Versöhnlicher Abschluss für St. Otmar

St. Otmar gewinnt das letzte Spiel der Finalrunde gegen Cupsieger Wacker Thun deutlich mit 40:31 (22:15). Damit treffen die St. Galler als Fünfter im Playoff auf den BSV Bern.

Ives Bruggmann
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St. Otmars Severin Kaiser steuerte neun Treffer zum Sieg seiner Equipe bei. (Bild: Urs Bucher)

St. Otmars Severin Kaiser steuerte neun Treffer zum Sieg seiner Equipe bei. (Bild: Urs Bucher)

St. Otmar tankte im letzten Finalrundenspiel nochmals Selbstvertrauen. Dieses können die St. Galler nach der Länderspielpause gut gebrauchen, wenn sie im Playoff-Viertelfinal auf den BSV Bern treffen. «Der Sieg war enorm wichtig für uns», sagte Severin Kaiser, der mit neun Treffern aus zehn Versuchen der beste Werfer an diesem Abend war.

Es gab viele Gründe für den am Ende deutlichen Erfolg St. Otmars. Da war der Blitzstart, als die Defensive in Form von Goalie Aurel Bringolf mit drei Paraden optimal in das Spiel fand. Auf der anderen Seite landeten die ersten sechs Würfe allesamt im Netz. Nach dem ersten Spielviertel lagen die St. Galler 12:6 in Führung, den Gästen war eine gewisse Müdigkeit nicht abzusprechen. Viele Spieler waren zudem nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Dennoch wollte Trainer Martin Rubin dies nicht als Ausrede gelten lassen. «Dass wir hinten 40 Tore erhalten, ist eine Katastrophe.», sagte Rubin. Die Mannschaft sei mit dem Ziel nach St. Gallen gekommen, den vierten Platz noch möglich zu machen.

Wacker zeigt Montagsgesicht

Den Thunern fehlten unter anderem die Teamstützen Nicolas Suter, Nicolas Raemy oder Thomas Lanz verletzt. Für Wacker kommt die eineinhalbwöchige Natio­nalmannschaftspause gerade ­gelegen. «Wir haben gezeigt, wozu wir fähig sind, wenn wir das Sonntagsgesicht zeigen», sagte Rubin und spricht damit die ­Leistung gegen die Kadetten vom Samstag an. An diesem Abend habe man aber eher das Montagsgesicht gesehen. Weil die Thuner mit dem Cuptitel bereits einen Europacupplatz gesichert haben, können sie gelassen in das Playoff gehen. Obwohl Wacker amtierender Meister ist, sieht sich Rubin dort im Viertelfinal nicht in der Favoritenrolle. «Dennoch ist der Halbfinal unser Ziel.»

Bei St. Otmar durften in der zweiten Halbzeit einige Spieler Selbstvertrauen für die anstehenden K.-o.-Spiel tanken. Der zweite Goalie Jonas Kindler überflügelte mit sehenswerten Paraden gar Bringolf. Der junge Flügel David Fricker brillierte am rechten Flügel mit vier Toren und einer makellosen Trefferquote. Ebenfalls einen hervorragenden Eindruck hinterliess Kreisläufer Tobias Wetzel, der einmal mehr während fast der gesamten Spielzeit auf dem Feld stand, weil mit Benjamin Geisser und Simon Bamert zwei Kreisläufer verletzt aus­fielen. Das 40. Tor war ausgerechnet dem Abwehrspezialisten ­Frédéric Wüstner vorbehalten, ­womit alle elf Feldspieler mindestens einen Treffer erzielten.

Transfers bahnen sich an

Mehrere Medien berichteten in den vergangenen Tagen übereinstimmend von Transfers, die St. Otmar für die kommende Saison tätigen soll. Der klingendste Name ist derjenige des österreichischen Nationalspielers Robert Weber, der derzeit bei Magdeburg in der Bundesliga unter Vertrag steht. Zudem sollen Goalie Primoz Prost und Rückraumspieler Jens Schöngarth aus der Bundesliga kommen.

Als Coach soll Zoltan Cordas Spielertrainer Bo Spellerberg unterstützen. Sportchef Beat Kaiser: «Ich kann das weder bestätigen noch dementieren. Wir werden in der kommenden Woche kommunizieren.»