und dank des guten Wetters kann der Song auch schliesslich unter freiem Himmel präsentiert werden. Wie ein Spieler läuft Almi aus dem Tunnel, während die Melodie über die Stadionlautsprecher schallt. Dann kommt der Refrain: «Zäme stoh, keine ineloh SV Muttenz, mir sind do Wärde di nie verloh.» Das OK und auch einige Medienschaffende wippen und klatschen mit und auch bei denen, die ihn zum ersten Mal hören, scheint der Song gut anzukommen.

Ab heute wird der Song auch den fast 1000 Mitgliedern präsentiert, die dem Anlass nicht beiwohnen konnten. Publiziert wird das Lied am Mittwoch auf der Website des SVM und auch eine Veröffentlichung auf der Musikplattform Spotify ist in Planung. Gleichzeitig wurde heute auch schon für das geplante Musikvideo gedreht, welches dann beim Public Viewing am 11. Juli erstmals gezeigt werden soll.

Und wenn dann endlich wieder gespielt werden darf, soll der Song als Einlaufmusik die Fussballer zum Siegen motivieren. Bis dahin können die Mitglieder bei den Junioren zu dem Lied mitschunkeln und ihr ganz spezielles Geschenk geniessen.

Der komplette Song wird ab Mittwoch auf der SVM-Website verfügbar sein: