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Die Top 10 der wundersamsten Eishockey-Geschichten

Im Schweizer NLA-Eishockey tummeln sich Schillerfalter, Aufsteiger und Rückkehrer. Ein Ranking der zehn auffallendsten Episoden.
Klaus Zaugg

1. Dario Trutmann (ZSC Lions)

Bild: Andy Müller/Freshfocus

Bild: Andy Müller/Freshfocus

Für den Transfer des Verteidigers ist Sportchef Sven Leuenberger nicht bejubelt worden: in sechs der sieben Jahre seit seiner Rückkehr aus Nordamerika hatte der 27-jährige Zuger Minus-Bilanzen. Einmal sogar minus 20. Und nun ist er ligaweit der Verteidiger mit der besten Plus/Minus-Bilanz (+13). Ausser Sven Leuenberger haben ihn alle unterschätzt.

2. Enzo Corvi (Davos)

Bild: Michela Locatelli / Freshfocus

Bild: Michela Locatelli / Freshfocus

Das Talent des 26-jährigen Mittelstürmers stand nie zur Debatte. Sein Durchsetzungsvermögen hingegen schon. Der sensible Schillerfalter verlängerte nach der Silber-WM 2018 und personifizierte letzte Saison die Davoser Krise mit etwas mehr als einem halben Punkt pro Spiel. Nun ist er eine zentrale Figur bei der Davoser Renaissance, auf dem Weg zu einer Saison mit einem Punkt pro Spiel. Er hat bisher von allen Schweizer Stürmern der ganzen Liga am meisten Assists gebucht. Also ist er der beste Spielmacher mit Schweizer Pass.

3. Dominik Egli (Lakers)

(Bild: Patrik B. Kraemer / Keystone)

(Bild: Patrik B. Kraemer / Keystone)

Von den vielen wundersamen Geschichten dieser Saison ist es die wundersamste. Der 21-jährige Verteidiger ist mit Kloten abgestiegen und vergangene Saison in Biel für die höchste Liga gewogen und als zu leicht befunden worden. Nun ist er der produktivste Verteidiger der gesamten Liga (19 Spiele/14 Punkte). Wenn es je eine Rolex auf dem Transferwühltisch gegeben hat – die Rapperswil-Jona Lakers haben sie im vergangenen Sommer gefunden.

4. Pius Suter (ZSC Lions)

(Bild: Melanie Duchene / Keystone)

(Bild: Melanie Duchene / Keystone)

Der 23-jährige Stürmer steht für den Wandel der ZSC Lions vom defensiven Schablonenhockey zum stürmischen Spektakelspiel. Er hat bereits nach 19 Partien ein Tor mehr erzielt (11) als während der vergangen Qualifikation. Die Erklärung ist einfach: er hat von allen Spielern der Liga am häufigsten geschossen (68 Abschlussversuche) und seine Schusskadenz gegenüber der vergangenen Saison von 2,51 auf 3,58 pro Spiel gesteigert. Merke: gib dem Puck eine Chance, ins gegnerische Tor zu fliegen.

5. Marco Müller (Ambri)

(Bild: Michaela Locatelli / Freshfocus)

(Bild: Michaela Locatelli / Freshfocus)

Der 25-jährige Mittelstürmer symbolisiert Freuden und Leiden Ambris: vergangene Saison dirigierte er den Sturm mit Liga-Topskorer Dominik Kubalik. Nun stürmt der Tscheche in der NHL und die bange Frage war: kann Marco Müller Hockey auch ohne Kubalik? Er kann. Zwar ist der ehemalige Junior des SC Bern nicht mehr so produktiv wie in der vergangenen Saison. Aber seine Qualitäten zeigen sich nicht nur in Skorerpunkten. Er ist beim Bully mit 141 gewonnenen Anspielen ligaweit der beste Schweizer und hat die Gewinnquote gegenüber der vergangenen Saison von 46,81 auf 47,52 Prozent erhöht.

6. Simon Le Coultre (Genf)

(Bild: Claudio Toma / Freshfocus)

(Bild: Claudio Toma / Freshfocus)

Der 20-jährige Verteidiger spielte in den vergangenen drei Jahren auf höchster nordamerikanischer Juniorenstufe. Nach seiner Rückkehr spielt er nicht für seinen vorherigen Klub Lausanne. Sondern für Genf. Es ist Sportchef Chris McSorleys Königstransfer: der Rückkehrer ist Servettes produktivster Verteidiger und soeben für seine ersten Länderspiele aufgeboten worden.

7. Tim Berni (ZSC Lions)

(Bild: Claudio Thoma / Freshfocus)

(Bild: Claudio Thoma / Freshfocus)

Der 19-jährige NHL-Draft steht für den mitreissenden ZSC-Jugendstil. Er ist der produktivste ZSC-Verteidiger mit Schweizer Pass und hat nach 19 Partien schon gleich viele Punkte auf dem Konto wie nach der ganzen letzten Qualifikation (8). Es gibt für die Zürcher nur ein Problem: macht Tim Berni so weiter, verteidigt er nächste Saison in der NHL.

8. Raphaël Kuonen (Langnau)

(Bild: Salvatore Di Nolfi / Keystone)

(Bild: Salvatore Di Nolfi / Keystone)

Vor der Saison war der 27-jährige Walliser ein Kandidat für den vorzeitigen Transfer in seine Heimat Visp. Er hat in Davos, Lugano, bei Fribourg und den Lakers vergeblich versucht, in der höchsten Liga Fuss zu fassen. Erst jetzt, im vierten Jahr bei Langnau, kann er NL-Hockey: mit 6 Treffern ist er der beste Schweizer Torschütze der Emmentaler und seine bisherige Saisonbestmarke (10 Tore pro Spiel) wird er übertreffen.

9. Yannick Rathgeb (Biel)

(Bild: Claudio Thoma / Freshfocus)

(Bild: Claudio Thoma / Freshfocus)

Dass der 24-jährige Verteidiger offensiv produktiv ist, war bekannt. Seine Bestmarke (2016/17) steht bei 34 Punkten. Aber kann er auch verteidigen? Auch da setzte er bei Gottéron mit minus 21 eine Rekordmarke. Nach einem vergeblichen Versuch, in der vergangenen Saison in der NHL Fuss zu fassen, ist er nun in Biel ein echter Verteidiger geworden. Er ist nicht nur der produktivste Verteidiger des Teams mit Schweizer Pass. Er hat mit +6 (ein persönlicher Rekordwert) auch die beste Plus/Minus-Bilanz der Bieler Abwehrspieler.

10. Grégory Hofmann (Zug)

(Bild: Daniela Frutiger / Freshfocus)

(Bild: Daniela Frutiger / Freshfocus)

Tore sind vom 26-jährigen Stürmer erwartet worden. Immerhin war er letzte Saison in Lugano mit 30 Treffern Liga-Torschützenkönig. Aber himmelhohen Erwartungen gerecht zu werden, ist nicht einfach und sein neuer Arbeitgeber Zug ist ja noch nicht in Form. Umso bemerkenswerter, dass der WM-Silberheld von 2018 mit 13 Treffern aus 17 Spielen wieder der beste Torschütze der Liga und drauf und dran ist, gar seinen letztjährigen Rekord zu übertreffen.

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