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Viele Krienser Handball-Baustellen

Kriens unterliegt in einem attraktiven Spiel Schaffhausen 24:29 (11:14). Es wäre mehr dringelegen. Trainer Perkovac sieht Handlungsbedarf auf der Goalieposition.
Roland Bucher
HCK-Spieler Aleksandar Radovanovic (links) konnte sich nur selten in Szene setzen. (Bild: Pius Amrein (Kriens, 23. September 2018))

HCK-Spieler Aleksandar Radovanovic (links) konnte sich nur selten in Szene setzen. (Bild: Pius Amrein (Kriens, 23. September 2018))

Baustelle Nr. 1: Der Mittelaufbau. Tom Hofstetter ist nicht so in Form, wie man es sich von dieser Leaderfigur erhofft. Der Captain scheint seine Rolle noch nicht optimal gefunden zu haben: Bin ich jetzt der Torjäger oder der Einfädler? Back-up Moritz Oertli, 17-jähriger Jungspund, sorgte nach der Pause klar für neuen Schwung, warf prächtige Tore, holte sich Applaus für schöne Kreisanspiele. Um über die volle Distanz zu gehen, reicht die Physis noch nicht.

Baustelle Nr. 2: Der Goalieposten. Paul Bars Ausfall (Kreuzbandverletzung) wiegt schwer, wohl schwerer, als man es sich im Moment bewusst ist. André Willimann wehrte sich tapfer, war ohne valablen Stellvertreter aber überfordert (nur 17 Abwehrprozente). Die talentierten Junioren-Goalies in Ehren, aber: «Wir brauchen für Bar einen Ersatz, sonst wird es heikel in dieser Saison», sprach Trainer Goran Perkovac Klartext.

Baustelle Nr. 3: Die rechte Angriffsseite. Flügel Severin Ramseier hatte gute Szenen, Luca Engler auch, Radovanovic nur selten. «Es kam klar zu wenig auf dieser Flanke», sagte Perkovac.

Thomas Hofstetter schiesst aufs Tor. (Bild: Pius Amrein (Kriens, 23. September 2018))

Thomas Hofstetter schiesst aufs Tor. (Bild: Pius Amrein (Kriens, 23. September 2018))

Und am Schluss die Routine…

So kämpfte Kriens zwar stark, aufopfernd, begeisterte hie und da sogar – es reichte nicht, und wer behauptete, dass Schaffhausen durchaus noch hätte zulegen können, wenn es eng(er) geworden wäre, der liegt wohl nicht falsch. Fazit: der HCK war optisch nahe dran an den Kadetten – in der Wahrheit aber doch ziemlich weit weg von einem Punktgewinn. «Wir hatten einen sehr starken Goalie», resümierte David Graubner, langjähriger Bundesliga-Profi und Geschäftsführer der Kadetten, «aber entscheidend war unsere Routine». Wenn es galt, mit wichtigen Toren den Vorsprung zu verwalten, dann «haben unsee erfahrenen Leute fast immer alles richtig gemacht».

Ins gleiche Horn stiess Luca Spengler, in der ersten Halbzeit mit überragenden Aktionen dafür verantwortlich, dass Kriens lange an einer Überraschung knabberte: «Wir sind uns selber auf den Füssen gestanden, waren viel zu wenig abgezockt. Wären wir cleverer gewesen, hätte es reichen können. Denn wir waren sicher nicht die schlechtere Mannschaft.» Ähnlich analysierte auch Goran Perkovac eine Partie, die für Kriens zwar verloren ging, aber den Zuschauern mit ihrem hohen Gehalt trotzdem viel Spass bereitete: «Wenn man verliert, ist man nie zufrieden. Aber das Team hat grundsätzlich das gezeigt, was wir können. Und das war okay.» Ausser: «Wir haben in der ersten Halbzeit sieben, acht hochkarätige Chancen vergeben. Das hat sich in der Endabrechnung gerächt. Wir haben noch einiges zu lernen, die Arbeit geht uns nicht aus.»

Für Kriens folgen zwei Wochen Pause, «neue Kräfte tanken», sagt Perkovac, um dann in einem Schlüsselspiel gegen Amicitia gewappnet zu sein. Zwei Wochen Pause auch für die nicht ganz leichte Aufgabe, auf dem Goaliemarkt aktiv zu werden.

Filip Gavranovic wirft aufs Tor. (Bild: Pius Amrein (Kriens, 23. September 2018))

Filip Gavranovic wirft aufs Tor. (Bild: Pius Amrein (Kriens, 23. September 2018))

Kriens-Luzern - Kadetten Schaffhausen 24:29 (11:14)
600 Zuschauer. - SR Boskhoski/Stalder. - Strafen: 4mal 2 Minuten plus Disqualifikation (Gavranovic) gegen Kriens-Luzern, 4mal 2 Minuten gegen Kadetten Schaffhausen.
Kriens-Luzern: Willimann/Lauber; Lengacher (1), Blättler (4/1), Engler (3), Spengler (5), Vögli, Gavranovic (3), Oerli (3), Ramseier (2/1), Radovanovic (1), Delchiappo, Hofstetter (2).
Kadetten Schaffhausen: Stevanovic/Pilipovic; Meister (3), Küttel (3), Csaszar, Beljanski (2), Gerbl, Sesum (6/3), Maros (7), Schelker (2), Frimmel (4), Tominec (2).
Bemerkungen: Kriens-Luzern verschiesst 1 Penalty, Kadetten Schaffhausen verschiessen 2 Penaltys.

Wuchtig zum Abschluss: Adrian Blättler. (Bild: Pius Amrein (Kriens, 23. September 2018))

Wuchtig zum Abschluss: Adrian Blättler. (Bild: Pius Amrein (Kriens, 23. September 2018))

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