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Vertrauen des Trainers beflügelt FCL-Mittelfeldspieler Voca

FCL-Trainer Thomas Häberli ist selber gespannt, wie seine Spieler auf den 4:0-Cupsieg gegen YB reagieren. Am Sonntag gegen St. Gallen kommt Idriz Voca erneut eine Schlüsselrolle zu. Das FCL-Mittelfeldtalent findet unter Häberli zur alten Stärke zurück.
Raphael Gutzwiller
FCL-Trainer Thomas Häberli (rechts) motiviert Mittelfeldspieler Idriz Voca. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Zürich, 24. Februar 2019))

FCL-Trainer Thomas Häberli (rechts) motiviert Mittelfeldspieler Idriz Voca. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Zürich, 24. Februar 2019))

Die 4:0-Gala des FC Luzern gegen den Schweizer Meister Young Boys im Cup-Viertelfinal ist auch zwei Tage danach noch präsent. Idriz Voca lächelt, wenn er über den Sieg spricht. «Natürlich war es ein tolles Spiel.» Der 21-jährige Stansstader hatte mit seinem mustergültigen Steilpass auf Pascal Schürpf den Weg zum so wichtigen Führungstreffer geebnet. «Ich habe gesehen, wie sich Blessing Eleke durchsetzt und hoffte, dass er mir zurücklegt. Ich sah den perfekten Laufweg von Pascal Schürpf und lancierte ihn. Es ist schön, dass dies perfekt aufgegangen ist», fasst Voca die Szene zusammen.

So schön dieses Führungstor und der darauffolgende Sieg auch ist, lange kann sich der FCL darauf nicht ausruhen. Bereits am Sonntag wartet gegen St. Gallen wieder der Ligaalltag. Selbst der neue Trainer Thomas Häberli (44) weiss nicht genau, was er vom Team erwarten kann: «Ich kenne die Spieler noch nicht so gut, kann also schwer einschätzen, ob ich sie auf den Boden holen muss oder nicht.»

Voca ist der Gewinner des Trainerwechsels

Klar ist für ihn derweil, dass Voca erneut eine Schlüsselrolle zukommen soll. Seit Häberli das Zepter übernommen hat, hat sich die Situation des kosovarischen Nationalspielers verbessert. Unter Häberlis Vorgänger René Weiler stand Voca nicht hoch im Kurs, weil er für dessen Verständnis eine zu defensive Ausrichtung für einen zentralen Mittelfeldspieler pflege. Das sieht Häberli anders:

«Wer von Idriz erwartet, der schnellste Spieler zu sein, läge falsch. Doch er verfügt über eine grosse Spielintelligenz. Er hat das Auge und das Gefühl, wenn es eine Absicherung braucht.»


Als Häberli vor der Auswärtspartie gegen den FC Zürich den FC Luzern übernommen hatte, verzichtete er auf Wechsel, schickte das gleiche Team wie Weiler aufs Feld. Und auch zwei weitere Spiele später setzt Häberli noch fast immer auf dieselben Akteure. Die Ausnahme: Voca. Gegen den FC Zürich (1:1) noch eingewechselt, spielte er sowohl bei den Siegen gegen GC (3:1) und gegen YB (4:0) durch. Beim Erfolg gegen den Schweizer Meister zeigte sich Voca so stark, wie wohl noch nie in dieser Saison. Vieles erinnerte an seine überzeugende Rückrunde unter seinem Jugendförderer Gerardo Seoane vor einem Jahr. «Ich möchte einfach jeweils das Vertrauen des Trainers rechtfertigen», zeigt sich Voca bescheiden.

Zuvor hat er wochenlang unter René Weiler beissen müssen, sass bei den drei Startniederlagen zur Rückrunde zweimal über 90 Minuten auf der Bank. «Ich denke, ich bin auch unter Weiler insgesamt auf viel Spielzeit gekommen und bin dafür dankbar. Im Endeffekt stellt der Trainer die besten Spieler auf. Aber natürlich merke ich schon, dass Häberli jetzt voll auf mich setzt. Das freut mich natürlich.»


Auch sonst lobt Voca seinen neuen Trainer in den höchsten Tönen, er zeigt sich insbesondere von dessen Videoanalysen begeistert.

«Wir werden ideal auf die Gegner vorbereitet und wir können uns so verbessern.»


Idriz Voca ist eher ein ruhiger Mann. Wenn er spricht, denkt er zuvor nach, spricht klar und äussert sich so, wie man dies von einem Profifussballer erwartet. Auch auf dem Platz wirkte er oft ruhig, im Spiel gegen YB übernahm er aber mehr Verantwortung, er dirigierte und gab seinen Mitspielern Anweisungen. Etwas, was Häberli von Voca wünscht: «Allgemein ist die Kommunikation etwas Wichtiges. Und da Idriz das Auge hat und sieht, was richtig ist, soll er dies mitteilen.»


Während Idriz Voca im Hoch ist, ist der Leidtragende des Trainerwechsels bisher Simon Grether. Der eigentliche Aussenverteidiger, der unter René Weiler häufig im zentralen Mittelfeld spielte, hat seinen Platz im Team verloren. «Er muss Geduld haben», so Häberli. «Die anderen Spieler haben es sehr gut gemacht.»


Dies trifft neben Voca auch auf seinen Nebenmann Marvin Schulz zu. Das Duo harmoniere, sagt Häberli. «Ich brauche nicht zwei Spieler, die durch die Physis ins Spiel kommen. Mit ihrer unterschiedlichen Spielweise ergänzen sie sich ideal.»

Der LZ-Fussball-Talk «Einwurf»

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